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Sicherheitshinweise für das Radeln auf Rügen

Radfahren zählt zu den gefährlichen Sportarten! Im Gegensatz zu den Unfällen mit Kraftfahrzeugen, steigt die Zahl der Todesopfer mit Radunfällen kontinuierlich an. 2019 starben bereits 445 Radler in Deutschland! Rund 87.000 wurden zum Teil schwer verletzt. Im Coronajahr 2020 stiegen 40% mehr Menschen aufs Fahrrad, ohne dass sich die Radwege (in M/V) proportional erweiterten und verbesserten. Radeln auf Rügen ist besonders gefährlich! Hier trifft in der Saison eine ungeheuere Anzahl Radfahrer auf ein völlig überfordertes bzw. nicht vorhandenes Radwegenetz. Auch 30 Jahre nach der Wende gibt es wichtigste Radwege auf Rügen immer noch nicht. Vorhandene Radwege sind zu schmal, teils in einem sehr schlechten Zustand. Und so müssen Radurlauber immer noch alte DDR-Plattenwege, Schotterpisten, sandige Feldwege oder Pfade nutzen. Besonsders dramatisch wird es, wenn Sie gezwungen sind, die in der Saison extrem stark befahrenen Bundes- und Landstraßen zu nutzen. Durch die Zunahme der E-Bykes wird auch immer schneller gefahren. Nicht jeder Radler ist aber routiniert bzw. im Vollbesitz seiner geistigen und körperlichen Kräfte. So waren 2019 72% der mit E-Byke verunglückten Radfaherer älter als 65 Jahre!!! Besonders auch junge Radler fahren oft sehr schnell und rücksichtslos. Leider gibt es auf Rügen noch immer kein Radwegenetz und nur zwei kurze Radfahrstraßen. Der Radler ist auf unserer Insel somit weitgehend ungeschützt und wird im Straßemverkehtr oft als Störenfried wargenommen und auch so behandelt. Eine Insel, die jählich Millionen Urlauber anlockt und vom Tourismus lebt, sollte sich schleunigst dem Problem Radwegebau und Sicherheit unserer Radler annehmen. Nur dem Mönchgut kann man auf Rügen bescheinigen, die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Ungeachtet dessen lohnen sich Radwanderungen auf unserer schönen Insel.
Wenn Sie die nachfolgend genannten Hinweise beachten, sollten Ihnen unangenehme Erfahrungen erspart bleiben.


1. Fahren Sie immer mit einem passenden Helm und Radlerhandschuhen. Nur so können Sie Stürze glimpflich überstehen.
2. Kontrollieren Sie vor Fahrtantritt bei Ihrem Rad die Lenkung, Bremsen und den Festsitz aller Schrauben. Pumpen Sie bei Bedarf Luft auf. Zu geringer Luftdruck ist die Hauptursache für Plattfüße.
3. Kontrollieren Sie Ihre Klingel und gebrauchen Sie diese häufig und rechtzeitig, um Entgegenkommende und Nachfolgende zu warnen.
4.
Fahren Sie immer hintereinander, rechts und mit ausreichendem Abstand zum Vordermann. Besonders in unübersichtlichen Kurven ist nebeneinander fahren oder Kurven schneiden lebensgefährlich.
5. Schauen Sie immer auf den Radweg. Nur wenige Sekunden "Blindfahrt" können schon einen Sturz oder Unfall nach sich ziehen.
6. Beim Überqueren von Straßen, fahren Sie nicht einfach Ihrem Vordermann hinterher, sondern überzeugen Sie sich immer selbst, ob die Straße frei ist.
7. Klingeln Sie immer bei Gegenverkehr, um dessen Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und auch die nachfolgenden Radler zu informieren.
8. Warnen Sie die nachfolgenden Radler vor Gefahrenstellen durch Klingelzeichen und passende Rufe (z.B. Achtung Sand, Pfütze, Wurzel, Schotter...).
9. Halten Sie bei Gruppenfahrten nie überraschend an, sondern kündigen Sie das Anhalten vorher an und vermindern Sie die Geschwindigkeit.
10. Halten Sie im losen Sand den Lenker gerade und bremsen Sie nicht. Beides kann zu einem Sturz führen.
11. Bevor Sie Radler oder Fußgänger auf dem Radweg überholen, betätigen Sie Ihre Klingel.
Überholen Sie nie an unübersichtlichen Wegestellen.
12. Klingeln Sie immer im gebührenden Abstand, damit sich andere Verkehrsteilnehmer nicht erschrecken. Beachten Sie, dass auf Promenaden die Fußgänger vorrang haben und zum Teil Radfahren nicht gestattet ist.
13. Führen Sie immer eine Luftpumpe, einen passenden Schlauch für Ihr Rad und Reparaturwerkzeug mit sich. Dann wird sich auch immer jemand finden, der Ihnen helfen kann.
14. Für den Notfall sollte auch eine kleine Sanitätstasche für Radler immer parat sein.

Natürlich ist es immer sehr angenehm, wenn Radler sich gegenseitig grüßen.
Gehen Sie mit gutem Beispiel voran!
Bieten Sie Ihre Hilfe bei technischen Defekten an. Beweisen Sie, dass man auch im Norden Deutschlands höflich und hilfsbereit sein kann!

 

 
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