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Detailinformationen zur Tour 4:  Nordrügen - Kap Arkona


1.  Etappe

Bergen
(Ralswiek)
Lietzow

  Länge:
ca. 12 km

Fahrzeit:
ca. 60 min

Höhenmeter
gesamt: 40

SG 1-2

Techn. Hilfe
in Bergen
Heinz Richter
Königstr. 18
Tel. 03838/254483
Kresse
Dammstr. 31
Tel. 03838/256620


Bewertung
der Etappe:

Zustand

Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen

(in Lietzow im Großen Jasmunder Bodden)

Öffentliche
Toiletten:
Bergen (Markt)
Lietzow Strand

Extras

Tourismus Information
Markt 23
(im Benedixhaus)
Tel. 03838/811276
April-Okt
Mo - Fr
10-18.00 Uhr
Juli-Aug
zusätzlich Samstag
10.00-14.00 Uhr

Heimatmuseum im Klosterhof in Bergen
Tel. 03838/252226
Öffnungszeiten:
Die - Sa
10.00-16.30 Uhr
Eintritt:
Erwachsene: 2€
Kinder ab 6: 1€ Kunsthandwerk im Klosterhof
Billrothstr. 20
18528 Bergen

 

Herzlich Willkommen zur längsten und in ihrer Gesamtlänge auch anstrengendsten Radtour auf Rügen. Heute sollen Sie von Bergen aus den nördlichsten Teil unserer schönen Insel erkunden. Ich verspreche Ihnen Eindrücke, die Ihnen noch lange in Erinnerung bleiben werden. Sie haben sich heute sehr viel vorgenommen und Sie werden nicht enttäuscht werden. Allerdings erfordert die Tour in ihrer Gesamtlänge einen gut trainierten Radler. Allerdings gibt es viele Möglichkeiten zur Abkürzung und Erleichterung der Tour.


Tipp: Sollten Sie mit Ihrem augenblicklichen Trainingszustand hadern, fahren Sie vom Markt an der Post und Apotheke vorbei, dann nach rechts die Bahnhofstraße hinunter. Sie radeln immer gerade aus über eine Ampelkreuzung und vor den Gleisen nach links. So kommen Sie direkt zum Bahnhof bzw. den dahinter befindlichen Busbahnhof. Nun können Sie mit der Bahn bis Lietzow bzw. mit den Radbus (Radzfatz) bis Glowe, Juliusruh oder sogar bis Putgarten (am Kap Arkona) fahren. So sparen Sie schon einmal 12 bzw. 50 km vom Tagespensum ein. Sehen Sie bitte den aktuellen Fahrplan ein!
Sie sind guter Dinge. Na, dann los! An der Deutschen Bank vorbei verlassen Sie den Bergener Markt in Richtung Sassnitz. Die etwas holprige Raddasstraße mündet in die Sassnitzer Chaussee. Die Pflasterstraße fällt nun steiler ab. Am Ortsausgang von Bergen fahren Sie nach rechts auf einen asphaltierten, straßenbegleitenden Radweg (~~> Sagard 14,5 km, Ralswiek 6,2 km). Nun geht es steil bergab. Überprüfen Sie sicherheitshalber Ihre Bremsen! Vor dem Bahnübergang der Strecke Bergen - Binz/Sassnitz werfen Sie bitte noch einen Blick nach links. Hier ist auf einem Mast ein Storchennest, welches jedes Jahr durch ein Storchenpaar belegt ist. Mit ein bisschen Glück können Sie dieses beim Füttern ihrer Jungen beobachten. Hinter dem Bahnübergang steigt der straßenbegleitende Radweg wieder etwas an, um dann wieder abzufallen. Nun verläuft der Radweg längs der vielbefahrenen B 96 in Richtung Sassnitz (~~> Sagard 12,6 km; Ralswiek 4,3 km). Rechterhand sehen Sie ein schönes Blockhaus, welches Ihnen bei Regen Zuflucht bietet. Der Radweg wird wellig und steigt vor Ralswiek etwas an. Links sehen Sie den großen Parkplatz, der von Ende Juni bis Anfang September, Montag bis Samstag ab dem späten Nachmittag voll belegt ist. Fast 400.000 begeisterte Besucher zählen die legendären Störtebeker-Festspiele jährlich. Übrigens sollten auch Sie diese Aufführung auf einer wunderschönen, zum Meer hin abfallenden Freilichtbühne, keinesfalls versäumen!!! Hier kämpft der legendäre Pirat Störtebeker gegen die reichen Händler der damaligen Welt - die Pfeffersäcke. Im Gedächtnis der Menschen ist er wegen seiner sozialen Ader geblieben. Die Likedeler - Gleichteiler teilten die reiche Beute nicht nur in gleiche Teile unter sich auf, sondern halfen auch den Armen. So einen Menschen hätten wir wohl heute nötiger denn je. Auf Ihrer momentanen, sehr langen Tour, haben Sie leider keine Zeit für einen Abstecher nach Ralswiek.
Der Radweg steigt weiter an und taucht in ein größeres Waldgebiet ein. Am Straßenrand befindet sich eine seit etlichen Jahren immer noch gepflegte Unfallstelle, wo vier Rügener durch einen einheimischen Verkehrsrowdy ihr noch sehr junges Leben lassen mussten. Gehen Sie die folgende Schußfahrt bitte vorsichtig an! Mitten im Waldstück wechselt nämlich der Radweg die Straßenseite. Bitte äußerste Vorsicht beim Überqueren der vielbefahrenen B96! Der 2011 sanierte straßenbegleitende Radweg fällt weiter ab. Linkerhand passieren Sie eine weitere Wetterschutzhütte. Der Wald endet und gibt den Blick auf den Ort Lietzow und die Jasmunder Bodden frei. Sie gelangen über einen bereits 1868 erbauten Straßendamm, der den Kleinen vom Großen Jasmunder Bodden trennt, zum wunderschönen Ort Lietzow. Bis dahin konnte man dieses Wasserhindernis nur mit einer Fähre überqueren. Schon vom Waldrand aus grüßt Sie ein auf Rügen einzigartiges Schlösschen. Erbaut wurde es vom Baumeister des Dammes. Kurz vor dem OE Lietzow, an der Schleuse ist ein kleines, schwimmendes Restaurant. Sie haben noch nicht gefrühstückt? Na, dann bitte! Hier gibt es sehr leckere und preiswerte Fischgerichte. Übrigens wurden bei Ausgrabungen im Ortsbereich Lietzow viele Feuersteinwerkzeuge gefunden. Wissenschaftler sprechen direkt von der Lietzow-Kultur, die uns Einblick in die Jungsteinzeit gibt. Sie bleiben links der Straße auf den gepflasterten, gut befahrbaren Radweg. Dieser entfernt sich nun etwas von der B96 und führt zum winzigen Sandstrand von Lietzow.
(~~> Sagard 5,5 km; Borchtitz 3 km). Ein unmittelbar am Strand gelegenes Café lädt zum Verweilen ein. Bei Regen bietet eine Wetterschutzhütte Ihnen Unterschlupf. Für Kinder gibt es hier einen Spielplatz und eine Surfschule bietet ihre Dienste an. Der "Glaspalast" unmittelbar an der Waldkante wurde bereits zu DDR-Zeiten für Seeleute gebaut. Fertig geworden ist er nicht. Nach der Wende stand er viele Jahre verlassen. Nun ist er zu einem modernen Callcenter ausgebaut worden. Dieses ist übrigens der größte privatwirtschaftliche Arbeitgeber Rügens mit etwa 500 Angestellten. Sie haben noch einmal eine schöne Aussicht auf den Großen Jasmunder Bodden, bevor Sie in einen Buchenwald eintauchen.


Das Rathaus der Kreisstadt Bergen, die dieses Jahr 400 Jahre alt wird

Die moderne Sana-Klinik
in Bergen

Der Bergener Markt im Frühling

Der Rugard-Turm wurde zu Ehren des großen deutschen Patrioten Ernst Moritz Arndt errichtet

Auf dem historischen Klosterhof finden Sie Schauwerkstätten und das Stadtmuseum

Das Schloss in Lietzow wurde dem Schloss Liechtenstein nachempfunden

Der Jaromarstein in der Kirchenmauer kündet vom ersten slawischen Rügenfürsten Jaromar I

 


2. Etappe

 

Lietzow
Martinshafen
Polchow (Schloss
Spyker und Bobbin) Glowe


Länge
ca. 12 km
(ca. 16 km)

Fahrzeit
ca. 80 min.
(ca. 120 min)

Höhenmeter
gesamt: 30
(80)

SG 1-2
(2-3)

Techn. Hilfe
---


Bewertung
der Etappe

 

Zustand


Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

(in Lietzow, Martinshafen, Polchow und Glowe)

Aussicht

(auf dem Tempelberg bei Bobbin)

Wetterschutz

(Schutzhütte am Spykersee)

Badestellen



(in Glowe am feinsandigen Strand)

Öffentliche
Toiletten:

(am Ortsausgang von Glowe in Richtung Juliusruh)

 


Extras

 

ÖPNV
Radzfatz

Tel. 038338/202955

 

St. Michael
Kirche Sagard

Tel. 038302/53118

 

St. Pauli
Kirche Bobbin

Tel. 038302/53118

 

Kapelle Glowe

Tel. 038302/53118

 

Peters Fisch

Urige Fischgaststätte
in Polchow.
Geheimtipp!

Tel. 038302/53118

Im wunderschönen Buchenwald steigt der Radweg steil an. Im Frühling bilden hier Millionen Buschwindröschen einen weißen Teppich. Nun geht es rasant und kurvenreich bergab. Am Waldrand, unmittelbar vor einem Gehöft, führt nach links ein unscheinbarer Waldweg nach Semper. Die Rhododenronallee zum kleinen Schlösschen ist sehenswert und war ein Außenstandort der IGA 2003 in Rostock. Interessant sind auch das 1920 erbaute kleine Schloss, die Kaskadenteiche, der nach der Wende wieder hergestellte Waldpark und ein wild-romatisches Hochufer. Dafür sollte man aber einen extra "Wandertag" (zu Fuß) einplanen. Der asphaltierte Radweg verläuft nun unmittelbar längs der B 96. Die Straße und mit ihr der Radweg verlaufen wellig durch Felder. Sie kommen schnell voran. Bei Borchtitz, einen winzigen Ort, biegen Sie hinter einem einzelstehenden Gebäude nach links vom Radweg auf eine schmale Asphaltstraße ab (~~> Glowe 8,6; Polchow 4,5 km). Diese steigt etwas an und fällt bis zu einer Gabelung ab. Sie müssen nach rechts abbiegen. Zuvor fahren Sie aber ca. 200 m weiter gerade aus bis zu Rügens dickster Schwarzpappel. Sie ist mit ihrem Umfang von 8 m sehr beeindruckend und liefert den passenden Hintergrund für ein Gruppenfoto. Nun verläuft die schmale, asphaltierte Straße längs einer Zeile hoher Pappeln. Nun wird linkerhand kurzzeitig die Sicht auf den Großen Jasmunder Bodden frei. Sie fahren durch Felder. Nach einer Doppelkurve radeln Sie nach links auf eine breite Asphaltstraße. Gut, dass auch diese nur sehr wenig von Fahrzeugen genutzt wird. Sie passieren ein liebevoll restauriertes Gutshaus. Zu DDR-Zeiten war es dem Verfall preisgegeben. Linkerhand haben Sie teilweise Sicht auf den Bodden, rechterhand sind Felder. Der winzige Ort Martinshafen kündigt sich durch einen unansehnlichen Gewerbebetrieb an. In ein kleines Wäldchen führt ein Weg zu Kriegsgräbern. Diese Kriegsgräberstätte wurde auch erst nach der Wende in einen würdigen Zustand versetzt. Das DDR-Regime hatte nur für tote Kommunisten und Soldaten der "ruhmreichen Sowjetarmee" etwas übrig. Natürlich vermisst man auch heute noch schmerzlich Denkmäler für eine Million im 2. Weltkrieg ausgebombter Frauen, Kinder und Greise, für 15 Mill. Flüchtlinge und Heimatvertriebene, für 3,2 Mill. Gefallener deutscher Soldaten, für 3,4 Mill. in Kriegsgefangenschaft umgekommener Landsleute, für die deutschen Frauen, die die Ruinen der völlig zerbombten deutsche Städte beiseite räumten und das weiter Leben ermöglichten... Widmen Sie einige Minuten Ihrer wertvollen Zeit diesen Menschen, die auf Schiffen 1945 aus Ostpreußen flohen und sich in Martinshafen schon sicher fühlten und die durch Hunger und Seuchen hier ihr Leben verloren.
Nun sehen Sie auch schon linkerhand die Einfahrt zum kleinen Jachthafen. Gebaut wurde dieser Hafen zur Verladung der auf der Halbinsel Jasmund gewonnenen Kreide. Zu DDR-Zeiten wurde er aufgegeben. Dieser wenig bekannte, idyllische Ort bietet, auf der in den Großen Jasmunder Bodden hineinragenden Mole, eine schöne Aussicht. Gut sichtbar ist das gegenüberliegende Ufer des Großen Jasmunder Boddens mit den Banzelvitzer Bergen. Dort befindet sich auch ein beliebter Campingplatz. An einem Kiosk können Sie einem Imbiss zu sich nehmen. 2016 soll der Hafen für Jachten modernisiert und ausgebaut werden. Im winzigen Ort Neuhof ignorieren Sie die nach rechts abzweigenden Wege. Sie bleiben immer am Ufer des Großen Jasmunder Boddens. Nun müssen Sie mit einem unbefestigten Feldweg vorlieb nehmen. Bei Trockenheit ist dieser Weg gut befahrbar. Immer wieder haben Sie eine schöne Aussicht auf den Bodden. Später verdecken Schlehen- und Sandornbüsche die Sicht. Der Feldweg mündet in die Dorfstraße des kleinen Fischerdorfes Polchow. Nach einem Stück Asphaltstraße radeln Sie nun über eine unangenehme alte Kopfsteinpflasterstraße. Ihr Weg führt vorbei an einer Anlegestelle und einem schönen Spielplatz für Kinder. Bänke laden zu einer Rast ein. Die Pflasterstraße macht einen Rechtsknick und mündet auf einer Kreuzung. Haben Sie Appetit auf frisch geräucherten Fisch? Dann fahren Sie zuerst über die Kreuzung gerade aus weiter. Nach ca. 100 m sehen Sie auf der rechten Straßenseite die Fischgaststätte "Peters Fisch", mit eigener Fischräucherei. Sie gilt schon als Geheimtipp auf Rügen für ausgezeichneten Fisch, egal ob gebraten, gekocht oder mariniert. Ansonsten biegen Sie gleich nach links auf einen schadhaften, unbefestigten Weg ab (~~> Glowe 4,1 km; Bobbin 4,6 km). Dieser Weg führt vorbei an schönen Wochenendgrundstücken in ein NSG. Rechterhand tauchen die Zinnen des Schlosses Spyker auf. An einer Wetterschutzhütte verzweigt sich der Rad-/Wanderweg.


Tipp: Machen Sie bevor Sie gerade aus weiter fahren erst einmal einen Abstecher zum wunderschönen Schloss Spyker. Dazu fahren Sie nach rechts auf den nagelneuen, breiten und asphaltierten Radweg. Dieser verläuft längs des Spykerschen Sees. Nach knapp einem Kilometer sind Sie am Schloss. Erfreuen Sie sich an diesem wunderschönen Gebäude, welches mit seinen 750 Jahren der älteste erhaltene Profanbau der Insel Rügen und eines seiner Wahrzeichen ist. Nach dem 30-jährigen Krieg bekamm der schwedische Feldmarschall Wrangel das Gut von seiner Königin geschenkt. Wrangel lässt das Schloss großzügig nach dem Vorbild des sich auch in seinem Besitz befindlichen Schlosses Gripsholm umbauen. Wrangel lässt die im Ostseeraum einmaligen Stuckdecken im 1. OG einbauen. Plastische Motive aus der griechischen Mythologie und dem bäuerlichen Leben lassen die Besucher erstaunen. Heute ist dieses Schloss ein gut geführtes 4-Sterne-Hotel. Bei Zeitmangel radeln Sie auf den gleichen Weg zurück zur Wetterschutzhütte am Spyker See.
Wenn Sie Zeitreserven haben und ein Liebhaber von mittelalterlichen Kirchen sind, dann radeln Sie die Zufahrtsstraße zum Schloss hoch bis zur Straße Sagard - Glowe. Gegenüber sehen Sie die Zufahrt zum 2008 eröffneten Saurierpark. Biegen Sie nach rechts auf den ansteigenden, straßenbegleitenden Radweg nach Bobbin ein. Hier finden Sie eine der ältsten Kirchen Rügens, die um 1400 teils noch mit Feldsteinen erbaut wurde. 1652 erhält Wrangel, der seit 1649 das Schloss als Alterssitz nutzt, auch das Patronatsrecht der Kirche in Bobbin. Zahlreiche Ausstellungsstücke dieser altehrwürdigen Kirche, darunter auch die Glocke, sind von ihm gestiftet. Unmittelbar hinter Bobbin ist der Tempelberg, einer der schönsten Aussichtspunkte Rügens. Vielleicht gönnen Sie sich den kurzen Abstecher. Belohnt werden Sie durch eine tolle Aussicht auf den Großen Jasmunder Bodden, alte Kreidebrüche und das Waldgebiet des Nationalparks Jasmund. Bei Zeitmangel sollte auf diesen Abstecher verzichtet werden!


Sie haben keine Zeitreserven, dann fahren Sie, an der Wetterschutzhütte vorbei, gerade aus weiter (~~> Wittow; Glowe 2,6 km). Ein naturbelassener Rad-/Wanderweg verläuft zwischen dem Mittelsee und dem Spykerschen See in einer einzigartigen Landschaft. Ja, das ist es, was Urlauber auf Rügen so schätzen! Verweilen Sie auf einer kleinen Brücke und genießen Sie die Stille und Aussicht. Hier sind übrigens öfters Angler anzutreffen. Hinter dem Spykerschen See fahren Sie nach links (~~> WITTOW; Glowe 1,6 km) auf eine schmale Asphaltstraße. Diese führt im Halbkreis an einem Gehöft vorbei. Nun radeln Sie auf einer neuen breiten Asphaltstraße, die wenig befahren ist und auf der Sie schnell vorankommen. Die Straße verläßt ein Waldstück und führt durch Wiesen nach Altglowe. Sie mündet auf der neuen, vorbildlich ausgebauten und mit Radwegen versehenen Ortsstraße von Glowe. Damit ist Glowe allen anderen Orten auf Rügen weit überlegen. Der staatlich anerkannte Kurort Glowe, zwischen dem zauberhaften Tromper Wiek und dem Großen Jasmunder Bodden gelegen, ist natürlich immer einen Besuch wert. Überqueren Sie bitte vorsichtig die in der Saison stark befahrenen Ortsstraße und fahren Sie halblinks in eine schmale Straße zur Strandpromenade. Von hier aus haben Sie eine sehr schöne Aussicht auf das Tromper Wiek, die Schaabe - einen bedeutenden Badestrand Rügens und natürlich Ihr Etappenziel - das Kap Arkona. Ein idealer Platz für eine Rast. Die moderne Kinderkurklinik dominiert das Bild am Strand. Sie bringt vielen Kindern ihre Gesundheit zurück. Rechterhand ist der neu ausgebaute Jachthafen. Natürlich ist an der Strandpromenade für Ihr leibliches Wohl bestens gesorgt. In der Saison sind viele Menschen auf der Promenade und am feinkörnigen Sandstrand. Schieben Sie bitte Ihr Rad auf der Uferpromenade in Richtung Kap Arkona. Wenn die Promenade endet, verlassen Sie diese. Fahren Sie über einen kleinen Platz mit mehreren Imbissständen und einer öffentlichen Toilette die wenigen Meter bis zum Beginn des straßenbegleitenden Radweges nach Breege-Juliusruh und zur Halbinsel Wittow.

 

Blick auf Lietzow über den Großen Jasmunder Bodden


Rhododendronallee
bei Semper, ein Außenstandort
der IGA 2003
in Rostock

Im seinem Schloss Spyker starb im Jahre 1676 der legendäre schwedische Generalfeldmarschall Wrangel, der Gouverneur von Schwedisch Pommern

Die um 1400 teils noch mit Feldsteinen errichtete Kirche in Bobbin zählt zu den ältesten der Insel.
Sie war die Patronatskirche des Feldmarschalls Wrangel.

Der Radweg am Spykersee / Mittelsee zählt zu den naturnahesten und schönsten Rügens

Der staatlich anerkannte Kurort Glowe wächst zusehends und strebt den Titel Seebad an

Die Mutter-Kind Kurklinik in Glowe hat schon vielen Kindern unvergessliche Strandtage beschert

Maritimes Flair im Hafen von Glowe


Das originelle Rundhaus in Glowe

Blick auf die Schaabe, die Nehrung zur Halbinsel Wittow.

 


3. Etappe

Glowe
Juliusruh
(Breege)
Drewoldke
Vitt
Kap Arkona
(Putgarten)


Länge
ca. 18 km
(21 km)

Fahrzeit
ca. 100 min
(ca. 120 min)

Höhenmeter
gesamt: 80

SG 1-2

Techn. Hilfe

(Radverleih & Service Am Pappelwald 39 in Glowe)


Bewertung
der Etappe

 

 

Zustand


Erlebnis

Natur



(Park in Juliusruh, Bodden, Steilküste)

Erholung

Versorgung



(Breege am Hafen, Juliusruh an der Promenade,
Vitt, Kap Arkona,
Putgarten)

Aussicht



(auf dem gesamten Steilufer bis zum Kap Arkona)

Wetterschutz

Badestellen



(Glowe, an der ges. Schaabe, Juliusruh,
bei Varnkevitz, Bakenberg)

Öffentliche
Toiletten:

(OA Glowe,
Breege am Hafen, Vitt am Parkplatz,
am Kap Arkona,
am Parkplatz in Putgarten)

 

 

Extras

 

 

ÖPNV
Radzfatz
(Radmitnahme)

Tel. 038338/202955

Hafen Glowe

Tel. 038302/53445

Hotel
Aquamaris in
Juliusruh

Tel. 038391 / 440
Schwimmbad
Saunen u.a.

Wellness Oase
Juliusruh

Tel. 038302 / 563865
Schwimmbad
Saunen u.a.

Tourismus
Verein Glowe

Tel. 038302 / 889939

Kurverwaltung
Breege/Juliusruh

Tel. 038391 / 311

Campingplatz
Drewoldke

Tel. 038391 / 12965

Tourismus
GmbH
Arkona

Tel. 038391 / 4190

 

Förderverein
Kap Arkona

Tel. 038391 / 434660

 

Kapitänshäuser und Hafen in Breege

Park Juliusruh

Großsteingrab Nobbin
(Hünengrab)

Fischerdorf Vitt
UNESCO Weltkulturerbe mit Kapelle

Leuchttürme am Kap Arkona
Schinkel Leuchtturm und neuer Leuchtturm

Slawischer Burgwall am Kap Arkona
Nachbildung des heidnischen Gottes Svantevit

Funkpeilturm
am Kap Arkona
mit Ausstellung

Marineführungs
Bunker am Kap
Museum


Königstreppe und Sieben
Schneiderstein


Theater am Kap

Rügenhof in Putgarten mit Kulturscheune
Handwerk und Gastronomie


Helene Weigel Haus in Putgarten

Der anfangs gepflasterte, dann asphaltierte Radweg (~~> Arkona 15 km; Juliusruh 8 km) verläuft straßenbegleitend durch die Schaabe bis zum Ostseebad Breege - Juliusruh, welches bereits zur Halbinsel Wittow gehört. Übrigens sind die meisten Radfahrer der Meinung, das Sie auf Wittow immer nur Gegenwind hatten. Nun ja, Wittow heißt Windland, lassen Sie sich also überraschen...


Tipp: Als Mountenbiker können Sie sich auch für den Wanderweg am Ufer des Großen Jasmunder Boddens bis Breege-Juliusruh entscheiden. Hier sind Sie in einer sehr schönen Natur, weitab vom Straßenverkehr. Jedoch sind die teils sandigen Wege eine Herausforderung. Dafür haben Sie eine wunderschöne Uferlandschaft mit tollen Ausblicken auf den Großen Jasmunder Bodden und dessen südliches Ufer. Allerdings benötigen Sie mehr Zeit für diese Strecke. Sie müssten dazu am Ortsausgang von Glowe die Straße überqueren und in die kleine Siedlung hinein fahren. Nach rechts radeln Sie durch ein neues Wohngebiet in den Wald hinein. Folgen Sie den Waldweg zum Boddenufer. Am OA Juliusruh setzen Sie die Tour wieder wie geplant fort.

Sie bleiben auf dem asphaltierten, straßenbegleitenden Radweg, der leider von Jahr zu Jahr schadhafter wird und Ihre volle Aufmerksamkeit erfordert. Dafür haben Sie jetzt die Gelegenheit zu einem exzellenten Bade an einem der schönsten, feinsandigen Strände Rügens. Dieser fast 10 km lange Sandstrand ist ein Eldorado für Badegäste, insbesondere ohne Badebekleidung (FKK). Sie dürfen dort natürlich auch angezogen verweilen und baden. Also worauf warten Sie noch! Sie müssen dazu nur einen der Wege zum nahem Strand nach rechts vom Radweg abfahren. Nach ca. 300 m gelangen Sie zum feinsandigen Strand, wo übrigens 2011 der Rekord im Sandburgenbau mit 27,3 km Länge ins Guinness-Buch der Rekorde gelang. Auch sind die Kiefernwälder der Schaabe eine gute Adresse für Pilzsammler. Im Herbst haben Sie hier schnell Ihren Korb voll und das Abendbrot gesichert. Genießen Sie den wunderschönen Kiefernwald, der zwischen 1830 und 1860 auf der bis dato unbewaldeten Nehrung angelegt wurde und heute ein einzigartiges Biotop auf Rügen ist. Sie passieren nun Parkplätze, die in der Saison bei schönem Wetter immer belegt sind. Nach dem ersten Drittel der Strecke wechselt der Radweg die Fahrbahnseite. Bitte lassen Sie äußerste Vorsicht beim Überqueren dieser viel befahrenen Straße walten!
Noch vor dem OE Breege Juliusruh passieren Sie einen Campingplatz. Nun gabelt sich die Straße. Die Straße nach links führt nach Breege, einen Ortsteil des Doppeldorfes Breege - Juliusruh, welcher sich am Bodden befindet. Juliusruh selbst liegt an der Ostseeküste. Die Entfernung zwischen beiden Orten beträgt 1 km.

Tipp: Heute ist nicht Ihr Tag und Sie spüren, dass Sie sich übernommen haben. Dann gönnen Sie sich eine schöne und völlig beschwerdefreie Rückfahrt. Radeln Sie nach Breege zum Hafen und setzen Sie mit dem Schiff nach Ralswiek über. Die Fahrt über den Großen Jasmunder Bodden dauert ca. 1 Std. (nur während der Störtebekerfestspiele; Abfahrt 18.30 Uhr, im Hafen Breege) Von Ralswiek sind es nur noch ca. 6 km bis Bergen.
Preiswerter ist es in Juliusruh in den sogenannten Radzfatz (Linienbus mit Fahrradanhänger) zu steigen. Dieser bringt Sie sicher bis nach Bergen (Bitte den aktuellen Fahrplan einsehen!).

Tipp: Sie können Ihre Tagestour ca. 25 km abkürzen, wenn Sie nach Breege fahren und im Ort in einer steilen Linkskurve gerade aus weiter radeln. Ein schmales Asphaltband verläuft durch die Felder nach Wiek. Fahren Sie dort bis zum Hafen und folgen Sie im Weiteren der Etappe 5 zur Wittower Fähre.
Noch schneller kommen Sie nach Hause, wenn Sie gleich durch Breege auf der relativ wenig befahrenen Straße über Lobkevitz, Parchow und Bischofsdorf zur Wittower Fähre radeln.
Die Abkürzung beträgt dann etwa 30 km. Leider haben Sie dann von der Halbinsel Wittow kaum etwas gesehen.


Tipp: Sie möchten die gesamte Tour schaffen, sind aber in Zeitnot. Dann lassen Sie den Besuch des alten Kapitänsdorfes Breege einfach aus. Radeln Sie also gerade aus auf dem Gehweg / Straße durch Juliusruh. Am OA stoßen Sie wieder auf die nachfolgend beschriebene Tour zum Kap Arkona.
Sie sind gut trainiert und fahren die Tour wie geplant weiter. Dann an der Straßengabel links bleiben (--> Breege). Der Betonplattenweg verläuft straßenbegleitend durch ein kleines Wäldchen. Am Waldrand taucht linkerhand eine wunderschöne neue Siedlung auf. Sie liegt direkt am Boddenufer. Gut betuchte, meist ältere Menschen aus den alten Bundesländern, gönnen sich hier einen beschaulichen Lebensabend, getreu des Ausspruches von Bismack: "Wenn ich wüsste die Welt geht unter, ginge ich nach Pommern, dort geht sie 50 Jahre später unter!". Viele legen ihr Geld in das vermeintlich sichere Betongold an und vermieten dann diese wunderschönen Ferienhäuser weitab vom Trubel der Großstädte. Die Straße verzweigt am OE von Breege. Wenn Sie den Besuch von Breege auslassen möchten, biegen Sie nach rechts auf die breite Asphaltstraße ab. Ansonsten fahren Sie halblinks weiter. Sie müssen es nun mit der Ortsstraße vorlieb nehmen. Die beschreibt eine steile Linkskurve. Unmittelbar vorm Hafen biegen Sie links in die Zufahrt ein (--> Hafen). Genießen Sie das Flair eines beschaulichen Boddenhafens und eine sehr gute Gastronomie. Natürlich finden Sie hier auch eine öffentliche Toilette. Fahren Sie den gleichen Weg wieder zurück bis zum OE. Halten Sie sich an der Straßengabel nun links und fahren Sie auf der breiten Asphaltstraße bis diese eine steile Rechtskurve beschreibt. Genau im Scheitelpunkt radeln Sie in den Park, den 1795 der Gutsbesitzer Julius von der Lancken angelegte. Bestaunen Sie die dendrologischen Kostbarkeiten und genießen Sie die Stille. Ein großer Gedenkstein weist auf den Ortsgründer hin. Julius von der Lanken (1767 - 1831) war Offizier bei den Schweden und Preußen. 1793 nimmt er seinen Abschied aus der Armee und beginnt mit der Anlage des Parks und dem Bau eines kleinen Schlosses auf purem Dünensand. Die Bäume wurden aus Schweden importiert. Ein Großteil davon steht heute noch. 1803 ist von der Lancken pleite. Er musste aus finanziellen Nöten sein Altersdomizil verkaufen, geht nach Berlin und stirbt dort 1831 in großer Armut. Schloss und Wirtschaftsgebäude existierten leider heute nicht mehr.
Sie durchqueren den Park und gelangen zu einem unbefestigten Parkplatz am OA von Juliusruh. Hier überqueren Sie die viel befahrene Straße und halten sich auf den Rad- /Fußweg links, Richtung Kap Arkona.
Der Übergang von Juliusruh nach Drewoldke ist kaum spürbar. Nach Passieren der letzten Gebäude verlassen Sie den Rad-/Fußweg und biegen nach rechts in eine schmale Asphaltstraße ab (~~> Arkona 9 km; Vitt 8 km). Vorbei führt die wenig befahrene Straße am Wochenendpark Drewoldke und am Wittower Campingpark. Im Sommer sind beide Plätze sehr begehrt. Das Seebad Breege-Juliusruh, zu dem auch Drewoldke gehört, ist eine gute Adresse für badebegeisterte Urlauber, Segler und Angler. Während Juliusruh mit seinem feinsandigen Strand den Badegästen vorbehalten bleibt, ist Breege, am gleichnamigen Bodden gelegen, das Paradies für Wassersportler und Angler. Ein neuartiger Betonspurenweg steigt nun mit dem Ufer systematisch an. Immer wieder geben Aussichtspunkte den Blick auf die offene See, das Tromper Wiek und die Kreidesteilküste der Halbinsel Jasmund, frei. Genießen Sie diese Aussicht! Der angenehm befahrbare Betonspurenweg verläuft unmittelbar auf dem Hochufer. Plötzlich tauchen riesige Steine am Weg auf. Sie sind am Großsteingrab "Riesenberg" angekommen. Diese Grabanlage entstand in der Jungsteinzeit 3500 - 1800 v. Chr. als Sippengrab Sie ahnen es, welche Mühe unsere Vorfahren aufwanden, um Ihre Toten würdig zu bestatten. Nachdenklich vergleicht man die heutige Beerdigungskultur, die immer öfter nicht einmal ein Grab kennt.
In einer Wetterschutzhütte finden Sie bei Regen Unterschlupf. Der angenehme Weg endet an einer Wegegabelung mit einer weiteren Wetterschutzhütte. Fahren Sie nach rechts auf einen alten DDR-Plattenweg auf. Er gehört zu den wenigen noch "guten" Plattenwegen auf Rügen. Dieser steigt weiter mit dem Hochufer an. Nun gelangen Sie zu einer Radlerrast. Im Freien sitzend, können Sie unmittelbar am Hochufer Ihre Pause genießen. Für Ihr leibliches Wohl wird gesorgt. Linkerhand sehen Sie nun schon die Leuchttürme des Kaps. Nun wechselt der Plattenweg in einen unterschotterten Feldweg. Hinter einem Gehöft endet der unterschotterte Weg und es beginnt ein komfortabler Betonspurenweg. Vor sich sehen Sie nun ständig die Kapelle von Vitt und die Türme am Kap Arkona. Ins kleine Fischerdorf Vitt hinein fällt der Weg sehr steil ab. Kleinere Kinder sollten hier das Rad schieben. Vitt war bereits im 10. Jh. Hafen und Handelsplatz der heidnischen Rügenslawen. Im zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden winzigen Fischerort sind in der Saison immer sehr viele Menschen anzutreffen. Schieben Sie bitte Ihr Rad vorsichtig durch die schmalen Gassen hinab zum Hafen. Hier auf der Mole ist der richtige Ort für eine schöne Rast. Bis hin zu frisch geräuchertem Fisch erhalten Sie alles, was Ihr Herz begehrt. Dazu haben Sie eine wunderschöne Aussicht auf die Ostsee und das zum Greifen nahe Kap Arkona. Verlassen Sie nun das Fischerdorf auf dem nach rechts abzweigenden, steil ansteigenden Schotterweg. Am Ortsrand gelangen Sie zur Kapelle, die Ihnen schon auf Ihrer Anfahrtsstrecke ins Auge fiel. Für diese 1806 - 1816 vom Altenkirchener Pfarrer Kosegarten mit Hilfe der schwedischen Regierung erbaute Rundkirche sollten Sie sich ein paar Minuten Zeit nehmen. Interessant sind die Bilder, hinter denen sich Geschichten verbergen. Viele Besucher danken ihren verstorbenen Angehörigen mit dem Anzünden einer Kerze. Fahren Sie dann auf der neuen Asphaltstraße einige Meter in Richtung Putgarten. An der Wendeschleife für die Arkonabahn, hier ist auch eine öffentliche Toilette, biegen Sie nach rechts in einen unterschotterten Weg ab. Dieser führt zurück zum Steilufer und immer auf diesem entlang. Ein gestiftetes Kreuz erinnert an den Schöpfer dieser wunderschönen Natur. Mit Holzfiguren bringen sich Künstler in Erinnerung. Nun verläuft der breite Rad-/Fußweg längs des Walles der Tempelburg von Arkona. Mit der Erstürmung dieser slawischen Feste durch die Dänen im Jahre 1168 kam das Christentum nach Rügen. Der 1927 von der deutschen Kriegsmarine errichtete Peilturm lädt Sie zu einer Besichtigung ein (Preis: 2 €). Er beherbergt wechselnde Ausstellungen und bietet eine tolle Aussicht auf das gesamte Kap, die Halbinsel Wittow und die Ostsee. Weiter geht Ihre Fahrt zu den beiden Leuchttürmen.

Tipp: Sie haben noch genug Power für einen Abstecher? Dann los! Fahren Sie die nach links abfallende Straße nach Putgarten. Sie ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt, so dass Sie gefahrlos und schnell den Kilometer dorthin überwinden. Am OE von Putgarten, welches 1314 erstmals urkundlich erwähnt wurde, liegt ein touristisches Juwel - der Gutshof Arkona. Hier finden Sie viele Ausstellungsstücke, Schauwerkstätten und eine empfehlenswerte Gastronomie. Ein guter Ort für eine Rast.

Der kleinere, quadratische Leuchtturm wurde 1826/27 vom berühmten preußischen Baumeister Schinkel erbaut. Seine aus 19 m Höhe ausgesandten Lichtstrahlen waren 15 km weit zu sehen. Heute ist er Aussichtsturm und Museum und Standesamt. 1902 wurde der runde, mit 36 m wesentlich höhere, Leuchtturm erbaut. Seine Lichtsignale haben eine Reichweite von 40 km. Natürlich steht den jährlich ca. 800.000 Besuchern des Flächendenkmals Arkona auch eine vielseitige Gastronomie zur Verfügung. Die sogenannte "Königstreppe" zum Ufer ist leider wegen Baufälligkeit gesperrt! Dort finden Sie einen der größten Findlinge auf Rügen, den Siebenschneiderstein. Im Interesse Ihrer Sicherheit sollten Sie nach längeren oder starken Regenfällen die Steilufer meiden.
Tipp: Sie möchten Ihre Radtour mit der Besichtigung des Kaps beenden? Ja, dann radeln Sie die Straße nach Putgarten hinab. Sie ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt, so dass Sie gefahrlos und schnell den Kilometer dorthin überwinden. Am OA von Putgarten befindet sich der Busparkplatz. Von hier aus können Sie mit dem Radzfatz (Bus mit Radanhänger) Ihre Rückreise antreten. Sehen Sie bitte den aktuellen Busfahrplan ein!


Die Promenade im Erholungsort Glowe außerhalb der Saison

Der Radweg durch
die Schaabe,
einer Landenge
zwischen dem Großen Jasmunder Bodden
und der Tromper Wiek

Die Schaabe, 1830 - 1860 aufgeforstet, ist heute eines der beliebtesten Pilzgebiete auf Rügen

Am Sandstrand der Schaabe wurde 2011 der Sandburgenrekord für das Guinness der Rekorde aufgestellt

Das Fischerdorf
Vitt gehört mit seinen 13 reetgedeckten Fischerkaten zum UNESCO - Weltkulturerbe

Die Kapelle in Vitt entstand 1806 auf Initiative des weithin bekannten Altenkirchener Pastors Ludwig Theobald Kosegarten

Im Fischerdorf Vitt genießen Sie frisch geräucherten Fisch und eine tolle Aussicht auf das Kap Arkona

Weithin grüßen die Leuchttürme am
Kap Arkona.
Der kleinere wurde 1826 durch Schinkel im klassizistischen Stil erbaut.

Der Funkpeilturm wurde 1927 durch die Deutsche Kriegsmarine errichtet und ist heute ein Atelier mit Ausstellungen

Der Rügenhof in Putgarten bietet Schauwerkstätten zum Rügener Handwerk und Gastronomie

Der heidnische Gott der Götter Svantevit, dessen Tempel 1168 durch die schon christianisierten Dänen vernichtet wurde, ist heute nur noch als Skulptur zu bewundern

Das Kap Arkona aus der Vogelperspektive. Hier befindet sich auch der nördlichste Punkt der ehemaligen DDR bzw. Mitteldeutschlands.

Tief unter der Erde liegen die Bunker der DDR-Volksmarine
am Kap Arkona.
Sie sind heute ein Relikt des Kalten Krieges und ein Museum.

Vom neuem Leuchtturm aus sieht man bei klarer Sicht große Teile Rügens, Hiddensee und sagar die dänische Insel Moen.

 

4. Etappe

 

Kap Arkona Varnkevitz
Nonnevitz
Bakenberg
Kreptitz
Lancken
Goos
Dranske


    

Länge
ca. 18 km

Fahrzeit
ca. 120 min

Höhenmeter
gesamt: 20

SG 2

Techn. Hilfe

(Radverleih in Dranske)

 

Bewertung
der Etappe

 

 

Zustand


Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen



(Steilufer bei Varnkevitz; Strand am Bakenberg; Strand am Westufer in Dranske)

Öffentliche
Toiletten:

(Am Kap Arkona,
im Regenbogen
Camp Nonnevitz,
an der Seebrücke in Dranske)

 

Extras

 

 

ÖPNV
Radzfatz
(Radmitnahme)

Tel. 038338/202955

 

Kap - Arkona - Bahn
(Putgarten - Kap Arkona - Vitt)

Tel. 038391/13213
0170 / 5207520

 

Räucherei
Rügenhof in Putgarten

Tel. 0172/6068033

 

Regenbogen
Camp Nonnevitz

4 Sterne
Campingplatz
direkt am Strand

Tel. 0431/237237
038391- 89007

 

Ferienresidenz Rugana

Ferienhäuser mit Comfort
am Bakenberg
auf Wittow

Tel. 038391/769902
0151/23523550

 

Fremden
Verkehrsamt
in Dranske

Tel. 038391-89007

 

Museum
Dranske

Tel. 038391/89007

Mo - Sa
11 - 16.00 Uhr

 

Caravancamp
Ostseeblick
in Dranske

Tel. 038391/8196

70 Stellplätze

 

Pension und Zeltplatz
Ostseewind
Dranske

Tel. 038391/89595

30 Stellplätze
15 Betten

 

Reit- und Zuchthof
Pätzold

Tel. 038391/ 8233


Sie wollen die gesamte Strecke schaffen! Na dann los! Vorbei an den beiden Leuchttürmen gelangen Sie zu einer Bunkeranlage der DDR-Volksmarine. Von hier aus wären im Falle eines Krieges zwischen NATO und Warschauer Vertrag Seegefechte geleitet worden. Heute kann man diese stummen Zeugen des Kalten Krieges besichtigen. Radeln Sie weiter, vorbei am kleinen Leuchtfeuer Ranzow Richtung Dranske. Der naturbelassene Radweg musste wegen eines großen Uferabbruchs 2011 umgelegt werden. Durch den Abbruch kam ein junges Mädchen ums Leben. Sie halten sich links und gelangen auf einen abfallenden breiten Weg, der schwer zu befahren ist. Da hier auch viele Fußgänger sind, sollten Sie möglichst ihr Rad bis zum nahem Kap, dem Gellort, schieben. Genießen Sie die Aussicht am nördlichsten Punkt der Insel Rügen und Mitteldeutschlands. Unten am Ufer sehen Sie einen der großen Findlinge Rügens, den Siebenschneiderstein. Über eine Treppe gelangt man zu Ufer. Die übermannshohe, hölzerne Skulptur am Gellort zeigt einen Adler, der den Kopf in die Flügel steckt und diese kraftlos herabhängen. "Böse" Menschen sagen, dass die Skulptur den gegenwärtigen Zustand Deutschlands darstellt... Der Radweg fällt nun erst einmal ab. Bitte fahren Sie sehr vorsichtig, da der Weg schmal und schadhaft ist. In der Saison sind hier auch viele Radler und Wanderer unterwegs. Dichte Sträucher, meist Sanddorn, Schlehe und Holunder säumen Ihren Weg. Diese äußerst vitaminreichen Beeren des Sanddorns sind rügentypisch und werden zu Saft, Likör, Konfitüre und Kosmetika verarbeitet. Im Herbst sollten Sie die säuerlichen, gelb-orangenen Früchte probieren und damit Ihren Vitaminhaushalt gratis aufbessern. Immer wieder geben Aussichtspunkte den Blick auf die weite See frei. Tief unten leuchtet der feinsandige Strand, übrigens ein Geheimtipp für Freunde der FKK. Linkerhand beginnen nun Felder. Leider versperren die Sicht aufs Meer oft Bäume und Sträucher. In der Ferne kündet eine riesige Kuppel von einer Radarstation, die das Ende des Kalten Krieges überlebte und heute von der Bundeswehr genutzt wird. Sie gelangen an einen kleinen Parkplatz. Von hier aus führt eine Treppe hinab zum feinsandigen Nordstrand, einem Eldorado für ungestörte Badefreuden ohne Badebekleidung. Sie fahren weiter auf dem naturbelassenen Hochuferweg und genießen die Aussicht auf die Ostsee. Im Sommer sind viele Jachten und Boote um Rügen mit seinen 13 Häfen unterwegs. Auch sieht man gelegentlich die große Fähre, welche Sassnitz Mukran mit Trelleborg (Schweden) verbindet. Der naturbelassene Radweg endet an einer neuartigen Betonspurenstraße.


Tipp: Wenn Ihre Fahrsicherheit zu wünschen übrig lässt oder ihre Kondition nachlässt, sollten Sie nun nach links auf den Betonspurenweg abbiegen. Im winzigen Ort Varnkevitz gabelt sich die Straße am OA. Halten Sie sich rechts in Richtung Schwarbe. Die asphaltierte Alleenstraße ist wenig befahren. In Schwarbe zweigen Sie nach links ab Richtung Altenkirchen. Nach ca. 1000 m gelangen Sie zu einer Straßenkreuzung. Biegen Sie nach rechts ab. Das schmale Asphaltband führt nun völlig ungeschützt, geradlinig durch Felder. Riesige Windräder säumen Ihren Weg. Rechterhand sehen Sie das Waldgebiet der Schwarbe. Nur wenige Autos werden Ihnen begegnen, dafür in der Saison um so mehr Radler. An einem Gehöft stoßen Sie auf eine Straßenkreuzung. Biegen sie nach rechts ab (~~> Dranske 7,0 km; Bakenberg 3,0 km). Die schnurgerade Asphaltstraße bringt Sie zum winzigen Ort Nonnevitz. Sie durchfahren die wenigen Häuser und gelangen zum Waldrand der Schwarbe. An einer Wegegabelung bleiben Sie links (~~> Bakenberg 1,5 km). Nach einer steilen Linkskurve verläuft der Radweg immer an der Waldkante entlang. Linkerhand beginnt der riesige Parkplatz für das Regenbogencamp, einem der größten und beliebtesten Campingplätze auf Rügen, unmittelbar am feinsandigen Strand. Direkt an der Rezeption sind Sie nun wieder auf Ihrer regulären Strecke.
Sie sind ein sicherer Fahrer! Dann fahren Sie gerade aus durch ein Waldstück auf einem naturbelassenen, schmalen Feld-/Waldweg. Der führt unmittelbar auf dem Hochufer an Feldern entlang. Nach ca. 2 km beginnt rechterhand ein Waldstreifen zum Ufer hin. Sie können nun in diesem Waldstreifen ein großes Stück Weges radeln oder aber Sie bleiben auf dem schmalen Feldweg am Waldrand. An einem kleinen Häuschen führt der der Weg in den Wald hinein führt. Sie befinden sich nun im "Märchenwald". Bleiben Sie immer an der Uferkante und erfreuen Sie sich an einzigartigen Windflüchtern. Vergessen Sie dabei bitte nicht auf den schmalen Waldweg zu schauen, der teilweise etwas löchrig und mit Wurzel bewachsen ist. Immer wieder haben Sie Aussichtspunkte auf die offene See vom nunmehr nur noch ca. 10 m hohem Ufer. Der Waldweg führt Sie zum Regenbogen Camp, einem beliebten Campingplatz auf Rügen. Sie fahren etwa 50 m nach links bis zum Hauptweg und auf diesem durch den Campingplatz. Hier finden Sie nicht nur Toiletten sondern auch Speis und Trank. Nach links wird die Ausfahrt aus dem Campingplatz angezeigt. Folgen Sie dem Schild auf einem alten Plattenweg. Der Plattenweg bringt Sie schnell zum Waldrand, wo sich auch die Rezeption des Regenbogen-Camps befindet. Halten Sie sich rechts. Radeln Sie längs des Parkplatzes zum straßenbegleitenden Radweg. Dieser bringt Sie nach etwa 300 m an eine Kreuzung.
Tipp: Wenn genügend Zeit vorhanden ist können Sie an der Kreuzung eine Stippvisite zum nahen Strand machen. Dazu fahren Sie nach rechts in den Wald hinein. Nach wenigen hundert Metern bietet sich Ihnen ein guter Ausblick auf die offene Ostsee. Übrigens sind dieser Strand und der Nordstrand am Kap Arkona die einzigen Strände auf Rügen, wo im Sommer die Sonne aus dem Meer aufsteigt und im Meer untergeht! Nichts spricht hier gegen ein Bad im kristallklarem Wasser, auch ohne jegliche Badebekleidung.

Tipp: Möchten Sie die Tour ca. 10 km abkürzen, so biegen Sie auf der Kreuzung nach links ab. Der straßenbegleitende Radweg führt vorbei an einer großen Ferienanlage, der Ferienresidenz "Rugana" und steigt leicht an. Die nächste Abzweigung fahren Sie nach links auf die wenig befahrene Asphaltstraße, die zum winzigen Ort Gramtitz führt. Im Ort biegen Sie rechts ab. Auf der kaum befahrenen Asphaltstraße radeln Sie nach Kuhle. Fahren Sie nach Einmündung auf die viel befahrene Straße Altenkirchen - Dranske ca 50 m nach rechts in Richtung Dranske. Linkerhand kommt nun ein kleiner Naturhafen in Sicht. Bänke und ein Kiosk laden Sie zur Pause ein. Liebhaber von (Räucher)fisch sollten auf ihre Kosten kommen. Hier im Hafen von Kuhle warten Sie eventuell auf Ihre Begleiter, die die Tour ausfahren und setzen gemeinsam die Tour laut Beschreibung fort.
Sie wollen weder baden noch abkürzen, dann radeln Sie gerade aus weiter. Der asphaltierte Radweg endet und eine gut befahrbare Pflasterstraße taucht in den Wald ein. Sie endet an der Gaststätte Haidehof. Nun müssen Sie eine kleine Pforte öffnen, um durch das NSG Kreptitzer Heide Ihre Tour fortsetzen zu können. Nach rechts führt ein Wanderweg. Sie bleiben dem Zeitgeist entsprechend links. Ein schmaler, aber relativ gut befahrbarer Pfad bringt Sie durch die Trockengraswiesen dieses winzigen NSG zum ebenso winzigen Dörfchen Kreptitz. Verlassen Sie erneut durch eine Pforte das NSG. Hinter einem Gehöft beginnt ein schmales Asphaltband, welches zum Ort Lancken hin etwas ansteigt. Sie fahren durch Felder und sehen rechterhand die offene See. Bei guter Sicht grüßt Sie der weithin bekannte Leuchtturm von Hiddensee. Die Abzweigung des Weges zur Ferienresidenz Rugana lassen Sie links liegen (~~> Dranske 3,8 km; Lancken 0,8 km). Am OE von Lancken wechselt der Belag von Asphalt auf Pflaster. Es begrüßen Sie ein verwachsener Dorfteich und schöne Ferienhäuser. Am OA befindet sich das einstmals sehr schöne, nun aber verfallene Gutshaus Lancken, welches schon bessere Zeiten erlebt hat. Sie fahren am Wegekreuz nach rechts ab (~~> Dranske 3 km).
Tipp: Sie haben nun die letzte Chance noch mal Ihre Strecke um ca. 6 km abzukürzen. Sie verzichten auf Dranske und fahren gerade aus, längs des verwilderten Gutsparkes, bis zur Straße Kuhle - Dranske. Hier stoßen Sie auf einen straßenbegleitenden, asphaltierten Radweg, auf den Sie nach links, Richtung Wiek - Wittower Fähre abbiegen. Nach ca. 1 km gelangen Sie zum kleinem Hafen von Kuhle. Setzen Sie Ihre Tour laut Beschreibung (siehe unten) fort.
Sie fahren natürlich die gesamte Tour. Ein schmales Asphaltband verläuft geradlinig durch Felder. Linkerhand sehen Sie den Wieker Bodden, rechterhand die freie See. Vor dem winzigen Ort Dranske-Hof gabelt sich die Straße. Sie fahren gerade aus weiter. Gleich darauf kommen Sie am kleinen aber feinen Dörfchen Goos vorbei. Wenn Sie einen kurzen Abstecher in den Ort machen, werden Sie feststellen, dass in Koos nur Menschen wohnen, die genügend Moos haben. Weiter verläuft Ihr Weg in Richtung des gut sichtbaren Leuchtturms auf der Insel Hiddensee. Am Rehbergort, einen Aussichtspunkt, macht die kaum befahrene Straße einen Knick. Hier entsteht ein völlig neuer Ortsteil von Dranske. Wunderschöne Ferienhäuser vermitteln ein tolles Urlaubsfeeling. Nun verläuft das Asphaltband geradlinig bis zum OE von Dranske. In diesem Ort war zu DDR-Zeiten eine Basis der 6. Flottille der DDR-Volksmarine. Viele Hundert Matrosen wohnten hier mit ihren Familien. Die Bundeswehr löste nach der Wende den Standort auf. Die ehemaligen Seeleute verstreuten sich in alle Winde. Nun sind die großen Wohnblöcke teilweise verwaist und einige mussten schon abgerissen werden. Dranske verlor durch den Wegzug der Soldatenfamilien einige Tausend Einwohner und eine gewaltige Kaufkraft. Sie stoßen fast rechtwinklig auf eine breitere Straße. Der Wegweiser nach Wiek (~~> Wittower Fähre 16,5 km, Wiek 7,5 km) zeigt nach links. Ich möchte Ihnen aber doch ein bisschen mehr von diesem Ort zeigen, deshalb fahren Sie nach rechts. Die Pflasterstraße macht einen Knick. Radeln Sie gerade aus zum nahen Ufer. Der schmale Weg mit Seesicht ist für Fußgänger vorgesehen. Deshalb bleiben Sie bitte höflich! Der Weg endet auf der Zufahrt zum Campingplatz. Verlassen Sie diesen und fahren Sie auf dem alten Plattenweg zur nahen Hauptstraße. Biegen Sie nach rechts in Richtung der Halbinsel Bug ab. Die Halbinsel Bug mit ihren militärischen Hinterlassenschaften ist leider für Besucher gesperrt. So biegen Sie in die nächste Abzweigung nach links Richtung Bodden / Seebrücke ab.

 

Der Hochuferradweg
am Kap Arkona bietet dem Radler tolle Aussichten auf die Ostsee

Geheimtipp - ein Bad am Nordstrand bei Varnkevitz



Blick vom Hochufer
auf die offene See. Im Vordergrund die Zitrone des Nordens -

Sanddorn

Die Halbinsel Wittow, das Windland, hat nur einen schmalen Waldstreifen an der Küste

Auf Wittow gibt es riesige Felder überwiegend mit Getreide und Raps

Die einzige nach der Wende auf Rügen verbliebene militärische Einrichtung, eine Radarstation.

Für Liebhaber ist ein Abstecher zur zweitältesten Kirche Rügens in Altenkirchen ein Muss.

Der Märchenwald macht durch seine bizarren Windflüchter seinem Namen alle Ehre

Die Ferienresidenz Rugana bietet Urlaub im Grünen unweit des Strandes

Der Heidehof liegt unmittelbar am NSG Kreptitzer Heide

Das Gutshaus in Lancken wartet noch auf einen Investor...

In Dranske und auf der Halbinsel Bug war zu DDR-Zeiten die 6. Flottille der Volksmarine stationiert

Hier wird immer noch nach dem Klassenfeind ausgespäht...

Blick von Dranske auf Hiddensee


5. Etappe


Dranske
Kuhle
Wiek
Zürkvitz Wittower Fähre
Trent

Länge
ca. 21 km

Fahrzeit
ca. 120 min
ca. 15 min für die Überfahrt mit der Wittower Fähre

Höhenmeter
gesamt: 5

SG 1

Techn. Hilfe
(im Radverleih
in Dranske)

 

Bewertung
der Etappe

Zustand

Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen

(in Dranske am Nordstrand)

(im Wieker Bodden bei Wiek)

Öffentliche
Toiletten

(in Dranske und Wiek am Hafen)

 

Extras

ÖPNV
Radzfatz
(Radmitnahme)

Tel. 038338/202955

Fremden
Verkehrsamt
in Dranske

Tel. 038391-89007

Museum
Dranske

Tel. 038391/89007

Mo - Sa
11 - 16.00 Uhr

Caravancamp
Ostseeblick
in Dranske

Tel. 038391/8196

70 Stellplätze

Pension und Zeltplatz
Ostseewind
Dranske

Tel. 038391/89595

30 Stellplätze
15 Betten

Reit- und Zuchthof
Pätzold

Tel. 038391/ 8233

St. Georg Kirche in Wiek

Tel. 038391/366

Hafenmeister Hafen Wiek

Tel. 038391/934793

Wittower Fähre

Tel. 03831/268138

05.50 - 21.00 Uhr
1,20 € / Erw.
0,80 € / Kind
1,20 € / Fahrrad
4,00 € / PKW

Originelle
Gaststätten

Schifferkrug
in Kuhle

Café Sahne
in Dranske

Räucherei
in Vitt


 

Die Pflasterstraße führt an einer Surfstation vorbei zum Boddenufer. Oft treffen Sie viele Surfer an. Hier werden auch internationale und nationale Wettkämpfe ausgetragen. Die Straße knickt nach links ab und verläuft nun am Boddenufer Richtung Wiek. Sie gelangen zur Seebrücke und haben hier auch eine öffentliche Toilette zur Verfügung. Passieren Sie einen kleinen Bootshafen. An der gegenüber liegenden Seite des Boddens sehen Sie schon Ihr nächstes Etappenziel - Wiek. Am Ende der "Strandpromenade" führt ein Pfad zur Hauptstraße zurück. Fahren Sie auf den gepflasterten, straßenbegleitenden Radweg nach rechts zum OA. Hier beginnt ein neuartiger, breiter asphaltierter Radweg. Er führt immer unmittelbar längs der viel befahrenen Straße nach Kuhle. Hinter dem Abzw. Dranske Hof bietet Ihnen Schutzhütte Zuflucht, wenn es regnen sollte. Passieren Sie eine winzige "Kaserne" der Bundeswehr, deren weniges Personal zur Bedienung der Radarstation unweit des Kaps dient. Lassen Sie den Abzweig Lancken links liegen (~~> Wittower Fähre 13,3 km; Wiek 4,3 km; Kuhle 1,3 km). Der Radweg endet im kleinen Ort Kuhle. Am Hafen überqueren Sie bitte vorsichtig die Straße (~~> Wittower Fähre 11 km; Wiek 3,0 km). Sie haben nun eine gute Aussicht auf den Wieker Bodden und die Halbinsel Bug. Besonders für Fischliebhaber ist hier auch gesorgt. Ein guter Platz für eine kleine Rast!
Am Parkplatz beginnt der nagelneue asphaltierte Radweg, der nun den idyllischen Wiesenpfad ersetzt, nach Wiek. Der Radweg führt ufernah durch eine schöne Landschaft. Nach dem lauten straßenbegleitenden Radweg von Dranske nach Kuhle umfängt Sie nun vollkommene Stille. Immer wieder öffnet sich die Sicht auf den Wieker Bodden. Büsche säumen den Weg. Eine Wetterschutzhütte gewährt Ihnen bei Regen Unterschlupf. Der Radweg mündet auf den Radweg Altenkirchen - Wiek. Fahren Sie nach rechts auf den nun gepflasterten Radweg weiter. Dieser verläuft nun in Ufernähe und bringt Sie auf die gepflasterte Ortsstraße von Wiek. Rechterhand, direkt am Wasser finden Sie Rastplätze. Oftmals begegnen Ihnen hier viele Windsurfer. Das flache Wasser des Wieker Boddens ist auch für Anfänger sehr gut geeignet. Setzen Sie Ihre Fahrt fort bis zum Hafen Wiek. Hier wurde in den letzten Jahren viel für die Verschönerung des Ortsbildes getan. Bänke laden zum Verweilen ein und Kioske bieten Ihnen Speisen, Eis und Getränke. Von der Mole aus haben Sie ein gutes Fotomotiv zur Erinnerung an diese lange Radtour. Haben Sie noch etwas Zeit, fahren Sie zur nahen, 1400 erbauten St. Georgkirche. Um 1600 wurde für den zerstörten Dachstuhl ein freistehender Glockenstuhl errichtet. Das älteste Ausstattungsstück der mittelalterlichen Backsteinkirche ist eine Kalksteinfünte aus dem 13. Jh.. Bekannt ist diese Kirche auch durch das Reiterstandbild des hl. Georg, welcher die Halbinsel Wiek bis heute von einer Maulwurfsplage befreite.


Tipp: Sie sind müde und können nicht mehr? Dann haben Sie in Wiek die Möglichkeit Ihre Tour zu beenden und schnell nach Bergen zurück zu kommen. Steigen Sie einfach in den Radzfatz, den Linienbus des RPNV mit Radanhänger ein. Dieser befördert Sie mitsamt Ihres Rades in ca. 45 min. über die Wittower Fähre und Trent nach Bergen. (Bitte den aktuellen Fahrplan einsehen!). Sie geben nicht auf? Na, dann weiter!

Fahren Sie am Ende des Hafens durch eine schmale Gasse zur viel befahrenen Ortsverbindungsstraße Wiek - Glewitzer Fähre. Überqueren Sie die Straße und radeln Sie nach rechts auf den gepflasterten, straßenbegleitenden Radweg. Dieser führt vorbei an der AOK-Klinik. Längs einer Kleingartenanlage verlassen Sie Wiek. Nach wenigen hundert Metern gelangen Sie ins fast unscheinbare Zürkvitz. Hier wechselt der Radweg die Straßenseite. Nach wenigen Metern endet dieser gepflasterte Weg. Nun fahren Sie nach rechts s-förmig durch ein altes Gehöft. Das mittelalterliche Pflaster wird Ihnen keine Freude bereiten. Hinter dem Gehöft ist der Weg wieder gut befahrbar und führt direkt ans Ufer des Wieker Boddens. Der asphaltierte Radweg verläuft nun unmittelbar am Ufer entlang und bietet Ihnen einen wunderschönen Ausblick auf den Wieker Bodden, den Bug und Dranske. Besonders abends spiegelt sich die untergehende Sonne im Bodden und tausende Wasservögel tummeln sich im Wasser. An einer Wetterschutzhütte endet der asphaltierte Radweg. Der nunmehr naturbelassene, gut befahrbare Radweg entfernt sich etwas vom Ufer und verläuft kurvig durch ein kleines Wäldchen. Passieren Sie den Abzweig des naturbelassenen Radweges nach Breege über Lobkevitz (~~> Wittower Fähre 2,5 km). Nun fahren Sie wieder unmittelbar am Ufer und genießen die gute Aussicht. An einem Pumpwerk wechselt der Belag des Weges von naturbelassen auf Pflaster. Sie kommen auf diesem völlig ebenen Weg schnell voran. Immer wieder trüben Uferbewachsungen Ihre Aussicht, bieten aber auch bei Wind einen angenehmen Schutz. Bei guter Sicht erhebt sich am Horizont der Leuchtturm von Hiddensee. Nun kommen einige Häuser in Sicht. Sie sind an der Wittower Fähre. Nach einer Linkskurve endet der Radweg auf der Straße. Fahren Sie etwas zurück zur Kasse und lösen Sie Ihren Fahrschein. (Im Sommer 2012: von 05.50 Uhr - 21.00 Uhr; Pro Person 1,20 €, Fahrrad 1,20 €, PKW 4,00 €). Nun müssen Sie eventuell ein paar Minuten warten, bis die Fähre anlegt. Fahren Sie mit dem Rad auf die Fähre und setzen Sie zum anderen Ufer über. Die Fahrt mit der Fähre ist eine angenehme Erholung für Ihr Hinterteil und besonders für Kinder eine interessante Bereicherung der Radtour. Nach wenigen Minuten haben Sie nun wieder festes Land unter den Füßen. Die Halbinsel Wittow bleibt hinter Ihnen zurück. Ein nagelneuer, asphaltierter Radweg führt fast geradlinig nach Trent. Er verläuft unmittelbar neben der Alleenstraße. Passieren Sie den Abzweig zu einer großen Ferienanlage unmittelbar am Ufer des Rassower Stroms gelegen. (~~> Trent 3,5 km). Rechterhand sehen Sie nun Teile dieses schönen, aber etwas einsam gelegenen Feriendorfes, welches unmittelbar nach der Wende entstand. Passieren Sie einen weiteren Abzweig nach Libnitz.
Tipp: Haben Sie noch Zeitreserven und mögen Sie alte Gutshäuser uns Schlösser? Dann machen Sie doch einen kurzen Abstecher nach Libnitz. Ein 1912 gebautes Gutshaus mit Park und Mausoleum entschädigt Sie für diesen 20 minütichen Umweg. Sie fahren auf der Asphaltsraße direkt nach Trent weiter. Die Straße mündet an einer Gaststätte von wo Sie wieder Ihre Tour geplante Tour fortsetzen.
Kein Interesse, dann weiter auf den schönen asphaltierten Radweg, der im Herbst mit Zweigen und Samen verunreinigt sein kann. Am OE Trent entfernt sich der Radweg von der Straße und umfasst dieses kleine Kirchdorf. Haben Sie noch Appetit auf ein Eis oder sonst etwas Leckeres, sollten Sie, bevor der Radweg von der Straße wegführt, auf dieser einen Abstecher in den Ort machen. Die Gaststätte Fähreck an der Kreuzung Bergen - Schaprode - Wittower Fähre kann man nur empfehlen. Der Ort Trent, der seit 1311 urkundlich erwähnt ist, hat eine bemerkenswerte mittelalterliche Backsteinkirche namens St. Katharinenkirche. Diese wurde bereits 1318 erbaut! Der kreuzrippengewölbte Chor entstand um 1400 und der kunstvoll geschnitzte Barockaltar 1752. Sie verzichten auf eine Besichtigung des kleinen Ortes, dann endet Ihr Radweg am OA Trent an einer Gaststätte. einem falunroten Gebäude. Hier ist nun Ihre letzte Gelegenheit für einen Imbiss bis nach Bergen. Und bis dahin müssen Sie noch ordentlich strampeln... Und wenn ich Ihnen schon Negatives mitteilen muss, dann gleich alles! Die gute Qualität der bisherigen Radwege endet hier. Dieser Ort mit zentraler Bedeutung für das Radwegenetz Rügen hat das anbrechende Tourismuszeitalter verschlafen! Die Weiterfahrt nach Bergen, ohne Nutzung der sehr gefährlichen Hauptstraßen, ist schon fast ein Kunststück, das wir aber wagen wollen.



Das älteste Gasthaus auf Rügen - in Kuhle

Der alte naturbelassene "Radweg" von Kuhle nach Wiek wurde 2010 durch ein Asphaltband ersetzt



So lieben unsere Urlauber die Insel Rügen

Der Hafen von Wiek begrüßt seine Gäste

Die St. Georgkirche in Wiek wurde schon um 1400 erbaut





Der hl. Sankt Georg in der Wieker Kirche befreite die Wittower einst von einer Maulwurfsplage

Überfahrt mit der Wittower Fähre ist eine angenehme Abwechslung

Der Radweg von der Wittower Fähre nach Trent

Am Biergarten in Trent endet der schöne Radweg nach Bergen


6. Etappe

Trent
Neuendorf
Tribbevitz
Helle
Patzig
Thesenvitz
Bergen


Länge
ca. 22 km

Fahrzeit
ca. 130 min

Höhenmeter
gesamt: 110

SG 2-3

Techn. Hilfe
in Bergen
Heinz Richter
Königstr. 18
Tel. 03838/254483
Kresse
Dammstr. 31
Tel. 03838/256620

 

Bewertung
der Etappe


Zustand

Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen
---

Öffentliche
Toiletten
Bergen
am Markt

 

Extras

ÖPNV
Radzfatz
Tel. 038338/202955

Tourismus Information
Markt 23
(im Benedixhaus)
Tel. 03838/811276
April-Okt
Mo - Fr
10-18.00 Uhr
Juli-Aug
zusätzlich Samstag
10.00-14.00 Uhr

Heimatmuseum im Klosterhof in Bergen
Tel. 03838/252226
Öffnungszeiten:
Die - Sa
10.00-16.30 Uhr
Eintritt:
Erwachsene: 2€
Kinder ab 6: 1€ Kunsthandwerk im Klosterhof
Billrothstr. 20
18528 Bergen

Stadtmuseum
Bergen
Tel. 03838 252226

Ernst Moritz
Arndt Turm
In Bergen
Tel. 03838 20190

Deutsche Bahn
Telefonauskunft
01805/ 0046950875


Inselrodelbahn
am Rugard in Bergen
Tel. 038305/55055
Juli - August
10.00-19.00 Uhr
April - Juni und
Sept. - Okt.
10.00-18.00 Uhr
1 Fahrt 2,00 €
3 Fahrten 5,00 €
Kinder: 1,50 €
3 Fahrten: 4 €

Parkhotel
Rügen
in Bergen
Tel. 03838/8150

Hotel
Kaufmannshof
in Bergen
Tel. 03838/80450

Sagen und
Märchenhotel
in Bergen
Tel. 03838/2010669

Hotel Rugard
am Rugardturm
in Bergen
Tel. 03838/20190

 


Tipp: Wollen Sie sich viele Unannehmlichkeiten ersparen? Sind Sie müde und können nicht mehr? Dann haben Sie in Trent die beste Möglichkeit Ihre Tour zu beenden und schnell nach Bergen zu kommen. Denn was jetzt sonst auf Sie zukommt, ist alles andere als lustig. Steigen Sie an der Haltestelle im Ort einfach in den Radzfatz, den Linienbus des RPNV mit Radanhänger. Dieser befördert Sie mitsamt Ihrem Rad in einer halben Stunde an Ihren Zielort Bergen (Bitte sehen Sie den aktuellen Fahrplan ein!).


Tipp: Haben Sie keine Probleme einige Kilometer eine in der Saison stark frequentierte Straße zu befahren? Sind Sie bereit, ein solches Risiko auf sich zu nehmen? Wenn ja, dann sparen Sie jetzt viel Kraft und Zeit ein. Fahren Sie einfach auf die Ortsstraße in Richtung Bergen, Gingst. Hinter dem kleinem Örtchen Garditz durchfahren Sie ein Wäldchen. Die nach ca. 2 km folgende Kreuzung (Silenz / Gingst) überqueren Sie gerade aus. Am Abzweig Kluis halten Sie sich links Richtung Bergen. Fast schnurgerade führt nun die in der Saison stark befahrene Alleenstraße nach Bergen, ans Ziel Ihrer Tagestour.
Sie wollen keine Annehmlichkeiten und kämpfen sich bis ans bittere Ende durch! Dann fahren Sie auf dem straßenbegleitenden Fußweg Richtung Gingst - Bergen (~~> Gingst 8,2 km; Ganschvitz 1,0 km) in Richtung Ortsausgang. Hinter dem OA-Schild radeln Sie in der Nähe eines Telecom-Funkmastes nach links auf einen eher unauffälligen Feldweg. Dieser führt entlang des ehemaligen Bahndammes der Rügener Kleinbahn von Bergen nach Altenkirchen durch Wiesen und Felder. Am Waldrand verbessert sich der Zustand des Weges etwas. Fahren Sie im winzigen Waldstück gerade aus über das Wegekreuz (~~> Neuendorf). Der mitunter unangenehme Feldweg verläuft nun durch Sumpfgraswiesen längs der Neueundorfer Wiek, einer größerem Bucht im Breetzer Bodden. Gelegentlich gibt die hohe Schilfbewachsung den Blick auf die Bucht frei. Der Feldweg mündet auf die Alleenstraße Silenz - Neuendorf - Neuenkirchen. Biegen Sie nach links auf diese relativ wenig befahrene Straße ein. Nach ca. 500 m gelangen Sie ins winzige Dörfchen Neuendorf. Hinter der Bushaltestelle biegen Sie nach rechts von der Landstraße in einen ansteigenden, schmalen Weg ein. Am OA Neuendorf beginnt ein DDR-Betonplattenweg, der Ihrer Federung und Ihrem Rücken einiges abfordert. Nach einem kurzen, seichten Gefälle sind Sie im winzigen Ort Tribbevitz. Fahren Sie nach links auf eine schmale Asphaltstraße. Ihr Weg führt vorbei an einem nach der Wende wunderschön restauriertem Gutshaus. Das Gut wurde schon 1315 urkundlich erwähnt und gehörte dem bekannten Rügenschen Adelsgeschlecht von Normann. Wie alle Güter wurde es 1945 enteignet und die Besitzer vertrieben. Nach der Wende privatisiert, ist es heute ein Hotel mit Pferdezucht und Reitanlage. Am Wegekreuz biegen Sie nach rechts ab (~~> Ralswiek 7,5 km; Bubkevitz 3,3 km; Helle 2,2 km). Ein Plattenweg mit mäßiger Oberfläche führt nun völlig windoffen durch Felder. Am OE von Helle, eines winzigen, landwirtschaftlich geprägten Dörfchens, führt eine alte Pflasterstraße durch eine Kastanienallee. Vorbei an verfallenen Stallanlagen und Silos, Altlasten aus den Zeiten der LPG´s, verlassen Sie schnell diesen ungastlichen Ort. Hier ist die Zeit 1989 einfach stehengeblieben... Ihr "heißgeliebter" DDR-Plattenweg bleibt Ihnen noch ein Stück erhalten. Vor einer Linkskurve verlassen Sie diesen Weg nach rechts. Ein gut befahrbarer Feldweg mit schwarzem Kies ausgelegt, bringt Sie vorbei an einigen Gebäuden zu einer Straßenkreuzung. Fahren Sie gerade aus auf das Asphaltband auf (~~> Bergen 11,2 km; Kartzitz 1,6 km). Sie sind nun auf der relativ breiten aber nur mäßig befahrenen Straße von Rappin nach Ramitz. Nach etwa 200 m verzweigt sich diese Straße. Fahren Sie nach links auf die Asphaltstraße nach Gnies - Ralswiek (~~> Bergen 10,8 km; Kartzitz 1,2 km). Auf dieser ebenfalls wenig befahrenen und ausreichend breiten Straße kommen Sie gut voran. Unmittelbar am Gut Kartzitz, biegen Sie an einer Bushaltestelle nach rechts auf einen Feldweg ab.
Tipp: Sie sollten sich die Zeit nehmen und sich den gepflegten Gutshof und wunderschönen Gutspark aus der Nähe anschauen. Das Gutshaus lässt sich dazu nach rechts umfahren. Das Gut Kartzitz ist die einzige auf der Insel verbliebene Barockanlage. Sie gehörte der Familie von Usedom und wurde bereits im 14. Jh. urkundlich erwähnt. Der letzte Besitzer ein Ernst von Schinkel, wurde 1945 im Zuge der Bodenreform in der Ostzone enteignet. Sein Sohn erwarb die Gutsanlage nach der Wende und verkaufte sie 1993 an Graf und Gräfin von Knyphausen. Park und Gutshaus wurden durch die gräfliche Familie mit viel Herzblut von Grund auf saniert und sind sehenswert!
Der unbefestigte Feldweg mit mangelhafter Oberfläche führt nun durch Felder. Nach Regen weist er viele Pfützen auf. Bei Trockenheit ist er relativ gut befahrbar. Beim winzigen Ort Neu Kartzitz mündet er in ein schmales Asphaltband. Nun kommen Sie auf gerader Strecke schnell voran. Die Straße knickt vor einem großen Hügel nach rechts ab. Ein Hinweisschild erklärt Ihnen, dass Sie sich vor einer großen Grabanlage befinden. Sie fahren gerade aus auf einen unbefestigten Feldweg. Mehrere Hügelgräber säumen den Weg. Während in der Jungsteinzeit (3000 - 1500 vor Chr.) die damaligen Bewohner Rügens Ihre Toten in Großsteingräbern bestatteten, ging man in der nachfolgenden Bronzezeit auf solche Hügelgräber über. Auf Rügen gibt es noch heute ein Vielzahl davon. Das größte befindet sich bei Sagard - der Dobberwort. Die Grabanlage bei Woorke ist allerdings die am besten erhaltene auf Rügen.
Der einigermaßen gut befahrbare Feldweg mündet an einem kleinen Teich am OE Patzig wieder auf die Straße. Biegen Sie nach links auf diese Asphaltstraße ein. Diese steigt durch eine Lindenallee systematisch an und mündet auf der Durchfahrtsstraße von Patzig. Auf dieser biegen Sie nach rechts ab. Vorbei an der gotischen Saalkirche St. Margarete, die den ältesten Taufstein Rügens (um 1250) und einen Flügelaltar besitzt, steigt die Straße an. Sie passieren einige schöne, nach der Wende gebaute Einfamilienhäuser und das historische Mühlenmuseum. In einer schnellen Schussfahrt geht es nun durch eine alte Lindenallee hinab nach Thesenwitz. Am OE biegen Sie nach links auf den Radweg nach Bergen ab (~~> Bergen 4,5 km; Nonnensee 2,2 km). Ein Betonspurenweg aus der Nachwendezeit führt durch Felder, vorbei an einer Pension mit Reiterhof. Am Waldrand entlang, verläuft der Weg wellig bis zum Nonnensee. Biegen Sie nach links durch das Tor auf den naturbelassenen Rad-/Wanderweg um den Nonnensee ein. Dieser führt längs des Ufers, vorbei an einer Kormorankolonie und einem Aussichtsturm bis zur Bundesstraße 96. Der Nonnensee ist heute ein Vogelschutzgebiet. Er entstand erst nach der Wende, als die Pumpen ausfielen und die meliorierte Wiesensenke voll Wasser lief. Zu DDR-Zeiten wurde dieser See trocken gelegt und als Weide genutzt. Zwei Aussichtstürme ermöglichen die Beobachtung der verschiedenen Wasservögel. Verschiedene Gänse- und Entenarten, Schwäne und Kormorane tummeln sich im See. Heute ist der Nonnensee einer der bedeutensten Mauserplätze für Graugänse in Deutschland. Übrigens gefriert dieses flache Gewässer im Winter schnell zu. Dann tummeln sich hunderte Rügener mit Schlittschuhen auf der glatten Eisfläche. Überqueren Sie bitte sehr vorsichtig die extrem stark befahrene B 96 und fahren Sie auf der gegenüber liegenden Seite auf einen sehr schmalen Pfad, längs riesiger Kastanien bis zur Zufahrtsstraße zum famila - Markt. Weiter führt ein gepflasterter, straßenbegleitender Radweg bis zur Ampelkreuzung am Realmarkt. Überqueren Sie die Kreuzung und fahren Sie nach links auf den breiten Fuß-/Radweg längs der Ringstraße in Richtung Bergen - Zentrum. Sie unterqueren nun die Eisenbahnlinie Bergen - Sassnitz. Vorbei am Abzweig nach Sassnitz und an einer Tankstelle gelangen Sie an eine stark frequentierte Ampelkreuzung. Biegen Sie nun nach links in die ansteigende Bahnhofstraße ein. Seit der unlängst erfolgten Sanierung dieser Straße haben Sie einen großzügig angelegten Radweg zur Verfügung. Vor der steil aufragenden Marienkirche, die als die erste christliche Kirche auf Rügen bereits 1180 im Auftrag des slawischen Rügenfürsten Jaromar I begonnen wurde, biegen Sie nach links zum Markt ab. Wenige Meter steil bergauf und Sie sind am Ziel Ihrer sehr, sehr langen und mühevollen Tour angekommen. Meine Hochachtung für diese Leistung! Sie waren heute viele Stunden im Sattel und wissen nun, wie schön, aber auch wie groß unsere Insel ist. Sie sind noch voller Eindrücke und stolz auf das Geleistete und wollen sicher nur noch eins - sich ausruhen und für diese Leistung belohnen. Ich verabschiede mich heute von Ihnen und hoffe, Sie auf weiteren Touren begleiten zu dürfen.


St. Katharinenkirche
in Trent wurde um 1318 aus Backsteinen erbaut



Der kunstvoll geschnitzte Altar stammt aus der Werkstatt des Stralsunders Meisters Michael Müller um 1752




Der naturbelassene "Radweg" längs der Neuendorfer Wiek


Das ehemalige Rittergut in Tribbevitz ist heute ein Viersterne-Hotel


In diesem Gutshaus in Venz verbrachte der berühmte Feldmarschall Gerhard Leberecht Blücher seine Jugendjahre

Die einzige noch auf Rügen erhaltene Barockanlage - das Gutshaus Kartzitz
mit seinem englischen Gutspark


Bronzezeitliche Hügelgräber bei Woorke

Die ehemalige Polytechnische Oberschule (POS) in Patzig ist heute eine sehenswerte Altlast





Auf den Friedhöfen Rügens ruhen prominente Persönlichkeiten der Geschichte


Die Kormorankolonie am Nonnensee bei Bergen ist ein Schrecken aller Fischer

 

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Legende:    ~~> Wegweiser für Radwege;  ==> Wegweiser für Straßen Objekte; OE - Ortseingang  OA - Ortsausgang;  NSG - Naturschutzgebiet, - analog der Hotelbewertung;