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Naturfrevel auf Rügen

Josef

Renger

Alle Einwohner Rügens und alle Urlauber, die sich noch ein Fünkchen von Liebe zur Natur bewahrt haben, können auf Rügen nur noch blankes Entsetzen empfinden. Der Umgang mit unseren einzigartigen alten Alleen, unseren herrlichen Buchenwäldern, selbst unseren Naturschutzgebieten lässt Zorn aufkommen. Wo bleiben da unsere "Grünen"? Was macht eigentlich das Umweltamt? Warum schweigen unsere Medien zu solchen Machenschaften?
Wir sollten uns so einen Umgang mit unserer Natur nicht mehr gefallen lassen! Wir sind das Volk!!!
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Nachstehende einige Beispiele der letzten Zeit. Das Bildmaterial soll fortlaufend ergänzt werden. Bitte senden auch Sie mir eigene Bilder zu, die ich gern hier veröffentliche.

Mit Schweigen und Dulden werden wir nichts verändern!


Im November 2017 holzt man große Flächen eines alten Laubwaldes bei Schmacht ab. Die teils fast 200 Jahre alten Buchen und Eichen bringen den Besitzer viel Geld. Dabei werden die von Anwohnern, Radlern und Wanderern genutzten Wege zerfahren und ein weiteres Stück Heimat unwiederbringlich zerstört.

 


 

2017 zerstört man im Zuge des Weiterbaus der B96n nach Bergen zwei wertvolle Biotope. Als nächster Schritt wird die Allee Richtung Ortseingang Bergen abgeholzt. Die Bäume sind schon durch Umweltschützer mit Kreuzen markiert worden. Ein, man höre und staune, ehemaliger Reiseleiter auf Rügen, heute im Amt Bergen, übertünchte die Kreuze der zum Tode verurteilten Bäume mit Herzen... So viel zur Heimatliebe!

 


Im November wird der Mischwald zwischen Kibitzmoor und dem Alten Freidhof in Bergen abgeholzt. Bergen, welches ohnehin nur wenige "Wohlfühloasen" hat ist wieder um eine ärmer geworden. Es ist immer wieder empörend, wie lieblos mit unserer Natur umgegangen wird...

 


 

Wer im April 2016 von Sassnitz zum Königsstuhl fährt, traut seinen Augen nicht. Links und rechts der Straße, die gerade saniert wird, umfangreiche Abholzungen, mitten im Nationalpark!!! Urlauber äußerten schon in der OZ ihr Entsetzen. Wollen vielleicht unsere "oberen" den kreuzungsfreien, dreispurigen Autobahnzubringer gleich bis zum Königsstuhl weiter bauen...

 

Auch abseits der Straße, mitten im Nationalpark, Abholzungen in Größenordnungen.
Den Besucher drängt sich die Frage auf, ob unsere Nationalparkverwaltung möglicherweise zum privatwirtschaftlich - gewinnorientierten Unternehmen mutiert. Viele hundert Kubikmeter Holz bringen viel Geld, dass man aber nur einmal ausgeben kann. So verliert Rügen seinen Reiz, so verspielen gewissenlose Menschen unsere Zukunft. Was würde wohl Fürst Malte dazu sagen?

 


 

Selbst Naturschutzgebiete, wie im Bild das Biosphärenreservat Südost Rügen, bleiben nicht von umfangreichen Baumfällaktionen verschont. Solche Holzstapel vermutet der Urlauber eher in Privatwäldern. Die Folge sind dann ausgelichtete Wälder, die jeden Reiz verloren haben.
Foto im April 2016 an der Zufahrt zum Jagdschloss Granitz.

 


 

Im Winter 2016 wird ein großes Waldstück an der Straße Bergen - Gingst, bei Pansevitz zum Entsetzen der Vorbeifahrenden dem Erdboden gleich gemacht. Wie überall auf Rügen gleichen die Holzeinschläge eher einen Bombeneinschlag, als qualifzierter Forstarbeit.


 

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Im Februar 2016 wird die gesamte Straße von Mukran nach Sassnitz "ausgelichtet". Und das ist nur ein Beispiel! Naturhasser vernichten alles was wächst, Sichtschutz und Unterschlupf für Tiere bietet, den Wind abbremst, den Kohlendioxidgehalt der Luft verringert, Sauerstoff erzeugt und tausende Urlauber erfreut. Will man so die Natur vernichten und damit Rügen bauwütigen Investoren überlassen. Wo bleiben da eigentlich die "Grünen!" und unsere ach so freie Presse?

 



Auch in den Seebädern fällt man still und leise Bäume, die eine ungetrübte Seesicht der Urlauber stören könnten. Damit verschwinden auch zunehmend Charme und Windschutz.
Im Bild - Binz im Februar 2016.

 


 



Wegen Verbreiterung der Straße von Sellin nach Baabe wird 2016 eine uralte, wunderschöne Allee einseitig gefällt. Jedes Jahr werden in Rügener Alleen hunderte "kranker" Bäume vernichtet. Und so geht eine unserer größten Sehenswürdigkeiten Rügens, unsere wunderschönen Alleen, der Nachwelt verloren. Sind vielleicht die Menschen krank und nicht die Bäume?




Anfang 2016 wird großflächig der Wald vor dem Block III des ehemaligen KdF-Seebades gefällt. Bald erfolgt die Versiegelung dieser Fläche im Rahmen des Ausbaus des Seebades. Interessant wäre zu wissen, wo die geforderten Ausgleichspflanzungen erfolgen.


Auf diesen Seiten stellt Ihnen Ihr Reiseleiter Bildmaterial zu Ihren Radtouren und Wanderungen auf den Os



2015 wurde durch die Stadt Bergen eine riesige Fläche hochgewachsener ca. 180 Jahre alter Fichten um die Freilichtbühne im Naturschutzgebiet auf dem Rugard abgeholzt. Dies ist bereits die zweite "Holzfällaktion" auf dem Rugard, der damit als Naherholungsgebiet für die Bergener immer mehr an Attraktivität verliert. Wer genehmigt eigentlich solche folgenreichen und unnötigen Eingriffe in das Kapital Rügens, die Natur?




2015 Umfangreiche Baumfällungen in der Granitz (im Bild am Radweg zum Jagdschloss).
Warum musste dieser Laubwald derart ausgelichtet werden? Es ist schon schlimm, wenn private Wälder auf Rügen gnadenlos abgeholzt werden. Die Granitz ist aber ein Naturschutzgebiet!




2013 wurde ein schöner Kiefernwald gegenüber dem Haus des Gastes in Baabe gefällt, um Platz für Betonklötze mit Ferienwohnungen zu schaffen. Ein echter "Gewinn" für das kleine Ostseebad, welches auf diesem Wege seinen Charme verlieren könnte.



2012 wurden großflächig die altehrwürdigen Kiefern, darunter wunderschöne Windflüchter, hinter der Düne in Prora beseitigt, um vielleicht zukünftigen Bewohnern des KdF-Seebades eine bessere Seesicht zu ermöglichen. Ein einzigartiges Biotop ist damit unwiederbringlich zerstört.
Der Investor sagte: "Ist halt unglücklich gelaufen...". Strafe lächerliche 30.000 €.


2010 wurde die wunderschöne, hochgewachsene km-lange Pappelallee zwischen Dreschwitz und Güttin einfach platt gemacht. Damit wurde ein weiterer Windschutz und ein Augenschmaus auf unserer noch schönen Insel vernichtet.


Trotz großer Proteste der Bevölkerung wird der kreuzungsfreie, dreispurige Autobahnzubringer B96n gebaut. Drei Ortsumgehungsstraßen (Rambin, Samtens und Bergen) und der vierspurige Ausbau der alten B96 hätten völlig ausgereicht, nur einen Bruchteil des Geldes gekostet und viel weniger wertvolles Ackerland und einzigartige Biotope vernichtet.


2010 wurde diese uralte Eiche am Radweg von Putbus Richtung Bergen gefällt. Der majestätische, kerngesunde Baum trug schon seit der DDR-Zeit das Naturschutzsymbol, die Eule. Sein Durchmesser betrug ca. 1,35 m. Das Alter mehrere hundert Jahre.
Wer genehmigt denn so etwas?

 

 

Solche Gedichte lernte man früher, als man die Natur noch achtete und bei jungen Menschen die Liebe zur Natur weckte:


Ich bin der Wald. Ich bin uralt.
Ich hege den Hirsch, ich hege das Reh,

ich schütz Euch vor Sturm, ich schütz euch vor Schnee.
Ich wehre den Frost, ich wahre die Quelle,

ich hüte die Scholle, bin immer zur Stelle.
Ich bau euch das Haus, ich heiz Euch den Herd

darum, Ihr Menschen,

haltet mich wert!