Home   Start   Karte   Tour-1   Tour-2   Tour-3   Tour-4   Tour-5   Tour-6  Tour-7   Tour-8  Tour-9 Service   Links   Autor   zurück
Detailinformationen zur Tour 3:  Halbinsel Jasmund - Königsstuhl


 
1. Etappe

Bergen
(Ralswiek)
    Lietzow

 

Länge
12 km

Fahrzeit
ca. 60 min

Höhenmeter
gesamt: 60

mit Abstecher
nach Ralswiek:
140

SG 1-2

Techn. Hilfe

Heinz Richter
Königstraße 18
Telefon:
03838/254483
Kresse
Dammstraße 31
Telefon: 03838/256620

 

Bewertung
der Etappe

 

Zustand

Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

(in Bergen, Ralswiek, und Lietzow)

Aussicht

(OA Bergen, Schloss und Jachthafen Ralswiek, Lietzow)

Wetterschutz

(Hütten am Abzweig Buschvitz, vor und in Lietzow)

Badestellen

(in Lietzow
am Großen
Jasmunder Bodden)

Toiletten

Bergen (Markt)
Am Parkplatz
in Ralswiek; am Strand in Lietzow

 

Extras

 

Rügener
Personen
Nahverkehr (RPNV) mit Radmitnahme

Telefon:
03838/202955

Deutsche Bahn

Telefon: Auskunft
01805/
0046950875

Touristen-
Information
in Bergen

Benedixhaus
am Markt
Mo-Fr
10.00-18.00Uhr
Telefon:
03838/811206

Pferdehof
Ralswiek

Juni - Sept.
Mo - Fr.
bis 20.00 Uhr
Telefon:
03838/31100

 

Zu unserer heutigen Tour zu einer der schönsten Gegenden unserer Insel, dem Nationalpark Jasmund, heiße ich Sie herzlich Willkommen. Neben dem kleinsten Nationalpark Deutschlands, dem NP Jasmund, lernen Sie unter anderem die nördlichste Hafenstadt Mitteldeutschlands - Sassnitz und das prominenteste Seebad Rügens - Binz kennen. Sie haben sich heute sehr viel vorgenommen und Sie sollen nicht enttäuscht werden. Einschränkend muss gesagt werden, dass es im Nationalpark immer noch kein ausgebautes Radwegenetz gibt. Sie sollte sich also auf "unschöne" Streckenabschnitte einrichten.


Tipp: Sollten Sie mit Ihrem augenblicklichen Trainingszustand hadern, fahren Sie vom Markt an der Post und Apotheke vorbei, dann nach rechts die Bahnhofstraße hinunter. Sie fahren immer gerade aus über eine Ampelkreuzung und vor den Gleisen nach links. So kommen Sie direkt zum Bahnhof bzw. den dahinter befindlichen Busbahnhof. Nun können Sie mit der Bahn oder den Radbus bis Lietzow bzw. Sagard fahren. So sparen Sie schon einmal 12 bzw. 16 km vom Tagespensum ein. Natürlich könnte Sie auch gleich bis Sassnitz fahren (übrigens auch mit der Bahn) und die in umgekehrter Reihenfolge abfahren. Damit verkürzt sich die Gesamtstrecke um 40%. Sehen Sie bitte den aktuellen Fahrplan ein!
Sie sind guter Dinge! Na, dann los! Sie starten am Bergener Markt. An der Deutschen Bank vorbei fahren Sie in Richtung Lietzow / Sassnitz. Die holprige ße Raddasstraße, mündet in die Sassnitzer Chaussee. Die Straße fällt permanent ab. Am Ortsausgang von Bergen beginnt der neuartige, asphaltierte und straßenbegleitende Radweg (~~> Sagard 14,5 km, Ralswiek 6,2 km). Nun geht es steil bergab. Überprüfen Sie sicherheitshalber Ihre Bremsen! Vor dem Bahnübergang der Strecke Bergen - Binz / Sassnitz werfen Sie bitte noch einen Blick nach links. Hier ist auf einem Mast ein Storchennest, welches jedes Jahr durch ein Storchenpaar belegt ist. Mit ein bisschen Glück können Sie dieses beim Füttern ihrer Jungen beobachten. Hinter dem Bahnübergang steigt der straßenbegleitende Radweg etwas an, um dann wieder abzufallen. Nun verläuft der Radweg weiter längs der viel befahrenen B96 in Richtung Sassnitz (~~> Sagard 12,6 km; Ralswiek 4,3 km). Eine Blockhütte am Abzweig nach Buschvitz bietet bei Regen ihre Dienste an. Der Radweg wird wellig und steigt vor Ralswiek etwas an. Links sehen Sie den großen Parkplatz, der von Juni bis Anfang September Montag bis Samstag 20.00 Uhr während der Aufführung von Störtebekers Abenteuern völlig belegt ist. Übrigens sollten auch Sie diese Aufführung auf der wunderschönen, zum Meer hin abfallenden Freilichtbühne, keinesfalls versäumen!!!

Tipp: Wenn Sie es sich kräfte- und zeitmäßig leisten können, so ist ein Abstecher ins nur 1 km entfernte Ralswiek zu empfehlen. Der Rad-/Fußweg fällt steil ab. Schon am Ortsrand begrüßt Sie eine kleine Schwedenkirche, die 1900 auf der Pariser Weltausstellung präsent war. Durch eine uralte Lindenallee gelangen Sie zum Zentrum dieses im 8 Jh. gegründeten Hafenortes der Ranen. Am Wegekreuz gelangen Sie nach rechts zum Jachthafen, gerade aus zur Freilichtbühne und halblinks in den sehenswerten Schlosspark und zum wunderschönen Schloss. Majestätisch thront dieses oberhalb der riesigen Freilichtbühne, eingebettet in den wunderschönen Park mit vielen dendrologischen Kostbarkeiten. Der nette Jachthafen und eine umfangreiche Gastronomie rundet das Bild dieses kleinen, aber weit über Rügen und M/V hinaus bekannten Ortes ab.

Sie haben es eilig! Dann radeln Sie gerade aus, vorbei am Abzweig Ralswiek, weiter, Nun tauchen Sie in ein größeres Waldgebiet ein. Gehen Sie die folgende Schußfahrt vorsichtig an! Mitten im Waldstück wechselt nämlich der Radweg die Straßenseite. Bitte äußerste Vorsicht beim Überqueren der vielbefahrenen Bundesstraße B96! Der straßenbegleitende Radweg fällt weiter ab. Linkerhand finden Sie eine Schutzhütte. Sie gelangen nun schnell zum Damm, der seit 1868 den Jasmunder Bodden überquert. Davor hätten sie eine Ruderfähre nutzen müssen, um den niedlichen Ort Lietzow zu erreichen. Radeln Sie nun auf dem Radweg über den Damm. Rechterhand befindet sich der Kleine Jasmunder Bodden, linkerhand der Große Jasmunder Bodden. Mit seinem weißen Schloss, nachempfunden dem Schloss Liechtenstein, begrüßt Sie der kleine, anheimelnde Ort Lietzow. Direkt an der Schleuse liegt in der Saison ein kleines, schwimmendes Restaurant. Sie haben noch nicht gefrühstückt? Na, dann bitte! Fangfrischer Fisch ist hier garantiert. Bevorzugen Sie geräucherten Fisch, dann ist ein kurzer Abstecher an der Ampelkreuzung nach rechts über die Gleise zur Traditonsräucherei mit Erlebnisscheune und Hofladen angesagt.

Tipp: Sie spüren es schon, heute ist absolut nicht Ihr Tag. Dann kürzen Sie hier Ihre Tour entscheidend ab und lassen Sie den schwierigsten Teil, den Nationalpark Jasmund mit dem Königsstuhl, einfach aus. Überqueren Sie dazu an der Ampel die B 96 (~~> Staphel 4,5 km; Neu Mukran 5 km). Folgen Sie dem Bahngleis längs des Kleinen Jasmunder Boddens Richtung Binz. Am Waldrand überqueren Sie den Gleiskörper und tauchen in ein größeres Waldgebiet ein. Ein etwas sandiger, nach Regen auch teils matschiger Waldweg bringt Sie zum winzigen Ort Staphel. Radeln Sie weiter auf einer ramponierten Plattenstraße, vorbei an einem verlassenen DDR-Plattenbau, bis nach Neu Mukran. Biegen Sie nach rechts ab. Vorbei an der Bäckerei Peters, wo Sie einen Kaffee mit Seeblick genießen können, gelangen Sie zum Ortsausgang von Neu Mukran. Hier beginnt der asphaltierte Radweg nach Binz. Setzen sie Ihre Tour ab Etappe 7 fort. Sie sparen ca. 40 km ein.

Sie wollen natürlich die gesamte Strecke schaffen! Dann verläuft ihr asphaltierter Radweg längs des winzigen Sandstrandes am Großen Jasmunder Bodden (~~> Sagard 5,5 km; Borchtitz 3 km). Ein direkt am Strand gelegenes Café lädt zum Verweilen ein. Bei Regen hält Sie eine Wetterhütte trocken. Der "Glaspalast" unmittelbar an der Waldkante wurde bereits zu DDR-Zeiten für Seeleute gebaut. Fertig geworden ist er bis zur Wende nicht mehr. Vile Jahre stand er leer und war dem Verfall preisgegeben. Heute hat sich hier ein modernes Callcenter etabliert, welches mit etwa 400 Beschäftigten der größte privatwirtschaftliche Arbeitgeber auf der Insel Rügen ist. Lietzow zählt als der schönste Standort für Callcenter in Deutschland.


Das älteste Haus Bergens,
das Benedixhaus

Die Sommerrodelbahn auf dem Rugard erfreut jung und alt

Wer es sportlich mag, findet seine Herausforderung im Kletterwald Rugard

Am Bahnübergang hinter Bergen begrüßt Sie Adebar mit Nachwuchs

Ein rücksichtsloser Raser
von Rügen tötet bei Ralswiek
vier junge Rügener...

Das Schloß in Lietzow wurde vom Baumeister des Dammes erbaut

Die Seebühne für 9000 Zuschauer in Ralswiek hat jährlich fast 400.000 Besucher

Graf Hugo Sholto Douglas errichtet 1893 das Schloss im Stil der Loire Schlösser und gestaltet den Park um

Idyllisch gelegen ist der kleine Jachthafen in Ralswiek. Hier befand sich schon im 8. Jh. ein bedeutender Hafen der Rügenslawen.

 


2. Etappe

Lietzow
Vorwerk
Martinshafen
Polchow
Schloss Spyker
Bobbin    
Neddesitz

 

Länge
ca. 12 km


Fahrzeit
ca. 80 min


Höhenmeter
gesamt: 90


SG 2


Techn. Hilfe
- - keine -


Bewertung
der Etappe

 

Zustand
der Wege

Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

(Lietzow, Martinshafen, Polchow,
Neddesitz)

Aussicht

(Lietzow, Martinshafen,
Ufer am
Großen
Jasmunder
Bodden,
Tempelberg bei Bobbin, Kleiner Königstuhl bei Neddesitz)

Wetterschutz

(Schutzhütten in Lietzow, am Spykerschen See
und bei Bobbin)

Badestellen

(Lietzow,
Martinshafen, Polchow im Großen
Jasmunder Bodden)

Toiletten
Keine
öffentlichen

Toiletten

 

Extras

 

Schwarzpappel
Baum unter
Naturschutz

Sankt Michaelis
Kirche in
Sagard

Telefon:
038302/53118

Brunnenaue
in Sagard


Parkanlage mit ehemaliger Badeanstalt
(nicht mehr vorhanden)

Naturhafen
Martinshafen

Kriegsgräber
Martinshafen

Peters Fisch
in Polchow

geöffnet: täglich
12.00–21.00 Uhr
Insidertipp!

Telefon:
038302/71948


Schloss Spyker

geöffnet: täglich

Saurierpark bei Spyker

120 Giganten der Urzeit; Abenteuer
Fossiliensuchplatz
geöffnet: täglich
10.00 - 18.00 Uhr
Eintritt: 7,50 €,
Kinder 5,50 €

Telefon:
038302/719874


Aussichtspunkt
Tempelberg
bei Bobbin

Sankt
Paulikirche
in Bobbin

Telefon:
038302/53118


Jasmar Resort
Rügen
in Neddesitz

Hotel und
Ferienhäuser
Hotel
Telefon:
038302/95
Wohnpark
Jasmund
Telefon:
038302/95

Jasmar Therme

Badelandschaft
mit Außenbad
Strömungskanal
Massagebänke
Solarium
Saunawelt
Fitnessraum
täglich
08.00 - 22.00 Uhr
Letzter Einlass:
21.00 Uhr
Tageskarte: 18 €
2-Std. Karte: 11 €
Hotel
Telefon:
038302/97700

Kreidemuseum
Gummanz

täglich geöffnet
10.00 - 17.00 Uhr
Telefon:
038302/56229

Aussichtspunkt
Kleiner
Königstuhl

Empfehlenswerter
Aussichtspunkt

Im wunderschönen Buchenwald steigt der nunmehr asphaltierte Radweg steil an. Vielleicht sollten Sie Ihr Rad besser ein Stück schieben. Im Frühling bilden hier Millionen Buschwindröschen einen weißen Teppich. Nun geht es rasant und kurvenreich bergab. Am Waldrand, unmittelbar vor einem Gehöft, führt nach links ein unscheinbarer Waldweg nach Semper. Die Rhododenronallee dahin ist sehenswert und war ein Außenstandort der IGA 2003 in Rostock. Interessant sind auch das 1920 erbaute kleine Schloss, die Kaskadenteiche, der nach der Wende wieder hergestellte Waldpark und ein wildromantisches Hochufer. Dafür sollte man aber einen extra "Wandertag" (zu Fuß) einplanen. Der asphaltierte Radweg verläuft nun unmittelbar längs der B 96. Linkerhand saniert ein Enthusiast aus den alten Bundesländern ein völlig verfallenes Herrenhaus und die dazugehörigen Stallgebäude. Von dem 211 nach dem Krieg noch existierenden Herrenhäusern auf Rügen haben nur 156 den Sozialismus überlebt. Die meisten davon in einem äußerst beklagenswerten Zustand. Die Bundesstraße und mit ihr der Radweg führt nun wellig durch Felder. Sie kommen schnell voran. Bei Borchtitz, einem winzigen Ort, biegen Sie hinter einem einzelstehenden Gebäude nach links vom Radweg auf eine schmale Asphaltstraße ab (~~> Glowe 8,6; Polchow 4,5 km). Diese steigt etwas an und fällt dann bis zu einer Gabelung ab. Sie müssen nach rechts abbiegen.


Tipp: Machen Sie einen lohnenswerten Abstecher. Fahren Sie dazu ca. 200 m weiter gerade aus bis zu Rügens dickster Schwarzpappel. Sie steht unter Naturschutz und ist mit ihrem Umfang von 8 m schon sehr beeindruckend Sie liefert den passenden Hintergrund für ein gelungenes Foto zur Erinnerung an Ihre Radtour.
Nun verläuft die schmale, asphaltierte Straße längs einer Zeile hoher Pappeln. Linkerhand wird kurzzeitig die Sicht auf den Großen Jasmunder Bodden frei. Sie fahren durch Felder. Nach einer Doppelkurve radeln Sie nach links auf eine breite Asphaltstraße. Gut, dass auf dieser meist kaum Verkehr ist. Sie passieren ein weiteres, liebevoll restauriertes Gutshaus. Zur Wende war es auch schon in einem beklagenswertem Zustand und dem Verfall preisgegeben. Linkerhand haben Sie teilweise Sicht auf den Großen Jasmunder Bodden, rechterhand sind Felder. Der winzige Ort Martinshafen kündigt sich durch einen unansehnlichen Gewerbebetrieb und Bauschutt an. In ein kleines Wäldchen führt ein Weg zu Kriegsgräbern. Diese Kriegsgräberstätte wurde auch erst nach der Wende in einen würdigen Zustand versetzt. Natürlich vermisst man auch heute noch schmerzlich Denkmäler für eine Million im 2. Weltkrieg getöteter Frauen, Kinder und Greise infolge brutalster und militärisch sinnloser Bombenangriffe der Amerikaner und Engländer, für über 15 Millionen Flüchtlinge und Heimatvertriebene, wovon mehrere Millionen auf ihren Weg umkamen, für 3,2 Mill. gefallener deutscher Soldaten, für 3,4 Mill. Deutsche, die nach dem Krieg, meist in Gefangenschaft, ums Leben kamen, für die deutschen Frauen, welche die Ruinen der völlig zerbombten deutsche Städte beiseite räumten und damit das Weiterleben ermöglichten. Vielleicht würde ja solcherart Gedenken die laufende Vorbereitung eines neuen großen Krieges stören... Widmen Sie einige Minuten Ihrer wertvollen Zeit diesen Menschen, die die Flucht aus den deutschen Ostgebieten schon geschafft hatten und auf Rügen verhungerten oder an Seuchen verstarben.
Nun sehen Sie auch schon linkerhand die Einfahrt zum kleinen Jachthafen. Dieser wenig bekannte, idyllische Ort bietet auf der in den Großen Jasmunder Bodden hineinragenden Mole, eine schöne Aussicht. Pläne zum Um- und Ausbau des Hafens liegen schon in der Schublade.
Erbaut wurde der kleine Hafen Anfang des vorigen Jahrhunderts zum Abtransport der auf Jasmund geförderten Kreide. Gut von hier aus sichtbar ist das gegenüberliegende Ufer des Großen Jasmunder Boddens mit den Banzelvitzer Bergen. Dort befindet sich auch ein beliebter Campingplatz. An einem Kiosk können Sie einen Imbiss zu sich nehmen. Ein guter Ort für eine kleine Rast mit maritimen Flair ist direkt an der Hafenausfahrt. Ab 2016 soll der Ausbau und die toristische Nutzung des Hafens beginnen... Nun aber weiter! Im winzigen Ort Neuhof ignorieren Sie die nach rechts abzweigenden Wege. Sie bleiben immer am Ufer des Großen Jasmunder Boddens. Nun müssen Sie es mit einem unbefestigten Feldweg vorlieb nehmen. Bei Trockenheit ist dieser Weg gut befahrbar. Immer wieder haben Sie eine schöne Aussicht auf den Bodden. Später verdecken Schlehen- und Sandornbüsche die Sicht. Der Feldweg mündet in die Dorfstraße von Polchow. Nach einem Stück Asphaltstraße radeln Sie nun über unangenehmen uralten Kopfsteinpflaster. Ihr Weg führt vorbei an einer Anlegestelle und einem kleinen Kinderspielplatz. Bänke laden Sie zu einer Rast ein. Die Pflasterstraße macht einen Rechtsknick und mündet auf einer Kreuzung. Haben Sie Appetit auf frisch geräucherten Fisch? Dann fahren Sie zuerst über die Kreuzung gerade aus weiter. Nach ca. 100 m sehen Sie auf der rechten Straßenseite die beliebte Fischräucherei und Gaststätte "Peters Fisch". Dieser Familienbetrieb gehört bezüglich Fisch zu den besten Adressen Rügens. Hier wird man Ihren Appetit auf frischen Fisch, ob geräuchert, mariniert, gekocht oder gebraten zu Ihrer vollsten Zufriedenheit stillen.

Tipp: Sie kennen schon das Schloss Spyker und auch Bobbin mit seiner mittelalterlichen Kirche! Dann können Sie ca. 5 km einsparen, indem Sie vorbei an der Fischräucherei die ansteigende Asphaltstraße weiter fahren. Sie verlassen den kleinen Ort und überfahren die viel befahrene Landstraße Sagard - Glowe. Dahinter beginnt der neue, asphaltierte Radweg nach Neddesitz (~~> Stubbenkammer 12,7 km; Lohme 8,3 km; Neddesitz 2,4 km).

Sie möchten weder abkürzen noch eine Pause machen, dann weiter. Biegen Sie an der Kreuzung gleich nach links auf einen breiten aber leider schadhaften, unbefestigten Weg durch die "Kleingartenanlage am Jasmunder Bodden" ein (~~> Glowe 4,1 km; Bobbin 4,6 km). Der Weg verläuft, vorbei an schönen Wochenendgrundstücken, am Ufer des Großen Jasmunder Boddens in ein Naturschutzgebiet. Rechterhand tauchen die Zinnen des Schlosses Spyker auf. An einer Wetterschutzhütte verzweigt sich der Rad-/Wanderweg. Sie biegen nach rechts auf einen nagelneuen, breiten und asphaltierten Radweg ein (~~> Stubbenkammer 17 km; Bobbin 2,5 km, Schloss Spyker 1,3 km). Dieser verläuft längs des Spykerschen Sees und ist großzügig angelegt. Nach einem reichlichen Kilometer gabelt sich der Weg. Sie halten sich rechts. Bei der nächsten Gabelung halten Sie sich links. So gelangen Sie zum sehenswerten, valunroten Schloss Spyker. Erfreuen Sie sich an diesem wunderschönen Gebäude, welches im 14. Jh. gebaut wurde und heute der älteste erhaltene Profanbau der Insel Rügen ist. Nach dem 30-jährigen Krieg schenkte die schwedische Königin Christine dieses Schloss dem Generalfeldmarschall Wrangel als Alterswohnsitz. Dieser hatte Schwedens Truppen im schlimmsten aller Kriege erfolgreich geführt. Wrangel, der nun auch Generalgouverneur von Schwedisch Pommern war, ließ das Schloss im schwedischen Stil umbauen und im ersten Obergeschoss die schönsten Stuckdecken des südlichen Ostseeraums einziehen. Der Hausherr des heutigen 4-Sterne Hotels zeigt ihnen gern diese Kostbarkeit. Im Schlosskeller ist ein guter Platz für eine romantische Rast.
Radeln Sie durch einen mit uralten, seltenen Bäumen bewachsenen Schlosspark. Verlassen Sie dieses Kleinod, indem Sie rechts um das Schloss herum auf die asphaltierte, schmale Zufahrtsstraße Richtung Bobbin gelangen. Gleich zu Beginn befindet sich linkerhand der Hochzeitsbaum, der Ehepaaren nach Durchschreiten eine lange und glückliche Ehe verspricht. Sie sollte es versuchen, es kostet ja nichts und vielleicht beschert er Ihnen dieses große Glück. An der Ortsverbindungsstraße Sagard - Glowe beginnt der straßenbegleitende asphaltierte Radweg nach Bobbin (~~> Stubbenkammer 14,2 km; Lohme 9,7 km; Bobbin 0,7 km). Auf der gegenüber liegenden Straßenseite lädt Sie ein Sauriermodell zum Besuch des 2008 auf Rügen eröffneten Saurierparks ein. Mit über 120 Sauriermodellen in Lebensgröße werden Ihnen hier längs vergangene Zeiten erlebbar gemacht. Der Radweg steigt am OE Bobbin steil an und ist nun gepflastert. Überqueren Sie vorsichtig die viel befahrene Ortsstraße und machen Sie einen kleinen Abstecher zur Kirche St. Pauli. Diese wird erstmals 1250 urkundlich erwähnt und war damals im Besitz des Bergener Klosters. Sie ist im gotischen Stil erbaut und beherbergt ein Taufbecken aus dem 14. Jh. und eine schöne Orgel von 1842. Auf dem Friedhof finden Sie Grabsteine aus dem 18. Jh. Als Patronatskirche des Generalfeldmarschalls Wrangel verfügt sie über eine Ausstattung, die das bescheidene Äußere nicht vermuten lässt. Fahren Sie auf den ansteigenden Bürgersteig weiter bis zum OA. Hier beginnt wieder der asphaltierte Radweg, der nun von der belebten Straße wegführt (~~> Stubbenkammer 13,5 km; Lohme 9 km; Neddesitz 3,1 km). Sie haben noch einmal eine gute Aussicht auf die mittelalterliche Kirche, für deren Sockel sogar noch Feldsteine genutzt wurden. Der Radweg steigt nun steil an. Am Abzweig halten Sie sich links. Übrigens: Wer sein Rad liebt der schiebt!

Tipp: Oben angekommen führt nach rechts ein Pfad auf eine kleine Anhöhe, den Tempelberg (50 m über Meeresspiegel). Von diesem einzigartigen Aussichtspunkt haben Sie eine tolle Sicht auf den Großen Jasmunder Bodden, das Schloss Spyker, den Spykerschen See, Glowe, die Schaabe und das Tromper Wiek. Sie sehen auch schon Ihr Etappenziel Neddesitz mit einer der schönsten Thermen Rügens. Dahinter heben sich weiß die die verlassenen Kreidebrühe von Gummanz ab. Die bewaldeten Höhen am Horizont gehören zum Nationalpark Jasmund, dessen höchste Erhebung der Piekberg mit 161 m sich kaum von seiner Umgebung abhebt. Gönnen Sie sich einige Minuten auf diesem beliebten Aussichtspunkt.
Weiter führt Ihre Tour an einer Wetterschutzhütte vorbei zur Zufahrtsstraße nach Neddesitz. Diese wurde 2007 ausgebaut und ein straßenbegleitender Radweg dazu angelegt. Auf diesem fahren Sie nun Richtung Neddesitz (~~> Stubbenkammer 12,7 km; Lohme 8,3 km; Neddesitz 2,4 km). Der nagelneue, asphaltierte Radweg bringt Sie schnell durch Felder nach Neddesitz. Im Frühjahr und Herbst ist die Chance hunderte Kraniche zu beobachten auf diesem Wegestück sehr groß. Der Radweg endet unmittelbar vor der beliebten Jasmar-Therme im Wohnpark Jasmund.
Tipp: Haben Sie noch ausreichend Zeit und Kräfte? Dann fahren Sie erst einmal gerade aus, vorbei am Spaßbad, weiter. In ihm können Sie zu jeder Jahreszeit einen erholsamen Tag verbringen. Das Spaßbad mit beheizten Außenbecken, großer Rutsche und mehreren verschiedenen Saunen und Ruheräumen bietet alle Gewähr dafür. Am Parkplatz können Sie sich an einer großen Karte orientieren. Vorbei am Hotel Jasmar Ressort Rügen mit dem ins Ensemble eingebundenen, sanierten ehemaligen Gutshaus, führt Ihre Fahrt auf einen Feldweg zu den Kreidebrüchen am winzigen Örtchen Gummanz (~~> Kreidemuseum, Natur- und Kreidelehrpfad). Die weißen Felsen der ehemaligen Kreidebrüche, unser Ziel, sind bereits sichtbar. Biegen Sie an der Wegegabelung nach links in den Privatweg ein. Nach wenigen Metern gelangen Sie zum Kreidemuseum. Hier eröffnet sich ein toller Blick auf Kreidefelsen eines alten Kreidebruches, der von 1859 bis 1962 im Betrieb war. Merken Sie sich den Naturlehrpfad mit dem Aussichtspunkt "Kleiner Königsstuhl" und den Besuch des Museums für einen späteren, schönen Spaziergang vor. Der Naturlehrpfad umrundet die Brüche und bietet Ihnen eine tolle Aussicht bis zum Großen Jasmunder Bodden. Fahren Sie nun zurück bis zur Jasmar- Therme und biegen Sie an der Kreuzung nach rechts (~~> Stubbenkammer 10,3 km; Lohme 5,9 km; Quoltitz 0,8 km) ab.


Anemonenteppiche bedecken Rügens Laubwälder im Frühling

Die Rhododendronallee
bei Semper war ein Außenstandort der IGA 2003 in Rostock

Durch Liebhaber werden zu DDR-Zeiten völlig verfallenen Herrenhäuser wieder zu Schmuckstücken

Rügens dickste Schwarzpappel hat einen Durchmesser von 2,5 m

Der Spykersee ist ein Kleinod unweit des Schlosses Spyker

Das Schloss Spyker schenkte die schwedische Königin Christine 1648 ihren Feldmarschall Wrangel, der 1676 im Schloss verstarb

Der Schlosspark Spyker ist allemal einen Besuch wert

Der Hochzeitsbaum am Schloss Spyker. Gehen Sie mit Ihrem Schatz durch diesen Baum, hält Ihre Liebe ein Leben lang!

Die noch größtenteils mit Feldsteinen erbaute Kirche St. Paul in Bobbin war einst die Patronatskirche von Wrangel

Die luxeriöse Ausstattung der kleinen Dorfkirche ist ein Geschenk des Generalgoverneurs von Schwedisch Pommern, Wrangel

In der Jasmar Therme
in Neddesitz kann man einen Regentag sehr angenehm verbringen

Die Hotelanlage mit Herrenhaus in Neddesitz im Winterkleid

Der "Kleine Königsstuhl" und das Kreidemuseum sind beliebte Ziele für Liebhaber des "Weißen Goldes"

Das Kreidewerk Klementelvitz liefert die begehrte Rügener "Drei-Kronen-Kreide" in alle Welt

 

 

3. Etappe

 

Neddesitz
Quoltitz
Nardevitz
Nipmerow
(Herthasee)
(Victoriasicht)
Königstuhl

 

Länge
ca. 10 km

Fahrzeit
ca. 90 min
+ Fußweg:
ca. 30 min)

Höhenmeter
gesamt
ca. 150

SG 2

Techn. Hilfe
- keine -

 

Bewertung
der Etappe

 

Zustand

Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Kleiner Königsstuhl
bei Gummanz

Hügelkuppe vor Nardevitz
(Schlanteberg
103 m),

Victoriasicht
in der Stubbenkammer

Wetterschutz

Parkplatz
in Lohme

Badestellen

---

Toiletten

Im Nationalpark
Zentrum bzw. Gaststätte

 

Extras

 

Nationalpark
Zentrum
Königsstuhl

2.000 qm Innen und
28.000 qm Außenfläche
Königsstuhl
Nationalpark Bistro
Information
Shop
Theater
Multivisions-Kino
Erlebnisausstellung
Waldspielplatz
Kletterbäume
Parcour

ganzjährig geöffnet
09.00-19.00 Uhr

Preise:
Erwachsene: 7,50 €
Kinder: 3,50 €
Familien: 15 €
Gruppe: 4 €
Parken:
Kleinbus: 6 €
Reisebus: 10,50 €
Tel. 038392/661766


Brunnenaue
in Sagard

Parkanlage mit ehemaliger Badeanstalt
(nicht mehr vorhanden)

Sie wollen schnell weiter! Dann biegen Sie vor der Therme nach links in den neuen, ca. 3 m breiten und asphaltierten Radweg (~~> Stubbenkammer 10,3 km; Lohme 5,9 km; Quoltitz 0,8 km) ein. Der Radweg, der für Anlieger und landwirtschaftliche Fahrzeuge zugelassen ist, führt Sie durch Felder. Linkerhand taucht das Wasserwerk Quoltitz auf. Nun steigt der erst 2009 gebaute Radweg steil durch Felder an. Sie haben eine gute Aussicht auf die Kreidebrüche, die Sie gerade erst verlassen haben. Auf dem Scheitelpunkt angekommen (Bakenberg 112 m) öffnet sich Ihnen eine grandiose Sicht auf die Schaabe, das Kap Arkona, die freie Ostsee und das Laubwaldgebiet des Jasmund mit dem höchsten Berg Rügens, dem Piekberg (161 m NN). Der Radweg fällt nun in Wellen steil ab. Bitte fahren Sie vorsichtig! Nach einer scharfen Rechtskurve gelangen Sie zu einem Gehöft, welches zum nahem Ort Nardevitz gehört. Eine Karte zeigt Ihnen den momentanen Standort. Fahren Sie gerade aus (~~> Stubbenkammer 8,0 km, Nipmerow 2,3 km) auf einen nagelneuen, asphaltierten Radweg. Dieser führt durch Felder und steigt etwas an. Vorbei geht es an einzelnen Gehöften. Sie haben gelegentlich eine gute Aussicht auf das Meer. Der Weg stößt nun am Ortseingang von Nipmerow auf die in der Saison viel befahrene Alleenstraße Sassnitz - Hagen - Glowe.


Tipp: Sie wollen den schönen, an der Steilküste gelegenen Kurort Lohme besuchen! Dann biegen Sie nach links ab (~~> Stubbenkammer 5,6 km, Lohme 1,2 km). Nach ca. 50 m verlassen Sie diese für Radler gefährliche Straße nach rechts. Ein Aussichtspunkt mit Bänken für eine kleine Rast bietet Ihnen eine grandiose Sicht auf die freie See bis zum Kap Arkona, den Kurort Lohme und die Sendemasten von Radio Rügen. Hinter der Anhöhe bringt Sie nun eine nagelneue Asphaltstraße in schneller Schussfahrt zum kleinem Ort Lohme.
Vorsicht beim Einmünden in die Ortsstraße! An deren Verzweigung fahren Sie gerade aus weiter (~~> Stubbenkammer 4,4 km, Ranzow 1,6 km). Der Kurort Lohme wurde weithin bekannt durch den Abbruch großer Teile des Steilufers, vor dem Sie nach rechts abbiegen. Infolge des Abbruchs mussten Gebäude abgerissen bzw. zeitweilig gesperrt werden. Durch Entwässerung wurde der Hang nun befestigt. Die Zukunft des beliebten Ferienortes ist gesichert. Der neue Rad-/Fußweg bringt Sie jetzt in den kleinen Ort. Am Parkplatz haben Sie die Möglichkeit sich bei Regen unterzustellen und in der beliebten Gaststätte einen Imbiss zu nehmen. Ein Abstecher zum Hafen ist möglich, kostet aber viel Kraft. Verlassen Sie den Ort Lohme. Der Radweg endet am OA. Fahren Sie nun auf der ansteigende Kreisstraße weiter. Linkerhand sehen Sie das Schlösschen Ranzow. Zu DDR-Zeiten war hier eine kleine russische Garnison stationiert. Wieder in privater Hand erforderte dies eine Vollsanierung, um den Geruch von Schweiß, Schuhcreme und Waffenöl aus dem Gebäude zu verbannen. Durch ein Golfhotel, Golfplatz und Golfschule soll das Hotel Kunden finden. Sie biegen nun nach Ranzow ab, umfahren dass Schloss und gelangen auf einem uralten, nicht sehr gut zu befahrenen Pflasterweg durch einen schönen Buchenwald zum Königsstuhl.
Ihre Tour verlängert sich um ca. 4 km.

Sie verzichten auf den Umweg und fahren nach rechts in den kleinen Ort Nipmerow. Sie müssen leider die Ortsstraße benutzen. Radweg - Fehlanzeige! Diese verzweigt sich am Ortsausgang. Halten Sie sich links. Fahren Sie in die rechts zum Waldrand verlaufende schmale Asphaltstraße. Vor dem Campingplatz an der Gaststätte "Zur Spechthöhle" biegen Sie links ab. Der Waldweg fällt bis zur Waldkante ab und führt an einem idyllischen Teich vorbei. Nun taucht der Wanderweg ansteigend in den Laubwald der Stubnitz ein. Eine Wegekreuzung überfahren Sie Richtung Königstuhl (~~> Königstuhl 2,7 km, Herthasee 1,7 km, Pfenniggrab 0,6 km).
Der Waldweg steigt nun sehr steil an und bringt Sie zu einem Großsteingrab, welches den Namen Pfenniggrab trägt. Die nachfolgende Wegegabelung fahren Sie nach rechts ab (~~> Herthasee 1,1 km, Königstuhl 2,1 km). Der abfallende Waldweg führt Sie durch einen wunderschönen, alten Buchenwald. Eine erneute Wegegabelung passieren Sie gerade aus (~~> Königstuhl). Der Waldweg ist nun sehr breit und gepflegt. Viele Menschen benutzen ihn täglich um vom Parkplatz Hagen zum Königstuhl zu laufen. Aus unerfindlichen Gründen ist hier durch die Naturparkverwaltung Rad fahren verboten. Um keine Probleme zu bekommen, sollten Sie hier Ihr Rad schieben! Linkerhand erscheint der wunderschöne, sagenumwobene Herthasee. Hier nahm die germanische Göttin Hertha regelmäßig ihr Bad. Alle, die sie dabei sahen, mussten sterben... Verweilen Sie hier unbedingt eine Weile am Ufer und erfreuen Sie sich an den tollen Wasserspiegelungen. Gehen Sie nun unmittelbar am Ufer des Sees weiter bis zum slawischen Burgwall. Diese hochaufragenden mit Buchen bewachsenen Hügel zeugen von einer fernen Zeit. Der Weg zum Königstuhl führt vorbei am Opferstein, dessen "Blutspuren" heute noch sichtbar sind. Nun fällt der Waldweg leicht ab (~~> Königstuhl 1 km). Nach einem kurzem Anstieg mündet der Weg auf der Zufahrtsstraße zum Königstuhl. Diese ist für den öffentlichen Verkehr (außer Busse und Taxis) gesperrt. Sie radeln nach links die abfallende Straße hinab. In der Senke befindet sich rechterhand eine Orientierungstafel und 50 m weiter eine Gaststätte. Gehen Sie die ansteigende Straße bis zum nahen Parkplatz. Hier können Sie Ihre Räder abstellen und dem Nationalparkamt einen Besuch abstatten. Eine öffentliche Toilette finden Sie im Nationalparkamt. Sollten Sie aber nicht mindestens 2 Stunden Zeit haben, ist der Besuch des Nationalparkmuseums und damit verbunden des Königstuhls einfach nur Geldverschwendung.

Tipp: Ich biete Ihnen in diesem Falle einen Abstecher zur Victoriasicht an. Den sollten Sie sich keinesfalls entgehen lassen! Sie könnten Ihre Räder an der Gaststätte in der Senke abstellen und wandern auf den hier beginnenden Wanderweg zur Victoriasicht. Trauen Sie der Sicherheit Ihres Rades nicht, müssen Sie dieses nun ca. 300 m schieben, da das Radeln im Nationalpark verboten ist. Von der nur wenige hundert Meter vom Königstuhl entfernten Victoriasicht haben Sie einen einzigartigen Ausblick auf den Königstuhl, die Kreidesteilküste und die freie See. Die Beobachtungsplattform ist TÜV-geprüft und birgt keine Gefahr. Hier genossen schon König Wilhelm IV von Preußen und seine Gattin Victoria den Blick auf den Königsstuhl und die Kreidesteilküste. Ein Gedenkstein erinnert daran. Im Gegensatz zum Betreten des Königstuhls kostet Sie der Blick von der Victoriasicht keinen Cent! Weiter nach oben finden Sie auf dem Wanderweg noch zwei weitere, sehr gute Fotopunkte. Von hier aus haben Sie eine tolle Aussicht auf den 108 m hohen Kreidefelsen - den Königsstuhl. Übrigens mussten die Rügener Herrscher längst vergangener Zeite, so erzählt die Sage, diesen Felsen von der Meeresseite erklimmen. Warscheinlich hat der weithin bekannte Felsen aber seine Namen vom schwedischen König Carl den XIII, der 1715 auf einen Stuhl sitzend, eine Seeschlacht seiner Flotte gegen die Dänen befehligte. Auch heute gibt es noch Wagemutige, die den Felsen besteigen wollen, aber dabei meist scheitern. Die Feuerwehr rettet diese "Alpinisten" dann aus der Felsenwand. Sie haben Ihr Erinnerungsfoto im Kasten! Dann gehen Sie auf dem gleichen Weg zurück zur Straße.


Diese Straße zwischen Nipmerow und Bisdamitz ist auf den Radwanderkarten als Rügenradrundweg ausgewiesen...

Hotel am Hochufer in Lohme

Der Jachthafen von Lohme. Links davon ereignete sich vor einigen Jahren ein großer Küstenabbruch.

Das Golfhotel Ranzow war zu DDR-Zeiten eine russische Garnison


Der beliebte Wanderweg vom Parkplatz Hagen vorbei am Herthasee zum Königstuhl

Ein wahrhaft göttlicher See - der Herthasee. Hier badete bereits die germanische Göttin Hertha.

Wunderschöner Laubwald am Herthasee

Im Herbst legen die 2011 zum Weltnaturerbe gekürten Rotbuchenwälder des Jasmund ein festliches Kleid an.

Von der Victoriasicht haben Sie den schönsten Blick auf den sagenumwobenen Königsstuhl (108 m) und die Kreideküste

 


4. Etappe

 

Königstuhl
Sassnitz



Länge:
ca. 8 km

Fahrzeit:
ca. 35 min
(auf der Straße)
ca. 80 min
(auf Waldwegen)

Höhenmeter
gesamt:
ca. 60
(auf Straße)
gesamt:
ca. 150
(auf Waldwegen)

SG 1

(auf Straße)

SG 3
(auf Waldwegen)

Techn. Hilfe

Harm Zweirad OHG
Hafenstraße 19B Sassnitz
Verleih und
Reparatur


Tel. 038392 35075
Öffnungszeiten:
Mo - Fr
9:30 - 18:00 Uhr
Samstag
10:00 - 12:00 Uhr

Fahrrad-sock
Fischerring
18546 Sassnitz
Verleih und
Reparatur

Tel. 0174 6708247

 

Bewertung
der Etappe

Zustand

(Straße)

(Waldwege)

Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

(besonders im Hafen von Sassnitz)

Aussicht

Victoriasicht auf
Stubbenkammer,
Fußgänger- Brücke in Sassnitz,
Molenkopf

im Hafen von Sassnitz

Wetterschutz

Badestellen

(im Hafen von Sassnitz)

 

Extras

 

Schmetterlings
Park Sassnitz

Straße der
Jugend 6

Telefon:
038392 / 66442

geöffnet:
01.04. - 31.10.
09.30 - 17.30 Uhr


Erlebnis U-Boot
im Stadthafen

Telefon:
038392 / 31516
Oberon Class
H.M.S. Otus
geöffnet:
01.05. - 31.10.
10.00 - 19.00 Uhr
Eintritt:
Erwachsene: 6,00 €
Kinder: 3,00 €

Reederei Ostseetour
Schiffstouren
im Stadthafen

MS Cap Arkona,
MS Binz zu den Seebädern bzw.
zum Königsstuhl
Tel. 038392 / 3150

Adler-Schiffe
Schiffstouren nach Binz - Sellin - Göhren und Peenemünde
(Insel Usedom)
Tel. 01805 / 123344

St. Johannis
Kirche Sassnitz
Tel. 038392/22509

Tierpark Sassnitz

Steinbachweg 4
Öffnungszeiten:
April - Nov.
10. - 18.00 Uhr
Eintritt: 3,50 €
Tel. 038392/22381

Hafenmuseum
im Stadthafen

Hafenstraße 12
Tel. 038392 57846


Museum für
Unterwasser
Archäologe

Alter Fährhafen
Tel. 038392 / 32300

Gastmahl des Meeres

Vorzügliche Fischgaststätte im Stadthafen
Strandpromenade 2
Tel.
038392 / 5170

Längste Außenmole der deutschen Ostseeküste

ca. 1,5 km mit
Leuchtfeuer

Fischereihafen
mit Museumsschiff und Fischkuttern

 

 

Genießen Sie die wunderschöne Natur im kleinsten Nationalpark Deutschlands. Schon berühmte Vertreter der Deutschen Romantik, wie Caspar David Friedrich, Johannes Brahms, Theodor Fontane und Friedrich Schleiermacher verliebten sich in diese einmalige in Deutschland Landschaft. Ersterer machte die Kreidefelsen durch sein berühmtes Gemälde "Kreidefelsen auf Rügen" unsterblich. Spätestens seit der schwedische König im Nordischen Krieg seine Flotte vom markanten Felsen aus befehligte, heißt dieser Königstuhl und ist das Ziel hunderttausender Urlauber jedes Jahr auf Rügen. Einen großen Dank an unserem Fürsten Malte I zu Putbus, dem es 1807 gelang die beabsichtigte Abholzung der Wälder Rügens durch Napoleons Truppen zu verhindern. 1935 wurde durch das Reichsnaturschutzgesetz dieses Kleinod endgültig gesichert. Seit 2011 sind die Rotbuchenwälder des Nationalparks Jasmund nun auch Weltnaturerbe. In der Kernzone des Nationalparkes wird der Mensch zukünftig nicht mehr in die Natur eingreifen. So können sich vielleicht auch noch spätere Generationen an dieser einzigartigen Natur erfreuen. Ca. 100 Moore mit Moosen, Farnen und über 20 Orchideenarten z.B. Frauenschuh, Knabenkraut und Waldvögelein erstaunen den Besucher. Auf Feuchtwiesen findet man auch fleischfressende Pflanzen wie Sonnentau und Fettkraut oder Sumpfdotterblumen. Rot- und Damwild, Wildschweine, Dachse, Füchse, über 150 Vogelarten inkl. Seeadler und die felsbrütende Mehlschwalbe bevölkern dieses Buchenwaldgebiet.
Multivisonsshow und Ausstellungen geben im Nationalparkzentrum einen ausgezeichneten Einblick in diese traumhafte Natur.


Tipp: Nutzen Sie einen fürs Radeln ungeeigneten Tag und erwandern Sie auf Schusters Rappen die Steilküste von Sassnitz aus bis zum Königsstuhl und weiter zum Parkplatz Hagen. Besuchen Sie bei dieser Wanderung, die zu den 10 schönsten Wanderungen Deutschlands gehört, das Nationalparkzentrum und den Königsstuhl. (Preise Stand 2012: Erwachsene 7,50 €, Kinder ab 6 Jahren 3,50 €)
Dafür sollten Sie mindestens 2 Stunden einplanen. Genießen Sie den Blick vom 118 m hohem Königstuhl auf die Ostsee und das umliegende Steilufer, das Ziel vieler Rügenurlauber ist. Seit der Eröffnung des Nationalparkzentrums im Jahr 2004 zählte dieses 2011 bereits über 2 Mill. Gäste. Für Ihr leibliches Wohl ist hier natürlich auch gesorgt. Der am Königstuhl beginnende Wanderweg entlang der Steilküste nach Sassnitz bietet eine Vielzahl wunderschöner Aussichtspunkte. Mächtige Rotbuchenwälder, die seit 2011 zum Weltnaturerbe gehören, säumen die Steilküste. Winzig klein erscheinen die Menschen unten auf dem Ufer. Und das Meer leuchtet in den verschiedensten Farben. Sowohl kleine Fahrgastschiffe als auch große Fähren durchfurchen die See. Die Reste der weltberühmten Wissower Klinken laden zum Verweilen ein. Dieser einmalige Kreidefelsen ist leider 2005 ins Meer abgerutscht. Alles in allem ein Ausflug der Superlative, aber leider nicht mit dem Fahrrad zu genießen. Allerdings verstoßen immer wieder Radfahrer gegen diese Festlegung! Diese müssen dann mehrere kräftezehrende, steile und schmale Treppen überwinden. Wer mit dem Fahrrad fährt bekommt noch zusätzlich Ärger mit der Nationalparkveraltung. Und dabei wäre ein Radweg auf dem Steilufer ein Radweg der Superlative! Ihre Wanderung, die in Sassnitz beginnen sollte, nimmt dann den ganzen Tag in Anspruch. Nach Sassnitz zurück nehmen Sie dann ab Königsstuhl oder Parkplatz Hagen den Linienbus (RPNV).

Sie verlassen nun dieses schöne Gebiet, welches man auch Stubbenkammer nennt. Radeln Sie vom Parkplatz am Königsstuhl die stark ramponierte Asphaltstraße zurück. Seit der Wende hat sich niemand mehr um den Zustand der Zufahrtsstraße zum Königsstuhl gekümmert. Sie ist in einer schrecklichen Verfassung! Selbst modernste Reisebusse beginnen sich auf dem Weg zum Königsstuhl zu schütteln. Damit soll aber bald Schluss sein! Die Erneuerung dieser für den Individualverkehr gesperrten Straße ist für das nächste Jahr im Plan. Da sie nur durch Busse und Taxen befahren werden darf, haben Sie kaum Verkehr zu erwarten. Die Straße steigt kurvenreich etwas an und mündet am Hotel / Gaststätte "Baumhaus" auf die Ortsverbindungsstraße Hagen - Sassnitz. Obwohl schon mehrere Jahre im Gespräch, gibt es noch immer keinen Radweg vom Königsstuhl bzw. Parkplatz Hagen nach Sassnitz. So müssen Sie sich nun mit der in der Saison stark befahrenen Asphaltstraße begnügen und mit Gottes Hilfe die ca. 7 km bis Sassnitz unbeschadet überwinden. Vielleicht wird nächstes Jahr mit dem Bau eines Radweges von Sassnitz zum Königsstuhl begonnen. Die ungezählten Radler würde es freuen.
Tipp: Möchten Sie die nicht ungefährliche Straße vermeiden und die Etappe leichter gestalten? Dann schieben Sie Ihr Rad auf dem ausgeschilderten Wanderweg, vorbei am wunderschönen Herthasee und der geheimnissvollen Herthaburg nach Hagen (ca. 3 km). Leider ist Radfahren auf diesem sehr breiten Waldweg verboten. Dieses unbegründete Verbot wird oft ignoriert. Am Parkplatz Hagen, wo Sie auch eine umfangreiche Gastronomie erwartet, steigen Sie in den Radbus (Radzfatz) nach Sassnitz. In Sassnitz setzen Sie Ihre Radwanderung laut Etappe 5 fort.

Tipp: Sie möchten weitestgehend auf Waldwegen nach Sassnitz radeln. Dann fahren die für den individuellen Verkehr gesperrte Straße bis zum Hotel "Baumhaus" hoch. Biegen Sie nun nach rechts auf die in der Saison stark befahrene Straße Richtung Hagen ab. Nach ca. 600 m fahren Sie unmittelbar vor dem Parkplatz Hagen auf den linksseitig beginnenden Feldweg. Dieser führt in den nahen Wald. Vorbei an der höchsten Erhebung Rügens, dem Piekberg (161 m), führt der weitgehend unbefestigte Weg sehr wellig durch das Waldgebiet der Stubnitz. Sie passieren die winzigen Örtchen Rusewase und Dargast. Eine Straße führt zum Bahnhof Sassnitz und weiter abfallend zur Fußgängerbrücke in den Stadthafen. Setzten Sie Ihre Tour laut Etappe 5 fort. Leider wird dieser Waldweg durch die Radler ungern befahren. Ursachen dafür sind in erster Linie ungenügende Beschilderung und teils schlechte Oberfläche. Außerdem verlängert sich Ihre Tour um ca. 4 km.
Tipp: Wenn Sie schon müde sind und Ihre heutige Radwanderung stark abkürzen möchten, dann folgen Sie auf dem Waldweg dem Wegweiser nach Rusewase, Promoisel. Weiter gelangen Sie nach Sagard. Hier können Sie sich in einer ungarischen Gaststätte mit einem tollen Shegediner Gulasch stärken. Durchfahren Sie den etwas größeren Ort. Am OA beginnt der straßenbegleitende Radweg zur B96 über Lietzow nach Bergen. So verkürzen Sie Ihre Tagestour um etwa 45 km!
Sie möchten die in der Saison stark frequentierte Straße nach Sassnitz fahren. Dann los! Augen zu und durch! Die Asphaltstraße, die 2015 erst saniert wurde, verläuft wellig durch das wunderschöne Rotbuchenwaldgebiet des Nationalparks. Sie ist nicht sehr breit und so werden sie unfreiwillig zum Verkehrshindernis. Sie werden sicher bemüht sein, diese Etappe so schnell wie möglich zu überwinden und haben somit kaum Möglichkeiten sich an der Natur zu erfreuen.
Tipp: Sollten Sie vom Verkehr auf der Straße genervt sein, gibt es nach ca. 3 km die Möglichkeit nach links in einen Waldweg abzubiegen (-> Waldhalle). Auf dem uralten Weg gelangen Sie zur ehemaligen Gaststätte "Waldhalle". Von hier aus kann man noch einen kurzen Abstecher zu den berühmten Wissower Klinken machen, die leider 2005 ins Meer abgerutscht sind. Von der Waldhalle aus können Sie nun direkt durch den Wald auf einen ziemlich gut befahrbaren Rad/Wanderweg nach Sassnitz radeln. Am OE Sassnitz stoßen Sie auf einen kleinen Parkplatz und eine Buswendeschleife. Fahren Sie auf der gerade aus verlaufenden Straße in den Ort hinein. In einer Senke biegen Sie nach links ab und gelangen so zur Uferpromenade in Sassnitz. Diese fahren Sie, vorbei an einer kleinen Seebrücke und der mit 1,5 km längsten Außenmole Europas weiter bis zur neuen Fußgängerbrücke. Wenn Sie Appetit auf guten Fisch haben, dann ist das Gastmahl des Meeres an der Promenade eine der besten Adressen auf Rügen. Wenn es schnell gehen soll, dann sind z.B. Fischbrötchen, die auf Räucherkuttern und Kiosken mehrfach angeboten werden, die bessere Alternative.
Sie bleiben bis zum bitteren Ende auf der nun anhaltend abfallende Straße nach Sassnitz hinein. Unmittelbar vor der mit über 10.000 Einwohnern zweitgrößten Stadt Rügens wechselt der Straßenbelag auf Pflaster. Auf Höhe der Kirche biegen Sie in die nach rechts abzweigende Aspaltstraße ab. Vorbei am Einkaufscenterhalten Sie sich links und gelangen über die abfallende Straße und einen Kreisverkehr auf einen großen Platz am "Rügenhotel". Übrigens wurde dieses Hotel schon zu DDR-Zeiten durch Schweden gebaut und war in erster Linie für Seefahrer vorgesehen. Für DDR Bürger war das Hotel damals tabu. Überqueren Sie den Platz zu See hin. Eine wunderschöne Fußgängerbrücke führt mit bester Aussicht auf die freie Ostsee in den Fischereihafen Sassnitz.
Am Brückenkopf links befindet sich ein Lenindenkmal. 1917 wurde Lenin mit Unterstützung des Deutschen Kaisers und ausgerüstet mit Millionen Goldmark aus seinem Exil in der Schweiz unter größter Geheimhaltung durch Deutschland über Sassnitz nach Schweden verbracht. Von dort aus ging er mit seinen Getreuen über Finland nach Petersburg. So hat das Kaiserreich sich der Ostfront entledigt und den Kommunismus in Russland zum Sieg verholfen...

Tipp: Biegen Sie beim Verlassen der Brücke erst einmal nach rechts ab. Genießen Sie eine Fahrt durch diesen schönen Hafen zur 1,5 km langen Mole (darf auch befahren werden) und weiter bis zur Seebrücke und den Kurpark. Auf dem Rückweg,wenn Sie Appetit auf guten Fisch haben, kehren Sie im Gastmahl des Meeres, eine der besten Adressen für Fischgerichte auf Rügen, ein oder nutzen das Angebot an Fischbrötchen auf den Fischkuttern im Stadthafen.
Sie wollen keine Abstecher und Umwege mehr, dann geht es nach links in Richtung Mukran / Binz weiter. Ihr Weg führt Sie auf der Promenade vorbei am Fischwerk Sassnitz, welches den deutschlandweit bekannten und beliebten "Rügenfisch" produziert. Dieses Werk wurde bereits zu DDR-Zeiten gebaut und nach der Wende aufwändig rekonstruiert.
Die DDR verfügte über die weltgrößte, hochseetüchtige Fangflotte mit modernen Fang- und Verarbeitungsschiffen, die im Atlantik und sogar an den Küsten Afrikas fischte.
Heute existiert auf Rügen nur noch eine bescheidene Küstenfischerei, die zudem noch durch die rigorosen EU-Fangqouten zunehmend erdrosselt wird.



Das Nationalparkzentrum am Königsstuhl zählt 2004 bereits über zwei Millionen Besucher seit der Wende


Der Wanderweg von Sassnitz zum Königsstuhl gehört zu den 10 schönsten Wanderwegen Deutschlands

Im zeitigen Frühjahr und nach starken Regenfällen sollte man Spaziergänge am Hochufer meiden

Ca. 100 Moore und über 20 Orchideen-arten sind im NP Jasmund beheimatet

Urlauber auf der Suche nach den beliebten "Hühnergöttern" und verschiedenen Fossilien

Das könnte ein Motiv gewesen sein, welches Caspar David Friedrich animierte sein berühmtes Bild "Kreidefelsen auf Rügen" zu malen


Das Hotelrestaurant "Baumhaus Hagen" ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen im Nationalpark Jasmund

Tausende Urlauber bewundern die Kreideküste jährlich von See aus

Das Hotel Fürstenhof  zeugt von besseren Zeiten der Stadt Sassnitz.

Das Hotel Fürstenhof ist ein Wahrzeichen von Sassnitz



Eine der schönsten Fußgängerbrücken Deutschlands führt seit der Wende in den Fischereihafen Sassnitz

Das Fischwerk Sassnitz produziert schon seit Jahrzehnten die beliebten Konserven "Rügenfisch"

Nach der Wende zogen große Teile der in der DDR stationierten Sowjetarmee über Sassnitz in ihre Heimat ab (hist. Bild vom Autor).


Eines der schönsten Schlösser Norddeutschlands fiel 1948 Kulturbarbaren zum Opfer

 

5. Etappe

Sassnitz
Dwasieden
Dubnitz
Mukran


Länge:

ca 5 km


Fahrzeit:

ca. 40 min

Höhenmeter
gesamt:
ca. 60

SG 2-3

(auf Waldweg)

SG 1-2

(auf Radweg)

Techn. Hilfe

Harm Zweirad OHG
Hafenstraße 19B Sassnitz
Verleih und
Reparatur
Tel. 038392 35075

Öffnungszeiten:
Mo - Fr
9:30 - 18:00 Uhr
Samstag
10:00 - 12:00 Uhr


Fahrrad-Sock
Fischerring
18546 Sassnitz

Verleih und
Reparatur

Tel. 0174 6708247


Bewertung
der Etappe

 

Zustand


(auf Waldweg)



(auf Radweg)

Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung



(im Stadthafen von Sassnitz, Café Peters am OA Mukran)

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen

(in Mukran am Strand der Prorer Wiek Richtung Prora)

 

Extras

 

Schmetterlings
Park Sassnitz

Straße der
Jugend 6
Tel. 038392 / 66442
geöffnet:
01.04. - 31.10.
09.30 - 17.30 Uhr

 

Ruine des Schlosses von Dwasieden

Großsteingrab
im Wald von Dwasieden

Golfplatz Sassnitz

Telefon:
0171 / 1865646

Fischwerk
Mukran

Werksverkauf von Konserven "Rügen Fisch"

 

Fährhafen Sassnitz-Mukran

Fähren nach Trelleborg (Schweden), Rhoenne (Dänemark) und Kleipeda (Litauen)
Tel. 038392/55111

Feuersteinfelder bei Mukran

Der Weg beginnt am Parkplatz am OA Mukran Richtung Binz

Café Peters in Mukran

Kaffeetrinken
mit Seesicht
Tel. 038392 3100

 

 

 

In Sassnitz, der nördlichsten Stadt der ehemaligern DDR, haben Sie sich eine Pause verdient. Im Hafen bietet sich dazu eine umfangreiche Gastronomie an. Sehr beliebt auf Rügen ist das Gastmahl des Meeres mit einer reichhaltigen Speisekarte zu erschwinglichen Preisen. Dafür werden Sie aber möglicherweise nicht die nötige Zeit haben. Gleich mehrere Anbieter verwöhnen Sie mit frischer Räucherware und Fischbrötchen. Sehr schmackhaft sind die Fischbrötchen vom Fischkutter im Stadthafen. Von der fast 1,5 km langen Mole haben Sie einen wunderschönen Blick auf diese Hafenstadt, die langsam wieder im alten Glanz ersteht. Fahren Sie nun die Uferpromenade entlang. Allerorten werden Fischbrötchen und Grillwaren angeboten. Falls Sie mal einen Ruhetag benötigen, können Sie auch von Sassnitz aus Schiffstouren zum Königstuhl unternehmen. Besonders vormittags, im Schein der aufgehenden Sonne, sind die Kreidefelsen ein unvergessliches Erlebnis. An der Mole haben Sie auch die Möglichkeit ein britisches U-Boot und einige Museen zu besichtigen. Die neue, originelle Fußgängerbrücke zum Stadtzentrum ist ein weiteres Highlight. Sie wurde schon einmal als die schönste Fußgängerbrücke Deutschlands gekürt. Am Ende des Hafens befindet sich der Fischverarbeitungsbetrieb "Rügen Fisch". Er wurde schon zu DDR-Zeiten gegründet und hat die Wende überlebt. Seine Konserven haben deutschlandweit einen sehr guten Namen. Dahinter steigt die Pflasterstraße steil an. Linkerhand führt eine interessante Holzbrücke, die einmal für den Königsstuhl vorgesehen war, in den Buchenwald hinein. Dort finden Sie die Reste und Trümmer eines der schönsten und wertvollsten Schlösser Norddeutschlands. Aber selbst diese sind noch sehenswert. 1877 vom Berliner Bankier Adolph von Hansemann erbaut (Architekt Friedrich Hitzig, ein Schüler von Friedrich Schinkel), wurde es zum Entsetzen der Sassnitzer 1948 im Auftrag der deutschen Behörden in der Sowjetischen Besatzungszone gesprengt. Eine mögliche Umnutzung war durch die Sowjetische Administration eingeräumt worden... Hass auf Faschismus und Adel einerseits und mangelndes Kulturniveau andererseits waren wohl die Ursachen für diesen barbarischen Akt. Der Abstecher nimmt nur ca. 15 Minuten in Anspruch. An der Straßengabelung haben Sie nun zwei Möglichkeiten weiter nach Mukran zu fahren:


a) Sie haben ein Mountenbike und ziehen Ruhe und Natur guten, aber straßenbegleitenden Radwegen vor:

Dieser Radwanderweg ist seit Juni 2015 nicht mehr passierbar, da durch Privatbesitzer gesperrt!!!
Das ist leider ein Trauerspiel!!!
Bitte nutzen Sie die Variante b)

Nach den Küstenabbrüchen im Frühjahr 2012 war diese landschaftlich schöne Strecke nur für sportliche Radler, die auch schlechtere Wege und Uferabbrüche nicht scheuen, zu empfehlen!
Heute kommen noch willkürliche Sperrungen durch "Privatbesitzer" dazu. An der Straßengabelung zweigen Sie nach links ab (--> Kriegsgräberstätte). Als Liebhaber tropischer Schmetterlinge sollten Sie sich als Schlechtwettervariante den rechterhand befindlichen Schmetterlingspark Merkurius vormerken. Die Asphaltstraße steigt weiter bis zur neuen Berufsschule Sassnitz an. Fahren Sie nach links zum Stadion und biegen Sie unmittelbar davor links ab (--> Kriegsgräberstätte). Auf einem Waldweg gelangen Sie zu einer gepflegten Kriegsgräberstätte. Über 150 Lancaster-Bomber griffen am 6. März 1945 Sassnitz an. Weitere 41 Bomber stürzten sich auf die auf Reede liegende Evakuierungsschiffe. Es wurden in einer halben Stunde über Sassnitz 4913 Tonnen Bomben, darunter Luftmienen und Brandbomben, abgeworfen. Das Lazarettschiff „Robert Möhring“ mit 737 Schwerverwundeten und Flüchtlingen an Bord, ging in Flammen auf und sank. Weitere Schiffe und Boote folgten. Weit über 700 Flüchtlinge und 500 Militärangehörige, meist Verwundete sowie 167 Sassnitzer verloren dabei ihr Leben. Wanderer halte inne und gedenke der Opfer, die in den letzten Kriegstagen durch den barbarischen und militärisch völlig sinnlosen Luftangriff ihr Leben verloren...
Sie setzen Ihre Fahrt auf dem Waldweg fort, der nun eine Senke durchläuft. Danach überqueren Sie ein Wegekreuz und gelangen zu einigen großen Findlingen, einen Großsteingrab aus der Jungsteinzeit Linkerhand beginnt ein naturbelassener, leicht sandiger Radweg. Dieser fällt ab und trifft an einer steilen Rechtskurve, an welcher sich bis zum Küstenabbruch eine Wetterschutzhütte befand, auf das Steilufer. Im weiteren steigt der Radweg wieder an und bietet eine tolle Aussicht auf das neue Fischwerk Mukran und die Ostsee. Der Radweg durchquert einen kleinen aber idyllisch gelegenen Golfplatz. Hier umfahren Sie einen weiteren Küstenabbruch, der den Radweg mit ins Meer spülte. Sie kommen nun an einem einzelstehenden Gehöft und Kleingärten vorbei. Dahinter bietet sich Ihnen direkt am Hochufer eine ausgezeichnete Aussicht auf das Fischwerk (Rügenkrone),welches nach der Wende durch die Holländer gebaut wurde und die Bucht "Prorer Wiek". Linkerhand, unmittelbar am Gehöft, ist ein weiterer Küstenabbruch sichtbar. Setzten Sie ihre Fahrt auf einen breiten Feldweg mit sehr mäßiger Oberfläche durch Felder fort. Linkerhand sehen Sie das Industrie- und Hafengebiet von Mukran. Hier wurden bis 2011 tausende von Rohren für die Gaspipeline von Lubmin nach Russland (Wyborg) mit Spezialbeton ummantelt. Auch die Betonteile für die U-Bahn in Kopenhagen kamen von Mukran. In der Senke verzweigt sich der breite Feldweg. Biegen Sie nach links ab. Nach einer Doppel-S-Kurve gelangen Sie zur Zufahrtsstraße in den Hafen Mukran. Biegen Sie auf dieser nach rechts ab und nutzen Sie den mit der Straße leicht ansteigenden straßenbegleitenden Radweg. Vorbei am riesigen Findling "Jastor", welcher aus dem Hafenbecken geborgen wurde, gelangen Sie zur Ampelkreuzung. Hier treffen Sie auf die Tour der Variante B (~~> Binz 10 km; Neu Mukran 1,2 km).


b) Sie wollen schnell und sicher ans Ziel kommen:
Dann fahren Sie am Schmetterlingshaus rechts die Pflasterstraße hoch. Biegen Sie die erste Abzweigung nach links in eine ansteigende Ortsstraße ab (~~> Binz 16 km; Neu Mukran 5,1 km). Ihr Weg steigt, vorbei an einer Radausleih- und Servicestation, im Wohngebiet an. An einer Wendeschleife halten Sie sich links und gleich wieder rechts. Folgen Sie einfach den kleinen Hinweisschildern für Radler. Durch ein paar alte Garagen gelangen Sie auf eine breite Ortsstraße.
Biegen Sie auf diese Straße nach links ein. Die Straße hat einen breiten Fuß-/Radweg aus Betonplatten, den Sie nutzen sollten. Sie steigt nach einer Rechtskurve durch ein DDR-Plattenbaugebiet mit Märkten an. Sie passieren ein Alten- und Pflegeheim und gelangen in ein Neubaugebiet mit schönen Einfamilienhäusern. Nun haben Sie gut befahrbare, gepflasterte Radwege. Am Ortsausgang von Sassnitz stoßen Sie auf eine Kreuzung. Überqueren Sie die viel befahrene Ortsverbindungsstraße Sassnitz - Mukran. Biegen Sie nach links auf den neuen Radweg nach Neu Mukran ein (~~> Bergen 20 km; Binz 13 km; Fährhafen 2,9 km). Dieser asphaltierte und straßenbegleitende Radweg von Sassnitz nach Neu Mukran wurde erst 2007 gebaut. Er verläuft ein Stück eben und fällt dann systematisch ab. Nur selten haben Sie Sicht zur belebten Straße, welches Ihnen sicher sehr angenehm ist. Rechterhand fahren Sie an Feldern mit Hanglagen vorbei. Passieren Sie den Abzweig nach Drosevitz und tangentieren Sie das winzige Dörflein Dubnitz. Hier könnten Sie sich bei Regen im Buswartehäuschen unterstellen oder auch im Ort ein schönes Gutshaus und riesige Eiben bewundern. An der Ampelkreuzung am OE von Neu Mukran treffen sich die Wege a und b.

Tipp: Haben Sie Lust auf einen Abstecher zum Fährhafen Mukran? Dann Biegen Sie links zum Hafen ab (~~> Hafen). Am Straßenrand sehen Sie einen Findling mit Namen "Jastor", der aus dem Hafenbecken geborgen wurde. Er besteht aus Granit, wiegt 91 Tonnen und hat ein Volumen von 34 qm. Im Fährhafen legen riesige Fähren nach Trelleborg, Bornholm und Petersburg ab. Von einer Beobachtungsstelle aus können Sie sich den Fährbetrieb ansehen. Übrigens kann man auf der zu Dänemark gehörenden Insel Bornholm sehr gut Radeln. Die Fähre benötigt bis Ronne nur 3,5 Stunden. Gelegentlich können Sie auch riesige Kreuzfahrtschiffe bewundern, die hier anlegen um die Highligths Rügen zu erleben. Für diesen Abstecher benötigen Sie ca. 30 min.

Tipp: Wenn Sie schon müde sind, gibt es hier die Möglichkeit Ihre Tour stark zu verkürzen. Fahren Sie an der Ampelkreuzung nach rechts. Der straßenbegleitende, asphaltierte Radweg verläuft längs der Bahnanlagen. Nach Überqueren der Gleise gelangen Sie zur B96. Überqueren Sie diese an der Ampelkreuzung und fahren Sie nach links auf den straßenbegleitenden Radweg. Dieser bringt Sie schnell über Lietzow nach Bergen zurück. Sie sparen ca. 30 km ein.


Sie haben keine Zeit für einen Abstecher und wollen auch Ihre Tour nicht abkürzen, dann überqueren Sie die Ampelkreuzung und fahren auf dem leicht abfallenden Fußweg weiter. (~~> Binz 10 km; Neu Mukran 1,2 km). Sie müssen nun drei Brücken passieren. Radweg - Fehlanzeige! Nutzen Sie den schmalen Fußweg linksseitig der Straße. Bitte nehmen Sie Rücksicht auf entgegenkommende Radler und Fußgänger. Sie entschädigt eine sehr gute Sicht auf den Fährhafen Mukran und die Bucht "Prorer Wiek".


Ein moderner Seenotrettungskreuzer vor der Skyline von Sassnitz


Die Schlossruine eines der wertvollsten und schönsten Schlösser Norddeutschland im Wald von Dwasieden

Für einen Regentag ein tolles Extra - der Schmetterlingspark in Sassnitz

Auf dem Soldatenfriedhof im Wald von Dwasieden ruhen viele Opfer des barbarischen und dazu noch sinnlosen anglo-amerikanischen Bombenangriffs am 6. März 1945 auf Sassnitz

Blick vom Hochufer Dwasieden auf die Prorer Wiek

Eines von 54 heute noch auf Rügen existierenden Großsteingräbern befindet sich am Waldrand von Dwasieden

Das Gutshaus in Dubnitz ist ein gutes Beispiel für die Erhaltung unserer wunderschönen Gutshäuser

Der riesige Findling "Klein Helgoland" markiert die Zufahrt zum Überseehafen Sassnitz - Mukran

Einfahrt der Fähre aus Trelleborg (Schweden) in den Hafen Sassnitz Mukran

Der Hafen Mukran war eines der letzten, großen Bauprojekte der DDR. Durch diesen Hafen wurde Warenaustausch mit der UdSSR unter Umgehung Polens ermöglicht.


Der Fährhafen Mukran ist das Tor zu den befreundeten Ostseeanrainerstaaten

 


6. Etappe

Mukran
Prora


Länge:
ca. 6 km

Fahrzeit:
ca. 40 min

Höhenmeter
gesamt: 0

SG 0

Techn. Hilfe
---

 

Bewertung
der
Etappe

 

Zustand


Erlebnis


Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Strandblick
hinter der
Jugendherberge
und in Mukran

Wetterschutz

Badestellen

(auf der gesamten Länge von Mukran bis Binz feinsandiger Badestrand)

 

Extras

 

INFO-Point Prora
KdF & NVA-Museum
Rüg-Museum
Bildergalerie
DDR-Technik
Wiener Kaffeehaus...

Block 3 im KdF-Seebad
09-19.00 Uhr
geöffnet
Tel.
038393/32696
sehr sehenswert!!!

Doku Zentrum
Machturlaub
Prora

Tel. 038393/13991
09.30-19.00 Uhr
geöffnet

Eisenbahn & Technik
Museum in Prora

Tel. 03831/2650210
geöffnet
10 - 17.00 Uhr

Experimenta Das verrückte Labor in Prora

Tel. 038393/131318

Seilgarten Prora

Tel. 0173/7202931
10 - 18.00 Uhr

Deutsche Bahn

Telefon-Auskunft
01805/ 0046950875

Rügener
Personen
Nahverkehr (RPNV) mit Radmitnahme

Radzfatz
Tel. 03838/202955

Jagdschloss Granitz

Tel. 038393/2263

Kur-
Verwaltung
Ostseebad Binz

Tel. 038393/148148

Fremden-
verkehrs-
verein Binz

Tel. 038393/665740

Wohnmobil-
Oase Binz

Tel. 0157/74283715

Caravan- &
Mobil-Camp
P. Meier

Tel. 038393/2085

Funktaxi Binz
Tel. 038393/2424

Deutsche Bahn
Telefon-Auskunft
01805/ 0046950875

Evangelische
Kirche Binz
Tel. 038393/2269

Katholische
Kirche Binz
Stella Maris
Tel. 038338/209351

IFA Rügen Hotel & Ferienpark
in Binz
Tel. 038393/92030
Schwimmbad und Sauna

Seehotel Binz-Therme Rügen
in Binz

Tel. 038393/61500
Schwimmbad und Sauna

Jugendherberge
in Prora
Tel. 038393/66880
direkt am Strand

 

Der Hafen Mukran wurde 1986, also noch zu DDR-Zeiten, fertiggestellt. Er sollte damals einen störungsfreien Warenaustausch zwischen der DDR und der Sowjetunion gewährleisten. Polen war nicht zuletzt durch das Wirken Walensas unsicher geworden. Nach der Wende wurde der Hafen weitgehend saniert während die Anlagen im Hinterland verfielen. Heute ist er wieder begehrt, da er als einziger Hafen Deutschlands das Umspuren der Eisenbahnzüge von der Normalspur auf die russische und finnische Breitspur ermöglicht. In Russland gilt Mukran als der westlichste Bahnhof der Transibirischen Eisenbahn. Leider hat sich durch den Boykott Russlands durch die EU und USA der Warenumschlag stark verringert. Sicher sehen Sie eine der riesigen Fähren oder gar ein Fahrgastschiff im Hafen liegen. Hinter den Brücken bleiben Sie am besten auf der linken Seite und befahren einen schmalen Steig entlang der in der Saison viel befahrenen Straße durch Neu Mukran.


Tipp: Sie haben sich am Großen Jasmunder Bodden erfreut und die wunderschöne Kreideküste und die Hafenstadt Sassnitz und Mukran genossen. Aber nun sind Ihre Kräfte erschöpft. Dann haben Sie nun eine weitere Möglichkeit Ihre Tour stark abzukürzen. In einer lang gestreckten Linkskurve in Neu Mukran biegen Sie nach rechts von der Straße ab (--> Staphel 1 km). Eine alte Betonplattenstraße führt Sie vorbei an einem verfallenen Plattenbau in ein Waldgebiet. Auf den teils sandigen, teils morastigen aber durchaus noch befahrbaren Waldweg gelangen Sie zum Bahnhof Lietzow und dahinter auf die B 96. Nun fahren Sie auf dem bereits bekannten, straßenbegleitenden Radweg weiter bis Bergen. So sparen Sie ca. 30 km Weg ein.

Sie halten noch durch. Also vorwärts! Die Ortsstraße steigt nun an. Linkerhand passieren Sie die neue Bäckerei Peters. Hier bietet sich ein Café für eine Pause mit Seesicht und ausgezeichneten Kaffee und Kuchen an. Hinter einem Parkplatz beginnt linkerhand der breite, asphaltierte Radweg nach Binz (~~> Binz 8,4 km, Prora 4,0 km). Der Radweg entfernt sich nach wenigen Metern von der belebten Straße. An einem Parkplatz haben Sie die Möglichkeit die wenigen Meter bis zum Strand zu gehen und den ein- bzw. ausfahrenden Fähren zuzuschauen. Sie haben hier eine gute Sicht auf das Prorer Wiek und den Etappenort Binz. Hinter dem Parkplatz nach einer steilen Linkskurve geht rechts ein Abzweig zu den Feuersteinfeldern (~~> Feuersteinfelder 2,0 km).
Tipp: Eine riesige Ansammlung dieser funkensprühenden Steine inmitten einer Heidelandschaft ist einmalig auf Rügen und in ganz Europa. Die mehrere Meter dicken Steinschichten sind ein wirkliches Kleinod. Heben Sie sich den Ausflug zu den Feuersteinfeldern für einen Wandertag zu Fuß auf. Heute würde dieser Abstecher mit Sicherheit zuviel Zeit in Anspruch nehmen.

Möchten Sie sich unbedingt die Feuersteinfelder heute ansehen, dann fahren Sie vom Radweg ab (~~> Feuersteinfelder 2,0 km), überqueren die Straße nach Binz und fahren über einen Parkplatz in den Nadelwald hinein. Folgen Sie den Schildern. Nach ca. 2 km gelangen Sie an die Feuersteinfelder. Auf dem gleichen Waldweg radeln Sie zurück zum Radweg nach Prora - Binz. Benötigte Zeit: ca. 1 Stunde.


Sie wollen aber sicher schnell und bequem nach Prora und Binz gelangen. Deshalb fahren Sie auf den nicht nur in Saison stark befahrenen sehr angenehmen Radweg weiter (~~> Binz 7,6 km; Prora 3,2 km). Das Asphaltband schlängelt sich längs der Dünen durch einen schönen Kiefernwald. Rechterhand tangentieren Sie einen kleinen Parkplatz. Übrigens ein Geheimtipp für einen etwas ruhigeren Strandaufenthalt. Auch Sie dürfen hier ein Bad nehmen! Badehose vergessen? Kein Problem, hier badet jeder wie er es möchte und die meisten nackt. Linkerhand passieren Sie die Ruinen von zwei, nach dem Krieg gesprengten Gebäuden des riesigen, fast 5 km langen, KdF-Seebades der 20.000. Hinter den Ruinen befindet sich der 2007 fertiggestellte Jugendherberge mit Zeltplatz mit 900 Plätzen.
Tipp: Sie haben noch Muße für einen kleinen, aber feinen Abstecher. Dann fahren Sie durch das Tor auf das Gelände der längsten Jugendherberge Europas, die im nördlichsten Block des KdF-Bades 2011 ihre Pforten geöffnet hat. Unmittelbar vor der Jugendherberge fahren Sie nach links zum Strand. Auf den Dünen finden Sie eine Aussichtsplattform mit einem sehr ansprechenden Denkmal aus DDR-Zeiten. Eine tolle Aussicht auf das Prorer Wiek, Sassnitz und die Kreidesteilküste entschädigt Sie für den Umweg. Fahren Sie danach weiter auf der Straße, vorbei an der Jugendherberge und noch unsanierten Blöcken des ehemaligen KdF-Seebades. Umfahren Sie ein einstöckiges Gebäude und schon sind Sie in einem bereits sanierten Teil des KdF-Seebades. Zu DDR-Zeiten war hier eine Offiziershochschule für außländische Militärkader untergebracht. Heute gibt es hier Privatwohnungen mit Seeblick für etwas betuchte Bürger. Die Sanierungsarbeiten dauern noch an und lassen erahnen, welche gigantische Wohnstadt sich hier entwickeln wird. Nach rechts führt Sie dann die Zufahrtsstraße wieder auf Ihren Radweg nach Binz. Dieser kleine Umweg kostet Sie nur 10 min. und lohnt sich.
Sie verzichten auf den Abstecher! Dann fahren Sie einfach weiter. Nach 100 m endet der angenehme Radweg auf einer breiten asphaltierten Radfahrstraße, der ersten und bis 2016 auch einzigen auf Rügen. Das Befahren mit Kfz ist nur Anliegern gestattet. Biegen Sie nach links, Richtung Binz, auf diese breite Straße ein (~~> Binz 5,2 km, Prora 0,8 km). Linkerhand passieren Sie nun einige Gebäude. In Prora Nord, einem Ortsteil der mit dem KdF-Seebad entstand, beginnt wieder der asphaltierte Radweg. In den netten kleinen Häusern waren während des Baus der gigantischen KdF-Anlage die Bauarbeiter untergebracht. Später waren Sie für das Personal dieser riesigen, fast 5 km langen Ferienanlage für 20.000 deutsche Urlauber vorgesehen. Von 1936 - 1939 befanden sich ständig über 2000 Arbeiter auf dieser Riesenbaustelle. Die damals hohe Arbeitslosigkeit auf Rügen fiel durch dieses Bauprojekt schnell auf Null. Heute sind diese voll unterkellerten und sanierten Häuser äußerst begehrt. Sie überqueren am Eisenbahnmuseum die Zufahrtsstraße zur ehemalige Offiziershochschule (OHS) für Offiziersanwärter der befreundeten sozialistisch orientierten Staaten.
Tipp: Geschichtsinteressierten empfiehlt sich ein kurzer Abstecher in die ehemalige OHS "Otto Winzer". Das Denkmal des einstigen Außenministers der DDR steht noch am Eingang. Ebenso das KdP-Gebäude mit den Arrestzellen. Im riesigen KdF-Block waren die Dienstzimmer, Unterkünfte und Lehrklassen. Rechterhand hinter einem Wall befindet sich der Sportplatz und dahinter der sogenannte Park, Hallen mit der schweren Technik und Bewaffnung. Kommandiert wurde die OHS von Generalmajor Seefeld. Das ehemalige KdF-Bad, welches für die damalige Zeit, bezüglich Idee und Ausführung, weltweit einzigartig war, ist einen Besuch wert. Hier sollten erstmals in der deutschen Geschichte die einfachen Arbeiter und Angestellten einen äußerst preiswerten Urlaub (für 2 RM /Tag /Person) an Traumstränden verbringen können. Zusammen mit acht riesigen Urlaubsschiffen, sollten fünf solcher Seebäder zukünftig jedem Deutschen Arbeiter und Angestellten einen erschwinglichen Urlaub im Jahr ermöglichen. Übrigens hatten alle Zimmer dieser langen Ferienanlage Meeresblick! Eine Festhalle für alle 20.000 Urlauber, zwei Schwimmbäder 40 x 100 m und ein Aussichtsturm mit Café, eigene Schulen und Kindergärten, Gewächshäuser, Klinik u. a. sollten den Aufenthalt zu einem Erlebnis machen. Der Auftraggeber war die NS-Organisation "Kraft durch Freude". Adolf Hitler persönlich wollte 1942 dieses erste NS-Seebad einweihen. Der beginnende 2. Weltkrieg verhinderte die Fertigstellung. Nach der Wende stand die unter Denkmalschutz stehende Anlage viele Jahre leer und geriet in einen beklagenswerten Zustand. Seit einiger Zeit sind nun fast alle Teile der Anlage verkauft. Sanierung und Umbau zu Wohnungen verlaufen in einer atemberaubenden Geschwindigkeit. Prora wird eine eigene Stadt und nicht wieder zu erkennen sein.
Sie haben mit DDR-Geschichte nichts am Hut, dann radeln Sie auf dem Radweg vorbei am Eisenbahnmuseum. Ein mit Rügenmotiven bemaltes Gebäude am straßenbegleitenden Radweg bietet für DDR-Nostalgiker viel Interessantes. Dahinter zweigt nach links die Zufahrtsstraße ins KdF-Seebad ab.
Tipp: Nehmen Sie sich die Zeit für einen kleinen aber sehenswerten Umweg. Biegen Sie also nach links vom Radweg ab. Die breite Asphaltstraße führt auf einen großen Platz, den Appellplatz, der zu DDR-Zeiten hier angesiedelten Militärtechnischen Unteroffiziersschule. In den Blöcken sind heute einige Museen untergebracht. Zu DDR-Zeiten waren im 1939 nur im Rohbau fertiggestellten Seebad über 15.000 Soldaten untergebracht. Zu den hier angesiedelten militärischen Einrichtungen zählten: die Offiziershochschule "Otto Winzer" (nach der Wende als "Terroristenschule am Meer" verschrien), die Militärtechnische Schule, die technische Unteroffiziere für die NVA zur Verfügung stellte, ein Regiment Militärtransportwesen und Baupioniere (Spatensoldaten), die maßgeblich am Bau des Überseehafens Mukran beteiligt waren, eine Militärmusikschule und das Erholungsheim "Walter Ulbricht" (später Prora) für Angehörige der bewaffneten Kräfte der DDR. Für einen Regentag merken Sie sich einen Besuch im KdF- und NVA-Museum vor. Hier finden Sie auch das 18 m Modell des Seebades, welches 1937 zur Weltausstellung in Paris mit der Goldmedaille geehrt wurde und eine Menge interessanter Zeitdokumente. Leider soll das Museum, welches über 100.000 Urlauber Jahr für Jahr in seinen Bann zog, mit der bevorstehenden Sanierung verschwinden. Ein schlimmer Verlust für Rügen und die Zeitgeschichte!!! Fahren Sie auf der langgezogenen, altehrwürdigen Plattenstraße, vorbei am NVA- KdF-Museum. Verlassen Sie das Gelände auf der nach rechts abbiegenden neuen Asphaltstraße. Diese bringt Sie zur so genannten Innenstraße und dem straßenbegleitenden Radfweg. Biegen Sie nach links, Richtung Binz weiter. Dieser Umweg nimmt nur wenige Minuten in Anspruch und ist lohnenswert!.
Sie wollen nur noch schnell nach Binz, dann fahren Sie auf dem Radweg weiter. Nach wenigen Metern gelangen Sie nach Prora Ost. Das ist das zweite kleine Dörfchen, welches im Zuge des Baus des Seebades entstand. Hier wohnten in den größeren Häusern die Mitarbeiter der Bauleitung und der äußerst fähige Bauleiter Willi Heidrich. In den dahinter liegenden einstöckigen Häusern waren die Arbeiter der KdF-Ferienanlage untergebracht. Diese voll unterkellerten Häuser sind heute sehr begehrt! Am Ortsrand von Binz endet dieser Radweg, der sicher einer der schönsten und am häufigsten benutzten Radwege Rügens ist.


Dieser wunderschöne Radwanderweg über den Golfplatz ist heute Privat und gesperrt!

Das Fährterminal im Hafen Sassnitz - Mukran

Die Eisenbahnfähre nach Trelleborg (Schweden) legt im Hafen Sassnitz - Mukran an

Die Rohre für die 1200 km lange Erdgastrasse von Wyborg(Russland) nach Lubmin (D) wurden in Mukran verschifft

Die Feuersteinfelder bei Mukran sind einzigartig in Europa und immer einen Abstecher wert

Das KdF-Seebad
in Prora auf Rügen
sollte 20.000 deutschen Urlaubern einen erschwinglichen Urlaub bieten...

Das Modell des geplanten KdF-Seebades erhielt 1937 zur Pariser Weltausstellung den Grand Prix



Besonders nach Stürmen findet man neben Muscheln auch so manchen Bernstein als Erinnerung an den Rügenurlaub

Das Denkmal hinter der Jugendherberge Prora ist DDR-Kunst und hat die Wende überlebt

Die beiden Ortsteile Prora entstanden 1937-1939 mit dem KdF-Seebad für die Angestellten dieser gigantischen Anlage

An den Stränden der Prorer Wiek erholt sich jeder nach seiner Fasson

Außerhalb der Ortszentren erholt sich an Rügens Stränden jeder nach seinen Vorstellungen


7. Etappe

 

Prora
Binz

 

Länge
ca 3 km

Fahrzeit
ca. 20 min

Höhenmeter
gesamt: 0

SG 0

Techn. Hilfe Deutschmann
Am Großbahnhof
und neben der
Tankstelle
Tel. 038393/32420
Pauli´s Radshop
Hauptstraße 9a
Tel. 038393/66924

 

Bewertung
der Etappe

Zustand


Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung


(in Binz auf der Hauptstraße und auf der Seepromenade)

Aussicht


(in Binz aauf der Seebrücke

Wetterschutz

Badestellen


(auf der gesamten Länge feinsandiger Badestrand)

 

Extras

Kleinbahn
Rasender
Roland
Tel. 03838/813594

ÖPNV
Radzfatz
Tel. 038338/202955

Biegen Sie auf der Straße rechts ab, überqueren Sie vorsichtig die Gleise um gleich wieder links auf den neuen asphaltierten Radweg aufzufahren (~~> Sellin 11,9 km). Unmittelbar vor dem OE Binz verlassen Sie den Radweg und überqueren die in der Saison sehr stark befahrenen Straße (~~> Sellin 10,9 km; Schmachter See 1,3 km). Halten Sie sich links! Nach rechts zweigt eine Straße zur bekannten Sandskulpturenshow ab, die jährlich in Binz viele Urlauber in ihren Bann zieht. Vorbei an einem Garagenkomplex umfahren Sie das neue Binzer Stadion. Ihr Weg führt nun längs des Ufers des Schmachter Sees zur Schmachter See Promenade. Fuß- und Radweg sind voneinander getrennt und im Bestzustand. Diese sehr schöne Promenade entstand als Außenstandort der IGA 2003 in Rostock. Bänke bieten Wanderern eine angenehme Pause. Ausgestellte Skulpturen sind sehenswert. Ein Café mir Seeblick lädt Sie zum Verweilen ein.


Tipp: Die Zeit für einen Abstecher nach Binz hinein müssen Sie sich unbedingt nehmen!
Binz ist heute das prominenteste Seebad auf Rügen. Um 1860 gab es hier nur wenige Bauern- und Fischerkaten und einen Dorfkrug. Nach dem siegreichen Krieg Preußens gegen Frankreich 1871 setzte ein Bauboom ungeahnten Ausmaßes ein. Bereits 1884 wird Binz zum Badeort. Der Ort hat heute ca. 5.700 Einwohner (2016). Ein Drittel aller Übernachtungen auf Rügen, d.h. 2,2 Mill. Übernachtungen (2011) weist dieses weithin bekannte Seebad aus. Allgemein gilt: jeder 3. Urlauber in M/V kommt nach Rügen, jeder 3. davon nach Binz!
Fahren Sie die Schmachter Seestraße hoch (~~> Seebrücke 0,7 km). Vorbei an einer öffentlichen Toilette gelangen Sie zur stark frequentierten Durchfahrtsstraße. Überqueren Sie diese und schieben Sie dann am besten das Rad die sich anschließende Hauptstraße bis zur Seebrücke. Von der Seebrücke aus haben Sie einen tollen Blick auf das Panorama und das Wahrzeichen von Binz, das 1908 erbaute Kurhaus, heute ein beliebtes 5-Sterne Hotel. Auf der nach rechts und links verlaufenden Promenade sind immer viele Menschen unterwegs. Genießen Sie den Trubel und vor allem die wunderschöne Bäderarchitektur. Hier sind die Worte des Altbundeskanzlers Kohl von den blühenden Landschaften wahr geworden... Zeit und Gelegenheit für ein schönes Erinnerungsfoto. Im Sommer bietet Binz eine Vielzahl von Veranstaltungen auf dem Kurplatz bzw. am Strand. Hier finden Sie auch alles an Essen und Trinken was Ihr Herz begehrt. Einem Bade in den kühlen Fluten des Ostsee steht nichts im Wege.
Besonders zu empfehlen ist italienisches Eis in der Hauptstraße und Fischbrötchen am Ende der Promenade am Fischerstrand.
Zu Kaiserszeiten bevölkerten die meist adligen Gäste des Fürsten zu Putbus diese schönen Strände. Damals ging es mehr um "Sehen und Gesehen" werden. Geschäfte wurden abgewickelt und Ehen angebahnt. Nur ganz mutige wagten sich in den Badeanstalten ins Wasser. Binz entwickelte sich nun rasant zu einem der renommiertesten Ostseebäder. 1895 konnte man Binz dann auch mit der Kleinbahn, den Rasenden Roland, von Putbus aus erreichen. Durch den Bau der 560 m langen Seebrücke im Jahre 1902 für 130.000 Mark, entfiel das lästige Ausbooten der Urlauber von den auf Reede liegenden Schiffen. Binz hatte damals schon 10.000 Urlaubsgäste im Jahr! Das waren natürlich nur adlige Damen und Herren und Vertreter des Großbürgertums. Mit dem 1. Wekltkrieg kam das Urlaubswesen in Binz und anderswo zum Erliegen. Zur heute viel gepriesenen Weimarer Zeit, kamen Neureiche, Schieber und Spekulanten, welches nicht zuletzt den Adel abschreckte. Im Dritten Reich sollte durch den Bau des KdF-Bades bezahlbarer Urlaub für den "Kleinen Mann" möglich werden. Der Krieg verhinderte das Vorhaben. Im Krieg wurde Binz die rettende Insel für tausende Kinder, die im Rahmen der Kinderlandverschickung den anglo-amerikanischen Bombenterror in den deutschen Großstädten entkamen. Zu DDR-Zeiten wurden 1953 durch eine Polizeiaktion namens Rose alle Hotel- und Pensionsbesitzer kriminalisiert und enteignet. Der FDGB der DDR übernahm nun das Urlaubswesen. Die Wismut, eine Deutsch-Sowjetische AG zum Uranabbau im Erzgebirge, und der FDGB bauten Binz weiter zu einem Erholungsort aus. Es entstanden die heute noch herausragenden großen Ferienheime. Diesmal für die einfachen Menschen. Ein Urlaub an der Ostsee war für die DDR-Bürger ein Traum, der nur schwer zu verwirklichen war. Die wunderschöne Bäderarchitektur der Gründerzeit, die keinerlei Kriegseinwirkungen ausgesetzt war, verfiel, während neue, riesige Ferienheime gebaut wurden. Die Wende 1989 kam gerade noch rechtzeitig um das Flair der Kaiserzeit für die Nachwelt zu bewahren.
Ca. 400 .000 Urlauber besuchten 2015 das renommierte Seebad Binz mit seinen Traumstränden an der Prorer Wiek. Genießen auch Sie Ihren Aufenthalt in diesem wunderschönen Ort und spazieren Sie dann zurück zum Radweg am Schmachter See.

 

Die wunderschöne Promenade am Schmachter See entstand 2003 als Außenstandort der IGA in Rostock

Die Bäderarchitektur der Rügenschen Seebäder strahlt Freude, Frohsinn und Urlaubsfeeling aus und erfreut in Binz rund 400.000 Urlauber jährlich.

Bis zur Wende 1989 waren die Strandvillen, Hotels und Pensionen auf Rügen in einem beklagenswertem Zustand und vom Verfall bedroht

Die riesigen Ferienheime des DDR-Feriendienstes sind heute moderne und hochpreisige Hotels

Idyllisch gelegene Pensionen am Schmachter See


8. Etappe

 

Binz
Serams
Lancken Granitz
Groß Stresow

  

 

Länge
ca. 8 km

Fahrzeit
ca. 50 min

Höhenmeter
gesamt: 90

SG 2

Techn. Hilfe

Deutschmann
Am Großbahnhof
und neben der
Tankstelle
Telefon:
038393/32420
Pauli´s Radshop
Hauptstraße 9a
Telefon:
038393/66924

 

Bewertung
der Etappe

 

Zustand

Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

(Kiosk in Groß Stresow)

Aussicht

(am Boddenufer und in Groß Stresow)

Wetterschutz


(Schutzhütten bei Lanken-Granitz, Klein Stresow und Freetz

Badestellen


(am feinsandigen Strand in Binz)

(am Boddenufer in Groß Stresow)

 

Extras

 

Deutsche Bahn

Tel. 01805/
0046950875

Rügener
Personen
Nahverkehr (RPNV) mit Radmitnahme

Radzfatz
Tel. 03838/202955

Jagdschloss Granitz
Tel. 038393/2263

Kur-
Verwaltung
Ostseebad Binz

Tel. 038393/148148

Fremden-
verkehrs-
verein Binz

Tel. 038393/665740

Caravan- &
Mobil-Camp
P. Meier
Tel. 038393/2085

Funktaxi Binz
Tel. 038393/2424

Folgen Sie nun den Radweg auf der zweigeteilten Promenade (Radweg / Fußweg) am Schmachter See entlang in Richtung Mönchgut Granitz / Sellin (~~> Sellin 9,5 km, Mönchgut Granitz). Im Frühling blühen hier hunderte Rhododendrons. Vorbei geht es am "Garten der Sinne", welcher übrigens, wie auch die Promenade, ein Außenstandort der IGA 2003 in Rostock radeln war. Einige technische Geräte auf der Promenade erinnern Sie an den Physikunterricht. Immer wieder haben Sie einen tollen Ausblick auf den renaturierten Schmachter See mit seiner vielfältigen Vogelwelt. Nach einer steilen Linkskurve führt der Radweg durch einen von Menschen angelegten Baumtunnel. Die wunderschöne Promenade mündet auf eine Asphaltstraße. Sie halten sich rechts, Richtung Sellin. Die kaum befahrene, schon etwas in die Jahre gekommene Straße verläuft vorbei an schönen Pensionen am Ufer des Schmachter Sees (~~>Mönchgut Granitz, Sellin 9,1 km). Am Waldrand endet die Straße und ein gut befahrbarer Waldweg führt in Ufernähe in einen altehrwürdigen Rotbuchenwald hinein. Die Natur nimmt Sie nun ganz gefangen. Im Frühling blühen hier tausende Anemonen. Sie bleiben auf den unbefestigten Radweg unmittelbar am Ufer des Schmachter Sees bis zum Bahnübergang des "Rasenden Rolands". Überqueren Sie die Gleise. Der nunmehr breite, asphaltierte Radweg führt zu einem Randgebiet von Binz, welches nach der Wende mit wunderschönen Ein- und Mehrfamilienhäuser bebaut wurde. Biegen Sie nach wenigen Metern rechts ab (~~> Sellin 7,2 km; Mönchgut). Am Ortsrand weist ein Schild auf der linken Straßenseite auf eine nahe Radlerrast hin.


Tipp: Sie sind eisenbahninteressiert und eine Pause ist angenehm? Dann machen Sie in Richtung der angezeigten Radlerrast einen Abstecher. Nach 200 m kommen Sie zum Kleinbahnhof Binz. Hier können Sie einen guten Imbiss einnehmen und sich die guten alten Dampfloks der Rügener Bäderbahn ganz aus der Nähe ansehen. Die Gesamtstrecke des "Rasenden Rolands" beträgt heute nur noch 24 km (ehemals über 100 km). Mit historischen, fast 100 Jahre alten Dampflokomotiven und Waggons fahren Sie von Putbus / Lauterbach über Binz bis nach Göhren. Die Fahrradmitnahme ist möglich! Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 30 km/h. Im 2-Stunden-Takt werden die 13 Stationen der Kleinbahn angefahren. Das ist Eisenbahnromantik pur! Und dabei können Sie noch Kaffee und Kuchen genießen.
Tipp: Für heute reicht es Ihnen und Sie möchten Ihre Mammuttour einfach nur abkürzen! Dann steigen Sie in Binz in den Rasenden Roland. Dieser bringt Sie sicher und ausgeruht in einer knappen halben Stunde nach Putbus (Preise 2015: Einzelfahrkarte 4,00 € / Radkarte 3,00 €). Famileinkarte 8,40 €.
Sie sparen damit fast 20 km ein! In Putbus angekommen, folgen Sie der Beschreibung laut Etappe 11.

Nun steigt der Radweg längs einer Kleingartenanlage, in welcher übrigens auch der Autor der Webseite, seinen Garten hat, leicht an. Unmittelbar vor dem ältesten Gehöft von Binz, biegen Sie nach rechts auf den Radweg nach Serams ab (~~> Serams 2,1 km; Groß Stresow 6,0 km; Sellin 9,0 km). Der großzügig angelegte, asphaltierte Radweg windet sich durch Wiesen. Hier sollte schon 2012 ein Golfplatz entstehen. Er lässt Gott sei Dank noch auf sich warten. An einer Waldkante steigt der Weg für Rügener Verhältnisse sehr steil an. Nach einem leichten Gefälle gelangen Sie in das winzige Dörfchen Serams. Biegen Sie auf der Dorfstraße nach rechts ab. Durchfahren Sie den Ort. Durch ein Wäldchen bringt Sie das 2011 fertig gestellte Radwegestück zu einer Straßenkreuzung mit der B196. Halten Sie sich hier links und überqueren Sie die abzweigende Straße nach Binz (~~> Sellin 6,5 km). Setzen Sie Ihre Fahrt auf den im ersten Abschnitt nunmehr steil ansteigenden Radweg fort. Der asphaltierte Radweg verläuft längs der Bundesstraße B196 am Rande der Granitz Richtung Sellin. Glücklicherweise sind Sträucher und Bäume zwischen dieser belebten Straße und dem Radweg bzw. der Radweg führt meist nicht unmittelbar an der Straße entlang. Ab dem Abzweig der Deutschen Alleenstraße nach Putbus verläuft der Radweg anfangs noch wellig, dann überwiegend eben. Unmittelbar vor Lancken-Granitz verlassen Sie den Radweg und überqueren vorsichtig die Bundesstraße B196. Ihre Fahrt verläuft nun auf einer schmalen, sanierungsbedürftigen Straße Richtung der Großsteingräber / Preetz / Neu Reddevitz. Nach einer Doppelkurve geht ein Wiesenpfad nach rechts zu der in unmittelbarer Nähe gelegen Großsteingrabanlage aus der Jungsteinzeit (3000 - 1500 v. Chr.).
Tipp: Dieser Abstecher von wenigen Minuten sollte drin sein. Schieben Sie das Rad den ansteigenden Feldweg hoch. Nach wenigen Metern erscheinen schon die ersten Gräber dieses Gräberfeldes. Bewundern Sie die Leistungen der Menschen der damaligen Zeit. Nur mit Hilfe von Rollen, Hebeln und Steinbeilen wurden die gewaltigen Findlinge bewegt und gestapelt. So entstanden die ältesten Baudenkmale in Norddeutschland, die heute noch existieren. Die hünenhaften Großsteingräber dienten als Grabanlage für jeweils eine Sippe. In der nachfolgenden Bronzezeit ging man zu den weniger kraftaufwändigen Hügelgräbern über. Die Grabanlage bei Lancken Granitz ist die besterhaltenste auf Rügen! Übrigens auch ein tollen Motiv für ein Erinnerungsfoto!
Fahren Sie zurück zur Asphaltstraße und weiter, bis Sie an ein Wegekreuz (Fünffingerweg) mit Orientierungstafel kommen. Biegen Sie halbrechts auf den Fernradweg 6 der Rügenradrundtour ein (~~> Putbus 10 km; Groß Stresow 3 km, Ziegensteine 1,2 km) . Nun fahren Sie auf einen naturbelassenen Radweg mit leichtem Gefälle durch ein Waldgebiet. Vorbei führt Sie Ihr Weg am Großsteingrab "Ziegensteine". Sie verlassen das große Waldgebiet an einer Wetterschutzhütte. Der naturbelassene Radweg verläuft nun durch Wiesen mit Sicht auf den Rügenschen Bodden nach Klein Stresow. Kaum spürbar passieren Sie diesen winzigen Ort. Fast völlig eben radeln Sie direkt am Bodden bis nach Groß Stresow. Anmutige Pensionen empfangen Sie. Am Wegrand grüßt Sie der Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. in Form einer überlebensgroße Statue. Das daneben stehende, neu aufgebaute "Verräterhaus", zeugt von der Anlandung der Preußen und Dänen im Jahre 1715 in der Stresower Bucht. Aus dem Verräterhaus wurde die Nachtanlandung durch Lichtsignale ermöglicht. Die Schwedischen Truppen wurden geschlagen und Rügen kam für ein halbes Jahr wieder unter dänische Herrschaft. Am Ende des Nordischen Krieges (1700 -1721) ging es wieder an Schweden zurück. Nach Ihrem Besuch im quirligen Seebades Binz wird Ihnen die Ruhe und Einsamkeit dieses kleinen Ortes gut tun. Im Ort gabelt sich die Straße. Halten Sie sich links und fahren Sie zum nahen, winzigen Strand. Hier bietet sich Ihnen wieder eine gute Sicht auf den Rügenschen Bodden und das südliche Mönchgut. Ein schöner Platz für eine kurze Rast! Auch einem Bade steht nichts im Wege. Um zu schwimmen, muss man in Boddengewässern allerdings weit in die See hinein laufen.



Schön, dass die filigrane und anmutige Bäderarchitektur der Kaiserzeit nach der Wende restauriert wurde und heute die über 1 Mill. Urlauber jährlich auf unserer Insel erfreut

Mit 30 km/h jagt die ca. 110 Jahre alte Rügener Bäderbahn "Rasender Roland" mit fast 100 Jahre alten Dampflokomotiven von Göhren über Binz nach nach Putbus
(ca. 24 km)



Über 800 Brutpaare Weißstörche gibt es noch in M/V. Einige davon sind auch auf Rügen zuhause.

Jungsteinzeitliche Hünengräber gab es auf Rügen früher in großer Zahl. Heute existieren noch ca. 50 solcher Grabanlagen.
Die schönsten findet man unweit von Lanken Granitz

Groß Stresow ist der ideale Urlaubsort für Ruhe suchende Menschen ein. Hier ist auch in der Saison vom Urlaubstrubel nichts zu spüren...


Schöne Pensionen mit Seesicht und maritimen Flair laden in Groß Stresow zu einem ruhigen Urlaub auf Rügen ein


Von Groß Stresow schweift Ihr Blick über den Rügenschen Bodden bis zum Mönchgut

 

 

9. Etappe


Groß Stresow
Muglitz
Lauterbach

Länge
ca. 7 km

Fahrzeit
ca. 35 min

Höhenmeter
gesamt: 45

SG 1-2

Techn. Hilfe
- keine -

Bewertung
der Etappe

Zustand

Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

(Kiosk in Groß Stresow und Gastronomie im Hafen Lauterbach)

Aussicht

(am Boddenufer und in Lauterbach)

Wetterschutz

(Schutzhütte am Waldrand vor Preetz)

Badestellen

(am Bodden in
Groß Stresow)

Extras

Press Bahn
Putbus- Bergen
Tel. 0180/1773771

ÖPNV
Radzfatz
Tel. 038338/202955

Exkursion
auf die Insel Vilm von Lauterbach
Voranmeldung
038301/61896

Marina
im-jaich in Lauterbach
Tel. 038301/8090

Nachdem Sie den Fischern beim Einholen der Netze bzw. beim Angeln zugeschaut haben oder sich noch mal erfrischt haben geht es weiter. Am OA von Groß Stresow bietet Ihnen ein Kiosk einen kleinen Imbiss bzw. ein Eis an. Genießen Sie es direkt am Boddenufer. Setzen Sie Ihre Fahrt auf dem breiten, asphaltierten Radweg in Richtung Freetz fort. Dieser verläuft eben längs des Ufers mit Sicht auf den Rügischen Bodden. Nach einer Rechtskurve steigt er mit dem Ufer an. Nun versperren Büsche die Seesicht. An seiner höchsten Stelle umfasst er ein einsam gelegenes Wohnhaus und fällt danach nach Muglitz hinein ab. Muglitz besteht nur aus wenigen, aber schönen Häuschen. Nun steigt der großzügige, asphaltierte Radweg wieder an und gibt den Blick frei auf die Insel Vilm. Auf der Anhöhe am Waldrand finden Sie eine Wetterschutzhütte, die Ihnen bei Regen Unterschlupf gewährt. Lassen Sie Ihren Blick übers Meer in die Ferne schweifen. Der Radweg fällt relativ steil nach Freetz hinein ab. Fahren Sie bitte nicht zu schnell! Unmittelbar vor Freetz biegen Sie nach links in einen schmalen Weg ein (~~> Putbus 4,3 km; Stralsund 40 km; Groß Schoritz 17 km; Lauterbach 3,3 km). Genießen Sie die uralten Kopfweiden am Wegesrand. Der Weg führt nun durch Wiesen und über eine kleine stählerne Brücke. Kurz vor Erreichen des Waldrandes finden Sie links einen Rastplatz direkt am Ufer mit Bänken. Ein idyllischer Ort um innezuhalten und Kräfte zu sammeln. Nun führt der naturbelassene Weg in das sehr kleine Naturschutzgebiet Goor. Wunderschöner Laub- und Mischwald umfängt Sie.
An einem Wegekreuz im Wald machen Sie einen Abstecher (gerade aus) zur unter Naturschutz stehenden Schirmeiche (~~> Schirmeiche 0,1 km). Diese Eiche ist 28 m hoch und hat einen Umfang von 5,80 m! Fahren Sie die wenigen Meter zurück zur Kreuzung und weiter Richtung Putbus (~~> Putbus 2,0 km). Der Waldweg steigt an und verläuft dann meist eben weiter. Ein Abstecher zum nahen Ufer mit Blick auf die Insel Vilm lohnt sich.


Tipp: Direkt auf dem Ufer verläuft ein wunderschöner Wanderweg, immer mit Seesicht. Radfahren ist hier leider nicht erwünscht! Aber wenn Sie Ihr Rad mal einige 100 m schieben möchten, dann genießen Sie diesen beliebten Weg. Auch gibt es mehrere Treppen zum Ufer. Nutzen Sie den breiten Weg, welcher auf die 2015 fertig gestellte Uferpromenade von Lauterbach führt. Hier gibt es eine öffentliche Toilette und einen schönen Kinderspielplatz und viele Bänke direkt am Ufer des Rügenschen Boddens. Wandern Sie auf der Promenade vor bis zum Hotel Haus Goor. Hier setzen Sie Ihre Tour laut Beschreibung fort. Der Abstecher beansprucht ca. 20 min.
Genießen Sie den Blick auf die geheimnissvolle Insel. Sie wurde bereits 1935 unter Naturschutz gestellt. Die ersten Jahre nach dem Krieg war sie frei zugänglich, welches der Insel nicht von Nutzen war. In den 60er Jahren entstanden auf dem Eiland einige einstöckige, reetgedeckte Ferienhäuser für die oberste Führungsriege der DDR. Die Insel wurde militärisches Sperrgebiet und durfte nicht mehr betreten werden. Der eher seltene Urlaubsaufenthalt von DDR-Prominenz fügte der Natur keinen Schaden zu. Nach der Wende übernahm die Internationale Naturschutzakademie die Insel und die darauf befindlichen Gebäude. Heute darf diese Insel in einer Gruppe bis 30 Teilnehmern täglich besucht werden. Die Wanderung auf Vilm nimmt ca. 1,5 Std. in Anspruch und darf nur mit Führung durch einen Ranger erfolgen. Ein Besuch lohnt sich! Wo in Deutschland gibt es Wälder wo der Mensch seit über 80 Jahren nicht mehr in die Natur eingegriffen hat?
Am nach der Wende neu erstandenen Badehaus "Goor", dem ehemaligen Friedrich-Wilhelm-Wilhelm Bad, verlassen sie den Wald. Umfahren Sie das historische Gebäude mit seinem weithin bekannten Säulenportal. Biegen Sie in die Fürst-Malte Allee ein (~~> Garz 14,6 km; Putbus 2,9 km). Mit der ersten Abzweigung nach links statten Sie der Marina "Am Jaich", einen großen Jachthafen, Ihren Besuch ab. Genießen Sie dieses Flair. Übrigens können Sie hier kleine Ferienhäuser, die direkt im Wasser stehen, für Ihren nächsten Urlaub buchen. Am Ende der Marina gelangen Sie durch eine Pforte zum Kleinbahnhof. Von hier startet der legendäre Rasende Roland über Binz, Sellin und Baabe nach Göhren. Sie können aber auch durch das Hafengelände und eine Unterführung der Bahnlinie weiter Radeln. Vorbei an einer Bootswerft, die auf Rügen und darüber hinaus einen guten Namen hat, neuen Pensionen und einem Fischgeschäft gelangen Sie zum Hafen von Lauterbach. Das Räucherschiff "Berta" bietet Ihnen einen schmackhaften Fischimbiss. Weitere ungezählte Imbissstände sollten alle Ihre Wünsche erfüllen. Hier stehen Ihnen auch öffentliche Toiletten zur Verfügung (2016 - 0,50 €). Bänke laden zur Rast ein. Sie treffen in der Saison hier immer viele Urlauber. Lauterbach ist auch Zielort des jährlich stattfindenden Vilmschwimmens, welches immer eine große Resonanz findet. Von hier aus fahren Schiffe der Weißen Flotte nach Baabe und Gager oder um die Insel Vilm. Fahrräder werden selbstverständlich mitgenommen.


Pension bei Muglitz. So lieben die Urlauber unsere schöne Insel.



Das Hotel Goor. Ein Denkmal aus DDR-Zeiten für Julius Fucik mahnt uns noch heute: Menschen, ich hatte euch lieb, seid wachsam!"



Im zeitigen Frühjahr bringen die Fischer den Brotfisch Rügens, den Hering an Land.

Wer Fisch nicht selbst zubereiten möchte, ist am Räucherschiff Berta im Lauterbacher Hafen an der richtigen Adresse

Im August findet das Vilmschwimmen von der Insel zum Hafen in Lauterbach statt.

 


10. Etappe

 

Lauterbach
Putbus

 

Länge
ca. 2 km

Fahrzeit
ca. 20 min

Höhenmeter
gesamt: 50

SG 1-2

Techn. Hilfe
---


Bewertung
der Etappe

 

Zustand


Erlebnis

Natur

(Englischer Landschaftspark zu Putbus)

Erholung

(im Park zu Putbus)

Versorgung



(Lauterbach am Hafen, Putbus Rosencafé...)

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen
---

 

Extras


Putbus
Information

Tel. 038301/431

Kleinbahn
Rasender
Roland

Tel. 03838/813594

Press Bahn
Putbus- Bergen

Tel. 0180/1773771

ÖPNV
Radzfatz

Tel. 038338/202955

Verlassen Sie diesen gastlichen Ort, vorbei am Gebäude der Fischereigenossenschaft "Insel Vilm". Fahren Sie ein Stück auf der Ortsstraße. Am Ortsausgang von Lauterbach beginnt links der gepflasterte, straßenbegleitende Fuß- / Radweg nach Putbus.


Tipp: Sollten Sie sich für die frühzeitliche Geschichte Rügens interressieren, dann könnten Sie einen kleinen Abstecher zu einem der besterhaltenen Großsteingräber auf der Insel machen.
Dazu Überqueren Sie die Kreuzung und folgen einem Pfad längs eines Gitterzaunes in Richtung Wald. Der Pfad verläuft neben den Gleisen der Bahnlinie Lauterbach - Putbus - Bergen. Durch ein eingesetztes drittes Gleis fährt hier auch der "Rasende Roland". Unmittelbar an der Waldkante begrüßt Sie das jungsteinzeitliche Großsteingrab. Es ist eines der wenigen Gräber, die noch einen Deckstein haben. Gehen Sie zur Kreuzung am OA Lauterbach zurück. Der Abstecher beansprucht ca. 20 min
.
Vorbei an einem kleinen Einkaufscenter verläuft der gepflasterte Rad- / Fußweg leicht ansteigend nach Putbus. Sie werden Ihren Augen nicht trauen, aber am Wegrand steht ein Wohnhaus auf dem Kopf. Dieses Haus darf besucht werden und verschafft Ihnen geniale Urlaubsfotos. Längs des Putbuser Parks steigt der Radweg steiler an.
Tipp: Sollte Sie noch etwas Zeit und Muße haben, radeln Sie am Beginn des fürstlichen Parks durch das Eingangstor in den Park hinein. Schieben Sie am besten auf dem naturbelassenen Weg das Rad und genießen Sie die dendrologischen Besonderheiten dieses englischen Landschaftsparks. Nach überqueren einer Asphaltstraße, sehen Sie das Denkmal des auf Rügen hoch geachteten Fürsten Malte I. Die 4 Seiten zeigen die Verdienste des Fürsten: sein Leben für die Wissenschaft (z.B. Gründer des fürstlichen Pädagogiums in Putbus), die Teilnahme an den Befreiungskriegen gegen die napoleonische Fremdherrschaft ( z.B. Teilnehmer der Völkerschlacht bei Leipzig), die Erhebung in den Fürstenstand (2007 durch Schweden und 1817 durch Preußen), Fürst Malte als Förderer der Künste (Bildhauerrei - Thorwaldsen, Architektur - Schinkel und Malerei - Kolbe). Linkerhand befindet sich der fürstliche Marstall, heute die längste Konzertbühne in M/V und gerade aus der Schlossplatz mit den Schloßterassen. Das einst wunderschöne Schloss wurde 1962 auf Anweisung der DDR-Behörden gesprengt. Am Schlossteich vorbei gelangen Sie zur Kirche und dahinter zum Wildgehege. Begeben Sie sich am Wildgehege zur Hauptstraße und fahren Sie auf dem Rad-/Fußweg zurück zum Markt. Dieser Weg ist kein Umweg und nimmt nur einige Minuten in Anspruch. Diese Zeit werden Sie unter Garantie nicht bereuen!
Vorbei am Rosencafé, wo im Jahre 1866 Fürst Bismark Teile der Verfassung des Norddeutschen Bundes schrieb, gelangen Sie an einem kreisrunden Platz, namens Circus. Putbus wurde durch den preußischen Architekten Steinmeyer faktisch am Reisbrett konzipiert. Den Mittelpunkt stellte der Circus mit seinen kreisrunden klassizistischen Gebäuden dar. In der Mitte steht ein Obelisk mit der Fürstenkrone. Sollte Putbus einmal einen reichen Gönner finden, wird diese sicher vergoldet. Verdient hätte es der Fürst für seine gewaltigen Verdienste für Putbus und die ganze Insel Rügen allemal! Hervorstechend ist das linksseitig gelegen fürstliche Pädagogium. Nach so vielen Jahren Bildungsarbeit in allen davor liegenden Gesellschaftssystemen ist nun leider sein "Lehrauftrag" beendet und seine Zukunft ungewiss. Das erste Haus rechts, das ehemalige Kronprinzenpalais, wird heute von der Naturschutzakademie genutzt. Für das Wahrzeichen von Putbus sollten Sie sich etwas Zeit nehmen. Eine Radwanderkarte gibt Ihnen Auskunft zu den Radwegen um Putbus. Fahren Sie weiter auf dem naturbelassenen Radweg längs der Deutschen Alleenstraße. Der Weg führt vorbei an der Orangerie. Durch das Tor haben Sie einen Blick in den schön gestalteten Innenhof. Hier wurden bei Anlage des Parkes viele tropische Bäume bis zu 30 Jahre akklimatisiert. Dahinter ist der weit über die Grenzen Rügens bekannte fürstliche Park zu Putbus. Neben einer wunderschönen Kirche, den liebevoll restaurierten Schlossterassen, der Fürstengruft, dem Marstall und Denkmälern des Fürsten finden Sie eine einzigartige Parklandschaft mit vielen seltenen, uralten Bäumen. Ein Freigehege macht den Besuch besonders für Kinder attraktiv. Den Park sollten Sie ich in aller Ruhe einmal an einem Ruhetag ansehen.
Der naturbelassenen Radweg fällt ab. Am fürstlichen Theater überqueren Sie an einer Fußgängerampel die viel befahrene Deutsche Alleenstraße. Das Theater erstrahlt innen wie außen wieder im alten Glanz. Nach Wende wurde es für viele Millionen DM saniert. Es ist für Rügen und seine Urlauber eine tolle Bereicherung der Kulturlandschaft und für jeden Besucher ein Erlebnis. Auf dem Marktplatz sehen Sie ein monumentales Heldendenkmal, gewidmet den Gefallenen der Region Putbus, die in den siegreichen Kriegen Preußens gegen Dänemark, Österreich und Frankreich ihr Leben ließen. Das Denkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege befindet sich im Park, hinter der Kirche und ist sehenswert. Die weiße Stadt am Meer und wie Sie sicher schon bemerkt haben, die Rosenstadt, hat für Urlauber einiges zu bieten. Planen Sie für Putbus am besten einen gesonderten Tag ein (Puppenmuseum, Uhrenmuseum, Kirche, Park, Theater, Rasender Roland...).

 

Lassen Sie sich Ihre Sinne im "Haus Kopfüber" am OA Lauterbach verwirren

Im Frühling ist der Putbusser Park von Bärlauch übersät

Der Bismarkstein im Putbuser Park trägt seit der Wende 1989 wieder seine Inschrift

Der ehemalige Pferdestall des Fürsten ist heute eine Konzerthalle

Die heutige Kirche war einstmals der Kursalon für die adligen Gäste des Fürsten Malte I

Der Schwanenteich mit Schlossterassen

Das Kriegerdenkmal auf dem Markt in Putbus


11. Etappe

Putbus
 Neklade
Bergen


Länge
ca. 8 km

Fahrzeit
ca. 50 min

Höhenmeter
gesamt: 80

SG 2-3

Techn. Hilfe

Heinz Richter
Königstraße 18
Telefon:
03838/254483
Kresse
Dammstraße 31
Telefon: 03838/256620

 

Bewertung
der Etappe

Zustand

Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz


(Schutzhütte im Wald bei Neklade)

Badestellen
-----

Fahren Sie am Theater vorbei den Marktplatz hinauf in die August-Bebel-Straße. Heute findet man in Putbus überall wunderschöne Stammrosen. Auch die nun etwas abfallende Straße ist von sehr schönen und alten Stammrosen gesäumt. Putbus sollte nach dem Willen von Fürst Malte I, auch als "Weiße Stadt am Meer" und als "Rosenstadt" bekannt werden. Dazu legte er fest, dass in Putbus jedes Haus weiß zu streichen ist und vor jedem Haus Stammrosen angepflanzt werden sollen. Diese Tradition wurde nach der Wende wieder aufgegriffen. Putbus hat 2015 wieder 647 Stammrosen und ist damit die deutsche Stadt mit den meisten Rosenbäumchen. Besucher können über 100 verschiedene Rosenarten in Putbus bewundern. Anlässlich des Geburtstages von Fürst Malte I zu Putbus wurde eine neue Stammrose durch Michaela zu Putbus auf den Namen "Putbus" getauft. Der Rosendoktor Gerhard Prill kümmert sich mit seiner Rosenbrigade liebevoll um die Rosen der Stadt.
Die Straße verzweigt. Sie halten sich links. Die noch aus DDR-zeiten stammende Plattenstraße kreuzt den Radrundweg (~~> Bergen 6,7 km) von Putbus und verläuft etwas ansteigend durch eine mächtige Kastanienallee. Nun kommt ein noch schlimmeres Stück Plattenweg auf Sie zu. Eine Schande für Putbus, über 25 Jahre nach der Wende! Man hätte doch wenigstens den Zwischen raum zwischen den Platten asphaltieren können. Die neue Bürgemeistrin von Putbus kennt das Problem und will es beheben. Im Mai entschädigen Sie hier allerdings die wunderschön blühenden Kastanien. An einer steilen Rechtskurve verlassen Sie den Plattenweg und fahren gerade aus in einen leicht abfallen asphaltierten Radweg. Am Waldrand endet der Radweg und ein unterschotterter Waldweg führt Sie in ein größeres Waldgebiet.
Nach Regenfällen kommt nun noch eine Herausforderung auf Sie zu. Eine 20 m lange lange Sumpflandschaft will überwunden sein. Sie schaffen das aber!
Überqueren Sie am Wegekreuz den Rundwanderweg von Putbus (~~> Bergen 4,5 km). Nun fällt der Waldweg etwas ab und trifft an einer Rasthütte auf den breiten, asphaltierten Radweg nach Bergen, der Sie schnell voran bringt. Überqueren Sie die Gleise der Bahnstrecke Bergen - Putbus. Nun passieren Sie eine riesige Stallanlage. Furchtbarer Gestank erfüllt die Luft. Schnell versuchen Sie die stark ramponierte Dorfstraße von Neklade zu durchfahren. Hier ist alles noch wie zu DDR-Zeiten! Wenn diese nach rechts abknickt, fahren Sie gerade aus weiter, vorbei an einem Wohnblock, der auch einmal bessere Zeiten gesehen hat (~~> Bergen Süd 1,7 km; Bergen Zentrum 3,4 km). Die holprige Plattenstraße steigt steil an. Oben angekommen sehen Sie schon Bergen mit seinem ältesten und höchsten Gebäude - der Marienkirche. Diese wurde 1190 fertig gestellt und war das erste Gebäude mit Backsteinen auf der Insel. Bergen erhielt 1613 das Stadtrecht, konnte sich aber nie zu einer richtigen Stadt entwickeln. Dahinter befindet sich Ihr Tagesziel. Folgen Sie den holprigen Plattenweg vorbei an einer Kleingartenanlage, bis dieser im Ortsteil Bergen-Süd auf die Durchfahrtsstraße trifft. Beim Einmünden in die Straße der DSF (Deutsch-sowjetische Freundschaft) biegen Sie rechts ab (~~> Zentrum 1,5 km) und radeln bis zur nahen Ortsverbindungsstraße Bergen - Putbus. Fahren Sie links, Richtung Stadtmitte, auf den ansteigenden Rad- /Fußweg bis zur Ampelkreuzung mit der B196. Überqueren Sie die Kreuzung und schieben Sie Ihr Rad nun am besten auf dem Fußweg nach oben. Vorbei an der Kreissparkasse, dem Gericht, dem ehemaligen Kloster (heute Museum) und der altehrwürdigen Marienkirche führt Sie Ihr Weg geradewegs zum Marktplatz und somit zum Ziel Ihrer heutigen Tour. Sie haben heute viel geleistet! Der Hunger macht sich bemerkbar und Sie möchten sich nur noch ausruhen. Lange wird Ihnen diese schöne Tour im Gedächtnis bleiben. Ich verabschiede mich von Ihnen und hoffe, Sie auf einer weiteren Tour über unsere schöne Insel begleiten zu dürfen.


Das Wildgehege im Putbuser Park ist besonders für Kinder ein Erlebnis

Der Radweg von Putbus nach Bergen beginnt zur Schande der Gemeinde Putbus mit einem katastrophalen DDR-Plattenweg...

Das ist das ländliche Rügen, fernab der Seebäder und Kurorte

Das Rathaus in Bergen befindet sich am Markt, dem Ziel Ihrer langen Radtour

Legende:    ~~> Wegweiser für Radwege;  ==> Wegweiser für Straßen;  OE / OA- Ortseingang /-ausgang;   NSG - Naturschutzgebiet; - analog der Hotelbewertung; SG - Schwierigkeitsgrad  
  oben  
Home   Start   Karte   Tour-1   Tour-2   Tour-3   Tour-4   Tour-5   Tour-6  Tour-7   Tour-8  Tour-9   Service   Links   Autor   zurück